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Ausbildung und Weiterbildung für ErwachsenenbildnerInnen

Bis heute gibt es keine gemeinsame Grundausbildung für die Erwachsenenbildung in Österreich. Ob eine Ausbildung als TrainerIn, BildungsmanagerIn, BildungsberaterIn oder im Bibliothekswesen: Das Aus- und Weiterbildungsangebot ist breit gefächert, gleichzeitig aber auch unübersichtlich. Am nicht akademischen Level hat sich das wba-Zertifikat auf Basis eines übergreifenden Qualifikationsprofils etabliert. Darüber hinaus gibt es sowohl universitäre wie außeruniversitäre Ausbildungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten:

 

Steigende Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten

Das Ausbildungsspektrum für Erwachsenen- und WeiterbildnerInnen ist nicht zuletzt wegen seiner inhaltlichen Breite, sondern auch wegen seiner Dichte nur schwer zu fassen. Während die universitären Angebote (sowohl die regulären Universitätsstudien als auch die Vielzahl an Lehrgängen, Kursen und Kollegs), aber auch viele der Angebote der KEBÖ in der Angebotspalette eine relativ stabile Säule darstellen, unterliegt das Angebot des freien Bildungsmarktes doch einer gewissen Veränderlichkeit. Trotzdem nimmt die Zahl an Aus- und Weiterbildungsangeboten für Aus- und WeiterbildnerInnen insgesamt jedes Jahr kontinuierlich zu. Die Palette reicht dabei von den Universitätsstudien, über Kollegs, Lehrgänge, Kurse und Seminare, bis hin zu diversen betriebsinternen und -externen Schulungen und Workshops. Das Spektrum an angebotenen Abschlüssen ist dabei ebenso vielfältig: es reicht von akademischen Abschlüssen über diverse Diplome und Zertifikate bis hin zu Zeugnissen.

ErwachsenenbildnerInnen: aus- oder weitergebildet?

Auch wenn es immer mehr Ausbildungen für ErwachsenenbildnerInnen gibt, absolvieren einige immer noch keine grundlegende Ausbildung, sondern qualifizieren sich über verschiedene Weiterbildungsangebote. Auch deshalb gewann es immer mehr an Bedeutung, Kompetenzen von ErwachsenenbildnerInnen anerkennen zu lassen, unabhängig davon, ob sie in einer Ausbildung, durch das Arbeiten im Beruf oder andere Weiterbildungen erworben worden sind.
Die Anzahl der Anerkennungs- und Zertifizierungsverfahren, die sich direkt an ErwachsenenbildnerInnen richten, ist derzeit gering bzw. richtet sich an spezifische Zielgruppen, wie TrainerInnen (vgl. Gruber 2017).

Als ErwachsenenbildnerIn zertifizieren lassen - Weiterbildungsakademie Österreich

Die Weiterbildungsakademie Österreich (wba), getragen von allen Verbänden der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs, hat ein modulares Qualifizierungsmodell für Erwachsenenbildung entwickelt. TrainerInnen, BildungsmanagerInnen, BeraterInnen und BibliothekarInnen bekommen innerhalb dieses Modells erworbene Kompetenzen anerkannt, können sich zielgerichtet weiterbilden und ihren jeweiligen Kompetenzstand auf zwei Levels zertifizieren lassen. Auch informell (z.B. durch mehrjährige Praxis) erworbene Kompetenzen werden dabei angerechnet.

Weitere Zertifizierungsstellen für ErwachsenenbildnerInnen

In Österreich gibt es einige Zertifizierungsstellen für Personenzertifizierung, die durch die österreichische Akkreditierungsstelle Akkreditierung Austria (betraut durch das BMDW) anerkannt sind. Einige dieser Stellen bieten auch Zertifizierungen für ErwachsenenbildnerInnen an, auch wenn sie – anders als die wba – sich nicht ausschließlich an ErwachsenenbildnerInnen richten. So kann man sich bspw. bei der Stelle SystemCERT als "FachtrainerIn" zertifizieren lassen, bei Quality Austria als "Trainer Erwachsenenbildung" oder "Bildungsmanager" sowie bei der Zertifizierungsstelle des WIFI als "zertifizierten Trainer/in in der Erwachsenenbildung". Sie alle zertifizieren nach der international anerkannten ÖNORM EN ISO/IEC 17024.

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