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Europäische Verbände und Plattformen (Auswahl)

Birgit Aschemann (2016)

In dieser Themendatenbank finden Sie kommentierte Links zu europäischen Verbänden und Plattformen. Die folgende Zusammenstellung soll Ihnen einen ersten Überblick bieten. Ein Anspruch auf Vollständigkeit ist nicht gegeben.

EAEA: Der Europäische Verband für Erwachsenenbildung

Der Europäische Erwachsenenbildungsverband (EAEA) versteht sich als Stimme der nicht-formalen Erwachsenenbildung in Europa und hat das Ziel, europäische Organisationen in der Erwachsenenbildung zu vertreten und miteinander zu vernetzen. EAEA tritt öffentlich und politisch für die Erwachsenenbildung ein, stellt Informationen zur Verfügung und betreibt ein spezifisches Netzwerk. Gegründet 1953, hatte EAEA im Jahr 2015 137 Mitgliedsorganisationen in 44 Ländern. Ein Hauptanliegen ist der Zugang zu Bildung für alle und die Teilnahme an nicht-formaler Erwachsenenbildung, insbesondere auch für bildungsbenachteiligte Gruppen.

EUCIS-LLL: Die Europäische Plattform der Zivilgesellschaft für Lebenslanges Lernen

EUCIS-LLL ist ein Netzwerk aus 39 europäischen Organisationen der Zivilgesellschaft, die im Bereich der Aus- und Weiterbildung tätig sind. Die Gründung im Jahr 2005 erfolgte als Reaktion zivilgesellschaftlicher Organisationen auf die europäische Bildungspolitik im Rahmen der Wachstumsstrategie "Europa 2020". EUCIS-LLL arbeitet an einer stärkeren Einbindung der organisierten Zivilgesellschaft in die europäische Bildungspolitik und vertritt den Beitrag des LLL für ein demokratischeres und sozialeres Europa. Die Arbeit der Plattform ist über Erasmus+ finanziert.

Cedefop: Das europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung

Cedefop ist eine dezentrale Einrichtung der Europäischen Union, die 1975 gegründet wurde und seit 1995 ihren Sitz in Griechenland hat. Cedefop unterstützt die Kommission sowie die Mitgliedsstaaten bei der Weiterentwicklung ihrer beruflichen Aus- und Weiterbildungssysteme. Zahlreiche Analysen zu den Berufsbildungssystemen und der Politik, Forschung und Praxis in diesem Bereich werden produziert und verbreitet. Dahinter steht das übergeordnete Ziel, Menschen in Europa für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren und so den Grundstein für Qualität, Wettbewerb und Wachstum zu legen.

Eurydice: Das EU-Bildungsinformationsnetz

Eurydice wurde 1980 von der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten gegründet, um Informationen über die Bildungssysteme auszutauschen. Eurydice bereitet Informationen über die nationalen Bildungssysteme in Europa auf und stellt sie allen Interessierten, insbesondere bildungspolitischen EntscheidungsträgerInnen, zur Verfügung. Zu den wesentlichen laufenden Veröffentlichungen von Eurydice gehören vergleichende thematische Berichte zu spezifischen Bildungsthemen, Berichte mit einem Schwerpunkt auf Indikatoren und Statistiken sowie detaillierte Beschreibungen von 37 nationalen Bildungssystemen. Das Netzwerk hat seine Zentrale in der EACEA in Brüssel; seine Arbeit ist über Erasmus+ finanziert.

CRELL: Das Zentrum für indikatorenbezogene Forschung zum Lebenslangens Lernen

Das "Centre for Research on Education and Lifelong Learning" (CRELL) wurde auf Basis eines Ratsbeschlusses im Jahr 2005 gegründet. CRELL arbeitet am Monitoring und der Evaluation von Aus-und Weiterbildungssystemen in Europa. Dabei bezieht sich CRELL auf die quantitativen Indikatoren und Benchmarks im Rahmen der Wachstumsstrategie Europa 2020, welche die Bildung betreffen (insbesondere frühe Schulabbrüche und tertiäre Bildungsabschlüsse). Die Teilnahmeraten Erwachsener am lebenslangen Lernen gehören zu den weiteren Forschungsthemen.

NESET: Das Netzwerk der ExpertInnen zu sozialen Aspekten der Bildung

NESET ist ein von der Kommission initiiertes Netzwerk von ExpertInnen für soziale Aspekte des Bildungssystems. Zu den Arbeitsthemen des Netzwerks gehören Gerechtigkeit, die Verteilung von Investitionen, Wege zum zweiten Bildungsweg, Ethnizität, Migration und Bildung, Bildung und Gender und andere Themen. Zu diesen Schwerpunktthemen stellt NESET Forschungsübersichten zur Verfügung und analysiert bildungspolitische Strategien und Reformen auf deren Auswirkungen. Eine Hauptaufgabe besteht in der faktengestützte Beratung der Europäischen Kommission.

EENEE: Das Europäische ExpertInnen-Netzwerk für Bildungsökonomik

EENEE ("European Expert Network on Economics of Education") ist ein Forum bildungsökonomischer Forschung in Europa, gefördert von der Europäischen Kommission. Das Netzwerk berät die Kommission bei der Analyse ökonomischer Aspekte von Bildungspolitiken und –reformen, informiert über Bildungsökonomik in Europa und treibt die einschlägige Forschung voran. EENEE erstellt kurze analytische Berichte, beantworten Fragen der Kommission, erstellt und pflegt eine ForscherInnen-Datenbank auf dem Gebiet der Bildungsökonomik in Europa und organisiert europäische Symposien. Die Entwicklung des Humankapitals in Europa steht als Ziel dahinter.

EBSN: Das europäische Netzwerk für Basisbildung

Speziell für die Themen und Anliegen der Basisbildung ist EBSN ("European Basic Skills Network") tätig. Es handelt sich um ein Stakeholder- und ExpertInnen-Netzwerk mit dem Ziel, die Bildungspraxis für die Grundbildung (Basisbildung) europaweit zu verbessern. Politikberatung ist eine wesentliche Aktivität des Netzwerks EBSN. Dahinter steht die Vision, dass alle EuropäerInnen über das für eine gelingende Teilhabe notwendige Basisbildungsniveau verfügen sollen.

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