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Beschäftigungsformen in der Erwachsenenbildung

Die Beschäftigungsformen in der Erwachsenen- und Weiterbildung sind so vielfältig, dass oft Unklarheit über deren rechtliche Einordnung herrscht. Hinzu kommt, dass dieses Berufsfeld generell einem raschen Wandel unterworfen ist. Dies führt zu zunehmend neuen Sachlagen auch bei steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Fragen. Als noch relativ junges Beispiel dafür können die Neuen Selbstständigen gesehen werden, die zahlenmäßig in den letzten Jahren einen starken Zuwachs zu verzeichnen hatten.

Typen von Berufsrollen

Darüber, wie sich die Zusammensetzung des Personals in der Erwachsenen- und Weiterbildung beschreiben lässt, gibt es unterschiedliche Auffassungen. Zudem erwiesen sich bislang Versuche, statistisch aussagekräftige Modelle zu entwickeln, als schwierig. Grund ist die Heterogenität des Berufsfeldes. Sieht man von den Erhebungen der KEBÖ ab, gibt es kaum verwertbare Daten, die über das Niveau grober Schätzungen hinausgehen. Trotz der ungünstigen Datenlage lassen sich aber grundsätzliche Aussagen über die Grundtypen von Berufsrollen in der Erwachsenen- und Weiterbildung herausfiltern (Nittel/Völzke 2002):

  • hauptberufliche LeiterInnen einer Bildungsinstitution
  • hauptberuflich tätiges planerisch-disponierendes Personal
  • hauptberuflich Lehrende (freiberuflich oder fest angestellt)
  • nebenberuflich und ehrenamtlich tätige MitarbeiterInnen

Weitere Informationen zu den Berufsrollen in der Erwachsenen- und Weiterbildung finden Sie unter Funktionsprofile.

Hoher Anteil Nebenberuflicher und Ehrenamtlicher

Interessant dabei ist das zahlenmäßige Verhältnis zwischen sogenannten "fix angestellten Mitarbeitern" und den nebenberuflichen MitarbeiterInnen, das laut KEBÖ-Statistik in etwa 1:10 beträgt. In Deutschland ist das Verhältnis ähnlich. Eine vom deutschen Bildungsministerium beauftragte Studie zur beruflichen und sozialen Lage von Lehrenden in der Weiterbildung von 2004 weist das Verhältnis hauptangestellte zu nebenberufliche MitarbeiterInnen in der Lehre mit 1:9 aus.

Ähnlich, wenn auch nicht ganz so drastisch, verhält es sich mit dem Verhältnis von fix angestellten zu ehrenamtlichen MitarbeiterInnen: hier liegt das Verhältnis bei etwa 1:5. In Deutschland liegt das Verhältnis laut oben genannter Studie bei 3:2, wobei insgesamt 90% auf Honorarbasis arbeiten, also weder ehrenamtlich tätig noch fest angestellt sind.

Den größten Anteil an ErwachsenenbildnerInnen bilden laut KEBÖ-Statistik nach wie vor die im weitesten Sinne als Lehrende zu bezeichnende Gruppe: sie machen 65 Prozent der Gesamtheit aus.

Unterscheidung von Beschäftigungsformen

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Vertragsverhältnis

Steuerrecht

Sozialversicherungsrecht

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