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Anfänge der Diskussionen um lebenslanges Lernen

Die OECD und die UNESCO prägten in den 1970er Jahren neben dem Europarat wesentlich die Diskussionen um lebenslanges Lernen mit.

Grundbildung für alle - UNESCO

Die UNESCO integrierte in ihrem Konzept der "Lifelong Education" (auch "Lifelong Learning") sämtliches Lernen in allen Lebensaltern. Versucht wurde eine Balance zwischen personenbezogener, sozialer und beruflicher Entwicklung. Mündigkeit und sozialer Zusammenhalt waren zentrale Inhalte. Lifelong Education umfasste dabei formales, nicht-formales und informelles Lernen. Den Interessen der UNESCO entsprechend war es ein besonderes Anliegen, durch Grundbildung für alle und Lifelong Education Entwicklungsländern die Chance für eine nachhaltige eigenständige Entwicklung zu eröffnen. 1996 wurde das Thema neuerlich aufgegriffen und einen umfassenden konzeptionellen Entwurf vorgelegt. Der sogenannte Delors-Bericht "Learning: the treasure within" (Lernfähigkeit: Unser verborgener Reichtum) betont neuerlich, dass Lernen nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem demokratisierend wirken und der persönlichen Entwicklung dienen soll.

Abwechselnd lernen und arbeiten - OECD

Die OECD orientierte sich ihren Interessen entsprechend im Konzept der "Recurrent Education" in erster Linie an den Erfordernissen der Arbeitsmärkte. Das Konzept ist auf die Zeit nach der Sekundarausbildung gerichtet. Ab dann sollten sich Phasen des Arbeitens und des Lernens plan- und regelmäßig abwechseln, wodurch eine stärkere Kooperation zwischen Ausbildungs- und Arbeitsstätten hergestellt werden sollte. Das Lernen findet dabei in erster Linie in formalisierten Prozessen statt. Ebenfalls 1996 veröffentlichte die OECD ihr Konzept "Lifelong Learning for all". Statt wechselnder Lern- und Arbeitsphasen wird nun lebenslanges Lernen insgesamt betont. Allerdings steht im Bericht schulisches Lernen im Vordergrund.
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