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Digital – was bedeutet das?

CC BY CONEDU 4.0 Birgit Aschemann und Chiara Russ-Baumann (2022)

Empfehlung zur Verwendung des Begriffs in der österreichischen Erwachsenenbildung

Stand: 18.09.2022

Alltagssprachlich hat es sich eingebürgert, mit „digital“ alle Prozesse zu bezeichnen, die mithilfe von digitalen Werkzeugen und Medien umgesetzt werden. Gleichzeitig ist „digital“ in zahlreichen Veröffentlichungen anders definiert, nämlich als „auf der Umwandlung von Signalen in binäre Zeichen-Folgen beruhend“ oder „auf der Datenübertragung durch elektrische oder elektromagnetische Signale beruhend; der Telekommunikation zugrunde liegend“.

 

Auch in der Erwachsenenbildungspraxis hat sich die alltagssprachliche Begriffsverwendung von „digital“ durchgesetzt, die ein breites Verständnis gewährleistet. „Digital“ bedeutet demnach „mit digitalen Werkzeugen und Medien umgesetzt“ und kann in diesen Sinn in niederschwelligen Angebotsbeschreibungen verwendet werden.

 

Eine Konkretisierung beim jeweiligen Angebot ist empfehlenswert. Außerdem ist es eindeutiger, die Bezeichnung „online“ statt „digital“ zu verwenden, wenn Prozesse gemeint sind, die eine aufrechte Internetverbindung voraussetzen. Wo Begriffe wie „digitales Lernen“, „digitale Bildung“ und „digitale Kompetenzen“ verwendet werden, sei auf die umfangreichen Fachdiskurse (und teilweise kontroversiellen Positionen) verwiesen, die sich an diese Begriffe knüpfen. 

Digital: Herkunft und Grundbedeutungen

Das Wort „digital“ stammt vom lateinischen „digitus" („der Finger") bzw. „digitalis“ („zum Finger gehörend“) und bedeutet in der Medizin auch heute noch „die Finger betreffend, mit dem Finger durchgeführt“.i

 

Die zweite und häufiger verwendete Bedeutung von „digital“ ist von englisch „digit“‎ für „Ziffer“ abgeleitet (eine Verbindung von lat. digitus und en. digit kommt zustande, da mit den Fingern gezählt wurdeii) und ist dem Fachbereich der Elektronik, Informatik, Nachrichtentechnik und Signaltechnik zuzuordnen. Hier bedeutet „digital“ so viel wie „auf der Datenübertragung durch elektrische oder elektromagnetische Signale beruhend; der Telekommunikation zugrunde liegend“iii bzw. noch allgemeiner „in Stufen erfolgend, in Ziffern darstellend“iv bzw. „zahlenmäßig“.v

 

Das „Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache“ (hg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften) unterscheidet insgesamt vier Hauptbedeutungen von „digital“vi:

  • mit dem Finger erfolgend (in der Medizin)
  • nicht real, virtuell, vom Computer oder im Internet simuliert
  • ohne Ziffernblatt oder Skala, nur eine Zahl anzeigend
  • auf der Umwandlung von Signalen in Folgen binärer Zeichen beruhend

 

Dabei wird „digital“ sowohl für Daten bzw. Signale verwendet, die von vornherein als diskrete Zahlenfolgen vorliegen, als auch für solche, die nachträglich als Zahlenfolge dargestellt werden.

Folgende weitere Wortbedeutungen von „digital“ sind weniger verbreitet:

 

  • In der Buchhaltung bezeichnet „digital“ eine bestimmte Form der Abschreibung (für die Wertminderung eines Gutes).vii
  • Paul Watzlawick verwendete den Begriff „digital“ zur Bezeichnung einer bestimmten (eindeutigen) Kommunikationsform auf der Sachebene (im Gegensatz zur „analogen Kommunikation“, die mehrdeutig ist und auch Beziehungsaspekte betrifft).viii

 

Die EU-weite Standard-Terminologie IATE definiert „digital“ auf zwei Arten, nämlich einerseits als Darstellung von Daten durch einzelne, diskrete Werte und andererseits als Bezugnahme auf einen Zeichenvorrat, der zur Darstellung von Zahlen erforderlich ist.ix

 

Jenseits dieser Definitionen hat sich alltagssprachlich eine Begriffsverwendung etabliert, die mit „digital“ (nahezu) alles bezeichnet, was mithilfe von digitalen Werkzeugen und Medien geschieht.

 

„Digital“ und der Zusammenhang mit „Digitalisierung“

Der Begriff der „Digitalisierung“ setzt ein eindeutiges Verständnis von „digital“ voraus und bezieht sich dabei auf die Darstellung von Information und Signalen in Form binärer Zeichen für die elektronische Weiterverarbeitung.

Davon ausgehend meint „Digitalisierung“ (in seiner einfachsten Bedeutung) „die Umwandlung analo­ger Signale in digitale Daten, die mit einem Computer weiterverarbeitet werden können”.x – oft auch als AD-Umwandlung bezeichnet. „Letztendlich geht es schlicht und einfach darum, ein Objekt von einem stufenlosen und kontinuierlichen (= analogen) in einen gestuften und diskreten (= digitalen) Zustand zu transformieren, wobei der Gehalt dieses Objekts unverändert bleiben muss.“xi

 

In der Realität hat der massenhafte Einsatz von Technologien, die auf diesem „einfachen“ Umwandlungsprozess beruhen, die Automatisierungen unzähliger Prozesse bewirkt und nahezu alle Gesellschaftsbereiche verändert – und für diese umfassenden Wandlungsprozesse wird häufig ebenfalls der Begriff der Digitalisierung eingesetzt. „Digitalisierung im umfassenden Sinn bedeutet jedoch deutlich mehr als Automatisierung. Geht es bei der Automatisierung darum, Bewährtes aus der analogen Welt auf elektronischem Wege besser zu machen, so wird im Zuge einer umfassenden Digitalisierung Neues auf andere Art und Weise organisiert. Die digitale Vernetzung, die exponentiell zunehmende Informationsmenge, die algorithmische Prägung des Agierens im Netz und viele andere Entwicklungen gehen einher mit einer tiefgreifenden Veränderung von sozialen Prozesse (sic) wie Kommunikation, Interaktion und kreativer Gestaltung. Digitalisierung wird zum sozialen Prozess.“xii

 

Im Glossar des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (einem Institut der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) heißt es dazu: „In den letzten Jahren wurde der Begriff zusammen mit verwandten Termini wie Digitale Transformation, Digitale Innovation, Industrie 4.0 und Digitale Revolution, die häufig synonym verwendet werden, zu einem gleichermaßen gebräuchlichen wie in seiner Bedeutung vieldeutigen Begriff. Sein Bedeutungsinhalt wurde daraus folgend gegenüber der Verwendung im Fachzusammenhang deutlich ausgeweitet und in seiner ursprünglichen Wortbedeutung modifiziert. Der Begriff Digitalisierung wird mittlerweile breit und unscharf für den Einsatz verschiedener digitaler Technologien und damit verbundenen Transformationsprozesse in der Gesellschaft und ihren gesellschaftlichen Teilsystemen, wie Wirtschaft und Arbeit, Bildung, Politik und Öffentlichkeit, verwendet. (…)“xiii

 

Diese begriffliche Ausweitung erfolgte in Ausnahmefällen durchaus begründet und reflektiert: 2018 stellten zwei Forscher*innen vom Karlsruher Institut für Technologie und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt eine Definition von „Digitalisierung“ vor, in dem sie die AD-Wandlung unmittelbar mit Unternehmensprozessen verknüpfen: ,,Wir sprechen von Digitalisierung, wenn analoge Leistungserbringung durch Leistungserbringung in einem digitalen, computerhandhabbaren Modell ganz oder teilweise ersetzt wird. (…) Der Begriff Digitalisierung ist auf alle ‘Objekte‘ anwendbar, die Leistungen erbringen, d. h. unter anderem auf: – Geschäftsprozesse, Wertschöpfungsprozesse, Humanressourcen, Aufgaben – Produkte – Unternehmen bzw. weitere Organisationen“.xiv

 

Im Zuge der mehrdeutigen und inflationären Begriffsverwendung von „Digitalisierung"xv erlebt auch „digital" als Adjektiv „seit einiger Zeit eine erstaunlich steile Karriere in fast allen Medien sowie auf vielen Gipfeltreffen, bei vielen Konferenzen und Kongressen sowie in Seminaren und Workshops“.xvi

 

Der deutsche Wirtschaftsinformatiker und Autor Oliver Bendel forderte daher 2019 in seinem Buch „350 Keywords Digitalisierung“ eine Präzisierung des Begriffs „Digitalisierung“, wo dieser öffentlich verwendet wird: „Meint der Verfasser eines Beitrags die dritte industrielle Revolution oder die vierte, oder meint er beides zusammen? Ist für ihn die Digitalisierung die Basis der digitalen Wende, des digitalen Wandels und der digitalen Transformation oder mit diesen identisch? (…). Von einem Autor oder Referenten kann indes erwartet werden, dass er, sobald er das Wort ergreift, dieses erklärt, und von einem Leser oder Zuhörer, dass er es sozusagen übersetzen kann.“xvii

 

Im englischen Sprachraum gibt es für die AD-Umwandlung, die Automatisierung von Geschäftsprozessen und die digitale Transformation der Gesellschaft unterschiedliche Begriffe, die relativ konsequent unterschieden werden.xviii „Digitization” bezeichnet die Analog-Digital-Umwandlung (AD-Umwandlung), „digitalization” die digital gestützte Automatisierung von Prozessen (in Unternehmen) und „digital transformation“ den damit einhergehenden umfassenden gesellschaftlichen Wandel.xix

 

Digital als Begriff im Bildungskontext

Im Thesaurus der US-amerikanischen Bildungsdatenbank ERIC ist das Adjektiv „digital“ gar nicht enthalten, sondern kommt nur in Form von Komposita vor (Digital Divide, Personal Digital Assistants, Digital Libraries etc.).xx Das ist einerseits einleuchtend, da es sich um keinen genuin pädagogischen Fachbegriff handelt – und andererseits bezeichnend für den Bildungsbereich, wo der Begriff „digital“ häufig verwendet, aber selten erklärt (oder gar definiert) wird. Auch in den zahlreichen bestehenden Online-Glossaren aus dem Bildungskontext scheint der Begriff „digital“ nur in Ausnahmefällen (bzw. nur in Form von Komposita) auf. Dennoch ist in der Bildungspraxis häufig die Rede von „digitalem Lernen“, „digitaler Bildung“ und (natürlich) „digitalen Kompetenzen“.

 

Dabei müsste „digitales Lernen“ (logisch betrachtet) die Lernprozesse von digitalen Systemen bezeichnen, die als Maschinenlernen oder maschinelles Lernen bekannt sindxxi – sie sind jedoch mit dem Begriff „digitales Lernen“ nicht gemeint. Stattdessen werden die Begriffe des „digitalen Lernens“ und der „digitalen Bildung“ (recht unterschiedlich) verwendet, um entweder menschliche Lernprozesse mithilfe digitaler Medien oder aber menschliche Lernprozesse zu digitalen Inhalten zu benennen.

 

So schreibt ein Autor und Schulleiter zur Frage „Was ist digitales Lernen?“ in einer deutschen Fachzeitschrift, man könnte „den Begriff des digitalen Lernens dahingehend umdeuten, dass damit alle Lernprozesse erfasst werden sollen, die im Wesentlichen mit Unterstützung digitaler Werkzeuge und Medien erfolgen. Dadurch werden sowohl Lernprozesse erfasst, die – wie in Zeiten der Schulschließung – ausschließlich auf Distanz erfolgen wie auch solche, bei denen digitale Medien und Werkzeuge ergänzend oder unterstützend eingesetzt werden.xxii

 

Genau diese Begriffsverwendung (nämlich „digitales Lernen“ und „digitale Bildung“ in der Bedeutung von „Bildung mithilfe digitaler Medien“) wird andererseits als folgenschwere Verkürzung kritisiert, welche die beteiligten Subjekte des Lehr-Lern-Prozesses aus dem Blickfeld verschwinden lässt. So heißt es im „Handbuch E-Learning. Lehren und Lernen mit digitalen Medien“ aus dem Jahr 2018: „(…) die Verwendungen der populären Begriffe E-Learning, E-Teaching oder digitale Bildung können auch zu folgenreichen Missverständnissen führen, insbesondere wenn diese in ihrer Bedeutung technologischen Begriffe in einen direkten Zusammenhang mit den Begriffen Lernen und Bildung gebracht werden. Denn mit dem Begriff E-Learning, elektronisches Lernen, wird kein subjektiv begründeter Modus der subjektiven Prozesse von Lernen bzw. Kompetenzentwicklung und Bildung benannt, wie z. B. mit den Begriffen defensives Lernen oder expansives Lernen (Holzkamp 1993, 187ff.). (…) Auch mit dem Begriff E-Teaching, elektronisches Lehren, wird kein subjektiver Prozess des Lehrens benannt, sondern die digital präsentierten und elektronisch vermittelten Inhalte, Formen und Prozesse des Lehrens.“xxiii

 

Vergleichsweise unverfänglich scheint dagegen die Begriffsverwendung von digitaler Bildung im Sinne der Bildung über entsprechende Inhalte. So wurde in Österreich mit dem Schuljahr 2022/23 das Schulfach „Digitale Grundbildung“ als Pflichtgegenstand in österreichischen Schulen in der Sekundarstufe I eingeführt, und das österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung definiert dafür per Verordnung einen Lehrplan für die Inhalte Medienbildung, informatische Bildung und Gestaltungskompetenz.xxiv

 

Aber auch in solchen Fällen stellt sich die Frage nach dem Ziel, also der angestrebten Kompetenz. Der Begriff der digitalen Kompetenz ist im Bildungsbereich - und nicht nur dort - sehr präsent. Dabei wird digitale Kompetenz je nach Position und Anliegen von unterschiedlichen Interessensgruppen als Teil der Medienkompetenz oder als deren Oberbegriff definiert. Mit dem Europäischen Referenzrahmen DigComp 2.2.xxv liegt eine EU-weite Definition von vorgegebenen digitalen Kompetenzen auf Policy-Ebene vor; ihr österreichisches Pendant (im Jahr 2022) ist das Digitale Kompetenzmodell für Österreich DigComp 2.2 AT.xxvi

 

In einer Ausgabe der Zeitschrift „Die österreichische Volkshochschule“ (ÖVH) aus dem Jahr 2016 sprechen sich Peter Baumgartner, Gerhard Brandhofer, Martin Ebner, Petra Gradinger und Martin Korte für die Verwendung des Begriffs „digitale Kompetenz“ (Digital Competence) aus, denn: „Mit der allgemeinen Bezeichnung ‚digital‘ werden Wortkombinationen mit Computer, Internet, IKT vermieden, die in ihrem Gegenstandsbezug die angestrebten Inhalte zu eng fassen. Ähnliches gilt auch für den Kompetenzbegriff, der gegenüber Fertigkeiten (Skills) und der auf kulturelle Grundkenntnisse abzielenden Literarität breiter gefasst ist.“ Sie fahren fort mit der Schlussfolgerung, dass der Inhalt von Medienkompetenz sich gewandelt habe und heute mit digitaler Kompetenz gleichgesetzt werden könne, wobei digitale Kompetenz nicht nur Kenntnisse und Fertigkeiten zum Zweck der Problemlösung, der Kommunikation und des Informationsmanagements beinhalte, sondern auch generell eine gesellschaftskritische Haltung im Sinne der Medien-Kritik. Die Autor*innen führen auch die Kritik aus der deutschsprachigen geisteswissenschaftlichen Tradition an, wonach „der Begriff digitale Kompetenz einerseits analoge (Massen-)Medien wie Rundfunk, Fernsehen, Presse nicht einschließt und andererseits befürchtet wird, dass durch die starke Betonung der praktischen Fertigkeiten eine unkritische, unreflektierte (Aus-)Bildung nahegelegt wird.“ Diese Positionen gehen zum Teil auf eine Zeit vor dem Web 2.0 als Mitmach-Web zurück, bestehen jedoch noch weiter.xxvii

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Begriffe „digitales Lernen“, „digitale Bildung“ und „digitale Kompetenzen“ auch innerhalb des Bildungsbereichs nicht einheitlich verwendet werden, und dass sich an ihre Verwendung kontroversielle Fachdiskurse knüpfen.

 

Digital in der Praxis der (österreichischen) Erwachsenenbildung

Auch innerhalb der österreichischen Erwachsenenbildung wird „digital“ nicht einheitlich verwendet.

 

Das WIFI Österreich spricht von „digitalen Kompetenzen“ und beschreibt damit Anwendungskenntnisse.xxviii Vom Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich gibt es seit Oktober 2021 ein „Positions­papier Digitale Bildung“, in dem digitale Kompetenzen als „technische Fertigkeiten und Medienkompetenz“ benannt sind.xxix

 

Einzelne Anbieter verwenden den Begriff „digital“, um die Darbietungsform ihrer eigenen Angebote zu kennzeichnen, wie etwa das LFI, das unter „Digitales Lernen“ verschiedene Onlinekurse und Live-Veranstaltungen im Internet zusammenfasst.xxx xxxi

 

Viele andere Anbieter (wie z.B. BFI, aber auch WIFI, VÖV und andere) verwenden den Begriff „digital“ nicht zur (medialen) Beschreibung eigener Formate, sondern in den eigenen Kurs- oder Lehrgangstiteln, um die vermittelten Themen oder Inhalte zu beschreiben.

 

In diesen Kursen geht es häufig um „Digitale Werkzeuge“xxxii xxxiii xxxiv xxxv, aber auch um „Digitale Präsentationen“xxxvi, „Digitale Meetings“xxxvii oder „Digitale Teamarbeit“xxxviii – bis hin zu „Digitalen Alltagskompetenzen.“xxxix Auch Kurstitel wie „Digitale Lernangebote“xl, „Digitale Lernformen“xli und „Digitales Lehren und Lernen“xlii xliii gehören dazu, und es werden sogar Lehrgänge für „Digital-Trainer*innen“ angeboten.xliv xlv xlvi xlvii xlviii

 

Aufgrund der heterogenen Begriffsverwendung könnte man dabei eine hohe Anfälligkeit für Irrtümer vermuten. Dennoch dürfte Bildungsinteressierten recht klar sein, was in solchen Angeboten mit „digital“ gemeint ist: nämlich (nahezu) alles, was mithilfe von digitalen Werkzeugen und Medien umgesetzt wird. Es hat sich also auch in der Erwachsenenbildungspraxis eine alltagssprachliche Bedeutung von „digital“ durchgesetzt, die nicht auf veröffentlichten Definitionen beruht, aber einen breiten Konsens genießt.

 

Dabei ist „digital“ ein breiterer Oberbegriff als „online“. „Digital“ sollte daher nicht verwendet werden, wo „online“ einen Sachverhalt korrekt charakterisiert und ihn spezifischer bezeichnen könnte.

 

Referenzen

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