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Alles über "Erwachsenenbildung als Beruf" zum Nachlesen

09.06.2020, Text: Wilfried Frei und Lucia Paar, Redaktion/CONEDU
Der vollständig aktualisierte Themenschwerpunkt informiert BerufseinsteigerInnen und alle, die in der Erwachsenenbildung arbeiten, über das Berufsfeld.
  • Foto: (C) Anna Rauchenberger Foto: Alle Rechte vorbehalten, Anna Rauchenberger, auf erwachsenenbildung.at
    Antworten rund um Fragen zum Berufsfeld Erwachsenenbildung gibt es im aktualisierten Dossier.
Die Pandemie und die damit verbundenen – vielleicht auch nachhaltigen – Veränderungen im öffentlichen Leben haben viele Menschen veranlasst, den Blick auf sich selbst zu richten. Wo will ich beruflich hin? Was will ich noch lernen? Wer nun bereit für einen Neustart ist und überlegt, ErwachsenenbildnerIn zu werden oder sich in diesem Beruf weiterzuentwickeln, findet grundlegende Informationen rund um das Berufsfeld im aktualisierten Dossier "Erwachsenenbildung als Beruf". Die sechs Inhalts- und zwei Servicebereiche des Dossiers umfassen ein breites Spektrum relevanter Informationen und Links für all jene, die in diesem Beruf tätig sind, oder es werden wollen. Hier ein erster Aufriss der Themenpalette.

Erwachsenenbildung ist ein differenziertes und wachsendes Berufsfeld

Allein die Statistik der gesetzlich anerkannten Verbände der Erwachsenenbildung (KEBÖ) listet für das vorvergangene Jahr 2018 insgesamt 61.500 beruflich in der Erwachsenenbildung tätige Personen, um rund 8% mehr als noch 10 Jahre davor. Davon sind 92% Frauen, und knapp 90% nebenberuflich tätig. Jene Beschäftigten, die in der betrieblichen Weiterbildung, an Schulen und Universitäten, in Vereinen und NGOs im Sinne einer erwachsenenbildnerischen Aufgabe tätig sind, wurden da noch nicht einmal mitgezählt – hierzu fehlen genauere, vergleichbare Auswertungen. Manche ExpertInnen schätzen die Zahl der ErwachsenenbildnerInnen in Österreich auf insgesamt über 100.000. Zum Vergleich: es gibt rund 129.000 Lehrerinnen und Lehrer in unserem Land.

Mit Menschen Arbeiten, trotz prekärer Bedingungen

Wenn Erwachsenenbildnerinnen oder Erwachsenenbildner ihren Beruf beschreiben, fallen Begriffe wie "vielfältig", "differenziert" oder "nah am Menschen". Sie erzählen von einem Arbeitsfeld, das viele unterschiedliche Bereiche umfasst - von Training und Lehre über Bildungsberatung bis hin zum Bildungsmanagement oder auch die Tätigkeit im Bibliothekswesen. Jeder Bereich hat in unterschiedlicher Art und Weise Kontakt zu Menschen, die sich weiterbilden und mit pädagogischen Zielsetzungen dabei begleitet werden.

 

"Teilzeit", "Prekariat" und "Ehrenamt" sind weitere Schlagworte, die fallen. Sie beziehen sich auf die oftmals problematischen Arbeitsverhältnisse von ErwachsenenbildnerInnen, die durch lose Vertragsverhältnisse, projektabhängige Stellen und volatile Teilzeitarbeit gekennzeichnet sind.
Dies zeigt das Spannungsfeld auf, in dem der Beruf angesiedelt ist.

ErwachsenenbildnerInnen haben vielfältige Aufgaben

Den größten Teil erwachsenenbildnerischer Tätigkeit machen lehrende Aufgaben aus. Die dazugehörigen Berufsbilder werden beispielsweise mit Trainer oder Kursreferentin, Seminarleiterin oder eTutor (für technologiegestützte Angebote) bezeichnet. Zum Bereich des Bildungsmanagements zählen auch Aufgaben wie Projektleitung, Netzwerkkoordination und vor allem die Planung von Lehr- und Lernprogrammen. Was man im Job als ErwachsenenbildnerIn genau macht, ist im Dossier nachzulesen.

ErwachsenenbildnerInnen brauchen fachliche und überfachliche Kompetenzen

Viele fragen: Was muss man können, und welche Abschlüsse braucht es für den Arbeitsmarktzugang oder das berufliche Fortkommen? Erwachsenenbildung gilt als atypischer Arbeitsmarkt, auf den viele Wege führen. Das Sammeln von formalen Qualifikationsnachweisen gilt zwar auch hier als Eintrittskarte in den Arbeitsmarkt. Aber auch die beruflichen Erfahrungen und die damit zusammenhängenden Fähigkeiten, also die erworbenen Kompetenzen, sind von Bedeutung. ErwachsenenbildnerInnen brauchen zur Ausübung ihres Berufs sowohl fachliche wie auch überfachliche Kompetenzen. Im Dossier finden Interessierte Kompetenzmodelle, die diese Vielfalt fassen und ordnen.

Ausbildungen für die Fachkarriere oder den Quereinstieg

Erwachsenenbildung lebt davon, dass es Fachleute gibt, die sich mit diesem Feld auskennen, es wissenschaftlich untersuchen, weiterentwickeln und bedarfsgerechte Bildungsangebote erschaffen. Vor allem braucht es Lehrende, die auf Basis einer spezifischen Fachkompetenz und Berufserfahrung Wissen aufbereiten und Lerngelegenheiten gestalten.

 

Häufig beginnen viele, vor allem Lehrende, eine erwachsenenbildnerische Tätigkeit zunächst ohne spezifische Ausbildung hierfür. Alle Berufsgruppen benötigen aber in der Regel ein pädagogisches Grundverständnis, das oft auch erst im Tun professionalisiert wird. Im Dossier sind Aus- und Weiterbildungsgänge für ErwachsenenbildnerInnen zusammengetragen, um sich über passende Bildungsangebote informieren zu können, die zu einer Qualifikation führen. Außerdem finden LeserInnen einen Medien- und Literaturpool, um in der Erwachsenenbildung am Laufenden zu bleiben. Zeitschriften, Datenbanken und Online-Literatur zum Thema Weiterbildung und Erwachsenenbildung sind dort zu finden.

Job suchen und Beruf finden

Auch wenn es kein Patentrezept gibt, wie man im Beruf als TrainerIn, BildungsberaterIn oder BildungsmanagerIn Fuß fassen kann, gibt es Tipps, die dabei helfen können. Im Dossier finden BerufseinsteigerInnen eine Zusammenstellung an Tipps und Ratschlägen von erfahrenen ErwachsenenbildnerInnen.

 

Zusätzlich gibt es eine Liste mit Links zu Jobportalen, auf denen nachweisbar auch Jobs für ErwachsenenbildnerInnen ausgeschrieben werden.

Über rechtliche Grundlagen im Beruf informieren

Das Berufsfeld ist einem raschen Wandel unterworfen und durch die vielfältigen Berufsbilder gibt es auch sehr unterschiedliche Beschäftigungsformen. Diese Vielfalt bringt häufig Fragen zu Arbeitsverträgen und zu Steuer- und Sozialversicherungsrecht mit sich. Im Dossier finden LeserInnen Antworten auf Fragen rund um gesetzliche Grundlagen, die für ErwachsenenbildnerInnen relevant sind.

Sich vernetzen und Gleichgesinnte finden

Verschiedene Formen der Beschäftigung, wie u.a. ein hoher Anteil neuer Selbstständiger unter den Erwachsenen- und WeiterbildnerInnen, führen zu verstärktem Vernetzungsbedarf. Auch der Projektcharakter von innovativen Angeboten sowie das fortlaufende Entstehen neuer Trendthemen tragen dazu bei, dass Kooperation immer beliebter und notwendiger wird. Welche Möglichkeiten es zur Vernetzung und zum Austausch gibt, darüber können sich Interessierte im Dossier informieren.

 

In den kommenden Monaten erscheinen hier noch weitere Hintergrund-Beiträge zum Berufsfeld Erwachsenenbildung, die dann auch im Dossier zu finden sein werden. Aktuelle News zum Thema finden Sie auch in unserer Serie "Arbeit und Erwachsenenbildung".

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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