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Was man über Didaktik für hybride Events wissen muss

CC BY Beatrice Kogler – Redaktion/CONEDU, 2022

Die didaktische Umsetzung von hybriden Events ist anspruchsvoller als jene einer reinen Online- oder Präsenzeinheit. Die typischen didaktischen Herausforderungen eines hybriden Seminars und mögliche Lösungsansätze dafür erläuterte Birgit Aschemann in einer Keynote zum Thema „Chancen und Grenzen von hybriden Veranstaltungen". Zentrale Kriterien dabei sind die jeweiligen Veranstaltungsziele und die Erwartungen der jeweiligen Teilnehmenden-Gruppen. Außerdem braucht jede Sozialform im hybriden Setting eine eigene „Brücke" zur Verbindung zwischen Präsenzraum und Online-Raum. Sehen Sie hier die Aufzeichnung oder lesen Sie hier eine Zusammenfassung der Inhalte.

 

Die wichtigsten Aspekte einer gelungenen Hybrid-Didaktik haben wir nochmals in diesem Foliensatz (PDF) zusammengefasst. Die barrierefreie Textalternative (PDF) finden Sie hier.

 

Die wohl größte didaktische Herausforderung - die Überwindung des sogenannten „Hybriditätsgrabens" zwischen Präsenz- und Online-Gruppe - steht im Zentrum eines Artikels von Jöran Muuß-Merholz. Der Pädagoge beschreibt zunächst das didaktische Setting einer hybriden Veranstaltung und führt schließlich geeignete Moderationsmethoden an, mit denen Brücken zwischen dem Präsenz- und dem Online-Raum geschlagen werden können. Diese sind z.B. die Fishbowl-Methode oder der Einsatz von Saalmikrofonen in Kombination mit Online-Mikrofonen.


In einem Anschlussbeitrag illustriert Jöran Muuß-Merholz, wie sich zusätzliche Online-Kommunikationstools für den Austausch zwischen Präsenz- und Online-Gruppe nutzen lassen und wie Veranstalter diese bestmöglich in die Veranstaltung einbinden können. Egal, ob Chats, Social-Media-Dienste oder spezifische Event-Software zum Einsatz kommen: Es sollte stets dafür gesorgt sein, dass die Präsenzteilnehmenden das digitale Geschehen nicht nur über ihre eigenen Geräte verfolgen können, sondern dieses über Beamer oder Monitore im Präsenzraum sichtbar wird.

Grafik: CC BY, Jöran Muuß-Merholz / Grafiken von cocomaterial.com, http://twitter.com
„Bierdeckel-Skizze zum Hybriditätsgraben“ von Jöran Muuß-Merholz

Es ist klar, dass der*die Moderator*in die "Brücke" zwischen den beiden Teilnehmendengruppen bauen muss. Was bei der Hybrid-Moderation zu beachten ist und wie alle Teilnehmenden bestmöglich hörbar gemacht werden können, erläutern wir im Foliensatz "Hybride Veranstaltungen: Moderation in a nutshell" (PDF). Hier finden Sie die dazugehörige barrierefreie Textalternative (PDF).

 

Dass eine gelungene Verbindung von Online- und Präsenzgruppe von der Gestaltung der jeweiligen Räume abhängt, das vertritt auch Nele Hirsch. Sie denkt dabei auch an die physischen Räume, in denen sich die Online-Teilnehmenden befinden, und an die digitalen Komponenten im gemeinsamen Präsenzraum. Ihr Blogbeitrag enthält kreative Ideen zur Aufwertung dieser Räume, wie etwa das Versenden von Goodies, die in der Veranstaltung zum Einsatz kommen.

 

Nützliche Anregungen zur didaktischen Gestaltung von hybridem Unterricht lassen sich auch im Schul- bzw. Hochschulkontext finden. Harald Meyer von der PH Kärnten gab in einer eLecture der VPH Einblicke in seine Erfahrungen mit der Abhaltung von hybriden Lehrveranstaltungen und lieferte Anhaltspunkte für übertragbare Methoden aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen. Werden Eisbrecher-, Brainstorming-, oder Feedback-Aktivitäten über ein Online-Tool durchgeführt und im Präsenzraum über Beamer projiziert, ist eine Mitarbeit für alle Teilnehmenden möglich. Tandems zwischen Online- und Präsenzteilnehmenden kristallisierten sich als weitere Möglichkeit heraus, eine Verbindung zwischen Online- und Präsenzgruppe herzustellen.

Ausschnitt aus eLecture zum Thema Hybrid-DidaktikGrafik: CC BY, Virtuelle PH, November 2020, https://www.virtuelle-ph.at/
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