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Instrumente des Diversitätsmanagements

Surur Abdul-Hussain und Roswitha Hofmann (2013)

Im Rahmen der Implementierung von Diversitätsmanagement kommt, abhängig von der gewählten Implementierungsvariante, eine Reihe von Instrumenten zum Einsatz. Diese Instrumente stammen u.a. aus der Organisationsentwicklung, dem Projektmanagement, dem Change-Management, der Unternehmenskommunikation.

Hier finden Sie einen Überblick zu häufig eingesetzten Instrumenten.

 

Instrumente des Diversitätsmanagements

Die im Diversitätsmanagement verwendeten Instrumente sind so vielfältig wie die Ziele, die mit diesem Managementinstrument verfolgt werden. Hier eine Auswahl der gängigsten Instrumente:

Analyseinstrumente

Jede Form des Diversitätsmanagements benötigt zunächst eine Analyse der Ist-Situation. Damit werden Veränderungsnotwendigkeiten bzw. Bedarfe identifiziert und dementsprechende Strategien entwickelt. Hierfür stehen in der Praxis vielfach eingesetzte Instrumente wie die 4R-Methode oder die Gender-/Diversitätsanalyse (Bendl et al. 2012) zur Verfügung.

Formulierung von strategischen Diversitätszielen und Leitbildern

Diversitätsziele und Leitbilder sollten mit den allgemeinen strategischen Zielen verknüpft werden (inklusiver, nichtdiskriminierender Umgang mit Diversität als Kernziel).

Personalpolitische Instrumente 

Hierzu zählen diversitätsspezifische Veranstaltungen, Bewusstseinstrainings und Führungskräfteschulungen, aber auch Personalentwicklungsmaßnahmen (z.B. Coaching, Mentoring, Kurse) und Personalbeurteilungsinstrumente (Feedbacks, Zielvereinbarungen etc.), die Zusammensetzung von Teams und Abteilungen, flexible Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuung, Assistenzdienste für Mitarbeiter_innen, Gesundheitsprävention etc.

Monitoring- und Controllinginstrumente

Zur laufenden Verbesserung und Anpassung des Diversitätsmanagements ist eine Abbildung der Ziele und Maßnahmen im Monitoringsystem bzw. im Controlling notwendig. Dadurch können Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Vorgangsweisen bereitgestellt werden. Ein Verbesserungs- und Beschwerdemanagement kann hier unterstützen.

Institutionalisierung von Diversitätsverantwortung 

Je nachdem, welche Priorität Diversitätsmanagement in einer Organisation besitzt, werden auch mehr oder weniger Ressourcen dafür eingesetzt. Soll ein längerfristiger Veränderungsprozess aufgesetzt werden, so werden in der Praxis unterschiedliche Formen der Institutionalisierung von Verantwortlichkeiten eingesetzt: ein/e Gender- und Diversitätsbeauftragte/r, ein Diversity Board oder Diversity Council (ein Gremium, das sich zumeist aus Führungskräften und Mitarbeiter_innen zusammensetzt und die Implementierung des Diversitätsmanagements vorantreibt und evaluiert).

Ressourcenwidmung

Um die gesteckten Diversitätsziele auch erreichen zu können, müssen entsprechende monetäre, Sach- und personelle Ressourcen gewidmet werden, d.h. im betrieblichen Budget berücksichtigt werden.

Mitarbeiter_innen-Netzwerke

Die Etablierung und Unterstützung von Mitarbeiter_innen-Netzwerken, etwa LGBT-Netzwerke, Netzwerke ethnischer Gruppen, Elternnetzwerke etc., kann ebenfalls als Instrument des Diversitätsmanagements betrachtet werden. 

 

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Weitere Informationen

Quellen und weiterführende Literatur

  • Bendl, Regine/Hanappi-Egger, Edeltraud/Hofmann, Roswitha (Hg.) (2012): Diversität und Diversitätsmanagement. Wien: facultas.wuv.
  • Schulz, André (2009): Strategisches Diversitätsmanagement. Unternehmensführung im Zeitalter der kulturellen Vielfalt. Wiesbaden: Gabler.

 

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