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Bildungsberater/in

Was lange währt, wird endlich...

Das Berufsfeld der BildungsberaterInnen ist in der österreichischen Erwachsenenbildung zwar seit den 1970er Jahren immer wieder diskutiert worden, konnte sich aber erst in den 1990ern als Beruf festigen und zählt seither zu den Wachstumsbranchen innerhalb der Erwachsenen- und Weiterbildung. Die Beratungstätigkeit selbst war anfänglich keine pädagogische Tätigkeit sondern stammt eigentlich aus den Bereichen Wirtschaft, Sport, Sozialarbeit und Psychologie, wo sich auch ihr Selbstverständnis als eigenständige Disziplin entwickelt hat.

Was ist Bildungsberatung?

Bildungsberatung bedeutet nicht nur "Weitergabe von Information, auch wenn dies natürlich ein wichtiger Bestandteil ist. Im Kern geht es darum, die Situation der Ratsuchenden zu thematisieren, ihre Lebensgestaltung und Lebensausrichtung ebenso anzusprechen wie Fragen bezüglich speziell geeigneter Bildungswege." (Quelle: REREAL-Projekt, Wallmann 2001)

Beratung als Entscheidungshilfe

Beratung kann dabei helfen, einen anderen Blickwinkel auf sich selbst und das eigene Leben einzunehmen. Sie kann (und soll) auch dazu beitragen, eine breitere Grundlage für Entscheidungen, die die weitere Bildungsbiographie betreffen, zu schaffen. Das Berufsbild "BeraterIn" ähnelt in bestimmten Punkten dem des Coaches, ist aber keineswegs mit diesem zu verwechseln.

Bildungsberatung - ein ausdifferenziertes Berufsfeld

Die Bildungsberatung hat sich in verschiedene Bereiche vorgetastet: in die Schulberatung, Aus- und Weiterbildungsberatung, Lernberatung, Qualifizierungsberatung, um nur einige zu nennen. Grundsätzlich kann Bildungsberatung in Qualifikations- und Weiterbildungsberatung unterteilt werden. Erstere konzentriert sich im Wesentlichen auf Unternehmen, zweitere auf Einzelpersonen, die ihre (weitere) Bildungskarriere planen wollen.

Bildungsberatung - ein boomender Sektor

Dass die Bildungsberatung in Österreich zu einem boomenden Sektor geworden ist, zeigen beispielsweise auch die Zahlen der BiBer-Bildungsberatung (Salzburg): belief sich die Zahl der durchgeführten Beratungen im ersten Jahr ihres Bestehens (1989) auf 334, so war diese bis zum Jahr 1998 bereits auf 1415 Beratungen angestiegen. Mittlerweile bieten eine beträchtliche Anzahl an (gerade auch traditionellen) Bildungseinrichtungen erfolgreich Beratung an. (Quelle: BiBer)

Supervision - eine spezifische Beratungsform

Supervision ist eine spezifische Beratungsform, die in beruflichen Angelegenheiten begleitend und unterstützend von Menschen genutzt wird. Unter Anleitung einer/eines Supervisorin/Supervisors werden Fragen und Themen, die sich aus den Anforderungen des Berufs ergeben, reflektiert, geklärt und zukünftige alternative Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.

Supervision bietet in diesem Kontext:

  • Reflexions- und Enstscheidungshilfe bei aktuellen Anlässen,
  • Unterstützung in herausfordernden oder belastenden Arbeitssituationen und Konflikten,
  • Klären und Gestalten von Aufgaben/Aufträgen, Funktionen und Rollen,
  • Begleitung bei Veränderungsprozessen und
  • Hilfe in der Bewältigung neuer Herausforderungen an.


Prophylaktisch kann Supervision bei Problemen wie Burnout und Mobbing sinnvoll eingesetzt werden. Supervision wird für Einzelpersonen, Teams und Gruppen aber auch für Organisationen angeboten.

Um als SupervisorIn den Anforderungen dieser professionellen Beratungsform gerecht zu werden, ist eine fundierte Ausbildung notwendig. Die Österreichische Vereinigung für Supervision (ÖVS) hat klare Qualitätskriterien (Zugangsberufe, die von anerkannten Ausbildungen und SupervisorInnen erfüllt werden müssen. Zur Qualitätssicherung hat die ÖVS Kommissionsarbeit und regelmäßige Weiterbildungsangebote für die Mitglieder etabliert.

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