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Online-Barcamp als Austauschformat für die Basisbildung

03.11.2021, Text: Karin Kulmer, Redaktion/CONEDU
Erfahrungen mit dem Distance Learning und Perspektiven für die Weiterentwicklung der Basisbildung standen beim Barcamp der Initiative Erwachsenenbildung im Fokus.
  • Onlinekonferenz (Symbolbild) Foto: Unsplash Lizenz, Sigmund, https://unsplash.com
    In gemeinsamen Austauschrunden entwickelten TeilnehmerInnen neue Ideen für die Basisbildung.
Am 20. Oktober lud die Initiative Erwachsenenbildung (IEB) zum Online-Barcamp – das partizipative Format richtete sich an Fachpersonen aus dem Feld der Basisbildung. Wie bei einem Barcamp üblich, konnten alle TeilnehmerInnen selbst Themen einbringen und ihre Erfahrungen teilen. Für viele war es das erste Online-Barcamp – als besonders positiv nahmen sie dabei den regen kollegialen Austausch wahr. Dieser erlaubte es, neue Ideen für den Unterricht sammeln und von den Erfahrungen anderer BasisbildnerInnen zu profitieren.

 

"Wir haben das erste Mal ein Barcamp veranstaltet", so Johanna Weismann, Leiterin der IEB-Geschäftsstelle. "Im Vorfeld war ich zugegebenermaßen skeptisch, wie das Format funktionieren wird. Am Ende des Tages überwog die Begeisterung. Abgesehen von den interessanten inhaltlichen Beiträgen der TeilnehmerInnen war der Prozess des Austausches, das gemeinsame Entwickeln von Ideen für die Basisbildung sehr wertvoll."

 

David Röthler, der mit der Durchführung des Barcamps betraut war, fand es besonders spannend zu sehen, „was passiert, wenn man Lernenden weitestgehende Verantwortung für den Lernprozess gibt. Es entstehen ganz von selbst Runden, in denen gemeinsam nachgedacht wird."

Das Barcamp-Format: aktiv Wissen und Erfahrungen einbringen

Ein Barcamp lebt davon, dass sich die TeilnehmerInnen aktiv mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen einbringen – etwa indem sie Sessions zu bestimmten Themen anbieten oder sich mit KollegInnen austauschen.

 

Beim Online-Barcamp der IEB konnten sich die TeilnehmerInnen bereits vorab auf einer Online-Pinnwand vorstellen und Sessions vorschlagen – zu Beginn der Online-Veranstaltung gab es dann ebenfalls die Möglichkeit zur Vernetzung mit KollegInnen. Die Sessionplanung erfolgte live mit dem Online-Whiteboard „Miro" – schlussendlich fanden elf Sessions in vier Räumen statt, die mit Hilfe von Online-Etherpads protokolliert wurden. Als Ausklang konnten sich die TeilnehmerInnen in einem informellen Online-Begegnungsraum zum Socializing treffen.

Diskussionen rund um Basisbildung und Digitalisierung

Digitales Lehren und Lernen in der Basisbildung wurde in mehreren Sessions thematisiert – etwa im Kontext des Distance Learning während der Covid-Akutphase. Dabei diskutierten die TeilnehmerInnen über mögliche Stolpersteine wie z.B. die Verfügbarkeit von Endgeräten und Infrastruktur, den Vorbereitungsaufwand oder Barrieren bei der Lese- und Sprachfähigkeit. Als Pluspunkte von Distance Learning wurde die hohe Flexibilität, die geographische Erreichbarkeit und das Lernpotenzial für TeilnehmerInnen und TrainerInnen rund um digitale Themen genannt.
 
Eine Session beschäftigte sich vor allem mit hilfreichen digitalen Tools – dazu zählen Messenger-Dienste, in denen z.B. Arbeitsaufträge, Fotos ausgefüllter Aufgabenblätter und Feedbacks übermittelt werden. Datenschutzfreundliche Alternativen zum bekannten Messenger WhatsApp sind etwa die Open Source Messenger Element und Matrix. Ergänzend können Online-Pinnwände wie z.B. Padlet mit Videos und Hörbeiträgen oder Learning-Apps eingesetzt werden. Im Blended Learning-Format bietet es sich an, begleitend mit schriftlichen Materialien zu arbeiten.
 
Damit das Lernen auch digital gut funktioniert, ist es ideal, wenn Onlinephasen im Präsenzunterricht vorbereitet werden können, so ein Ergebnis der Diskussion. Hier können TrainerInnen z.B. die Installation und Anwendung von Messenger-Diensten und das Arbeiten mit E-Mails thematisieren.
 
Das BarCamp wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und Erasmus+ finanziert.
 
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