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Formen und Möglichkeiten des Lernens

Lernen erfolgt in verschiedensten Formen während des gesamten Lebens. In aktuellen Konzepten des lebenslangen, lebensbegleitenden Lernens wird explizit alles Lernen während des ganzen Lebens in den Mittelpunkt gestellt.

Formale, non-formale und informelle Lernprozesse

Im lebenslangen, lebensbegleitenden Lernen werden verschiedene Lernformen nebeneinander gestellt. In bildungspolitischen Dokumenten wird zwischen formalem, non-formalem und informellem Lernen unterschieden. Die EU hat mit der Definition dieser drei Begriffe handlungsleitende Vorgaben gemacht:

  • formales Lernen: zielgerichtet, festgelegte Curricula, zumeist in anerkannten Bildungseinrichtungen, offiziell anerkannter Abschluss
  • non-formales Lernen: zielgerichtet, zumeist in Kursen, Seminaren etc., keine allgemein anerkannte Zertifizierung
  • informelles Lernen: kann nichtintentional sein, im Alltag (Arbeitsplatz, Freizeit etc.), zumeist keine Zertifizierung

In der bildungswissenschaftlichen Forschung werden Lernprozesse weiter differenziert und theoriebasiert erforscht.

Lernen in jeder Lebensphase

Erwachsene lernen in jeder Lebensphase und sind während des gesamten Lebens lernfähig. Lernen kann in verschiedenen Lebensphasen allerdings unterschiedliche Formen annehmen. Im Unterschied zu Kindern und Jugendlichen verknüpfen Erwachsene Lerninhalte stärker mit ihrem Vorwissen, ihren Erfahrungen und ihrem Lebenszusammenhang. Erwachsene erwarten diese Anschlussfähigkeit und stellen Zusammenhänge her. Lernen ist aber auch mit Gewohnheiten verbunden: Ist Lernen grundsätzlich positiv besetzt und immer wieder geübt, fällt es leichter.

Lernen und Bildung in höherem Alter

In letzter Zeit erhalten das Lernen und die Bildung in höheren Lebensaltern mehr Aufmerksamkeit. Gründe dafür sind der steigende Bevölkerungsanteil älterer Menschen und die Tatsache, dass lerngewohnte und lernfreudige Menschen älter werden. Auch der Bildungsmarkt hat diese bislang kaum beachtete Zielgruppe für sich entdeckt und weiß diese zu nützen. In der Österreichischen Strategie "LLL:2020" wird dieser Aspekt explizit berücksichtigt.

Lernen nebenbei

Lernen kann nicht darauf beschränkt werden, sich Wissen anzueignen. Es ist ein subjektiver Prozess, der ständig stattfindet. Tagtäglich wird in vielen Situationen gelernt, auch wenn dies zunächst nicht als Lernen wahrgenommen wird. Gelernt wird unter anderem bei ehrenamtlichen Tätigkeiten oder im Umgang mit Menschen. Bewusst und unbewusst eignen sich Menschen nebenbei Wissen an. Lernen ist aber ebenso persönliche Veränderung, Entfaltung, Weiterentwicklung.
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