7 Gründe für ein Ehrenamt in der Erwachsenenbildung
Grund 1: Schöne Momente kreieren
Schöne Momente, die im Gedächtnis bleiben, können auch durch Bildungsarbeit vor Ort entstehen.
Peter Löcker, Bildungswerkleiter von St. Margarethen, erinnert sich besonders an ein prägendes Ereignis aus seiner ehrenamtlichen Arbeit: „Ich habe einmal eine Sternwanderung organisiert. Da war die ganze Gemeinde auf den Beinen, inklusive Musikkapelle. Jeder Ortsteil ist mit einer Tafel einmarschiert, diese wurden in einem Kreis aufgestellt und mit einem Band verbunden. Danach hat sich jeder Ortsteil vorgestellt, die vier Wirte hatten gemeinsam gekocht und ausgeschenkt. Das war einzigartig. Am Abend ist ein Mann zu mir gekommen und mir beide Hände gereicht und sagte: ‚Jetzt bin ich schon über 80 Jahre alt und so einen schönen Tag habe ich noch nie erlebt!‘ Das geht unter die Haut.“
Grund 2: Neues zu vermitteln, hilft der Gesellschaft
Viele Menschen nehmen sich immer wieder neue Erkenntnisse aus Bildungsveranstaltungen mit und können so etwa veraltete Glaubenssätze ablegen, die der Gesellschaft schaden.
Stefanie Walch, Bezirksleiterin im Flachgau, drückt es so aus: „Die Erwachsenen stehen in der heutigen Gesellschaft vor Herausforderungen in der persönlichen Weiterentwicklung. Etwas Neues zu hören bzw. zu lernen oder bereits vorhandenes Wissen zu vertiefen hat eine positiv bestärkende Wirkung. Und durch diese Selbstermächtigung glaube ich, dass die Menschen besser für sich und die Gesellschaft entscheiden, was dann zu unser aller Vorteil wäre.“
Grund 3: Eigene Fähigkeiten weiterentwickeln
Wer ehrenamtlich in der Erwachsenenbildung arbeitet, arbeitet sich immer wieder in neue Themen ein, organisiert und vermittelt. Diese Fähigkeiten sind auch in vielen Berufen gefragt.
Birgit Karl, Bildungswerkleiterin von Ebenau, erlebt ihr Ehrenamt als Möglichkeit, sich selbst weiterzuentwickeln und auch andere bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen: „Ich arbeite in der Erwachsenenbildung, weil der Bereich Möglichkeiten bietet, berufliche Fähigkeiten zu entwickeln oder zu verbessern.“
Grund 4: Gemeinsam mit und für andere Menschen arbeiten
Erwachsenenbildung in der Gemeinde bedeutet immer auch Teamarbeit. Das gemeinsame Diskutieren und Organisieren bereitet vielen Ehrenamtlichen Freude.
Heidi Steiner, Bildungswerkleiterin von Grödig, arbeitet gerne im Team und möchte besonders eine Gruppe Bildungsveranstaltungen konzipieren, für die es wenig Angebot in ihrer Gemeinde gibt: „In den Schulen und in den Seniorenverbänden gibt es sehr viel Angebot. Die 20- bis 60-Jährigen haben hingegen wenig Bildungsmöglichkeiten außerhalb des beruflichen Bereiches. Mit macht es Freude, für diese Zielgruppe (und auch für alle anderen Interessierten), die eigene Kultur im Ort zu entdecken, hervorzuheben und dazu passende Veranstaltungen zu organisieren. Dabei arbeite ich mit Vereinen und der Pfarre zusammen.“
Grund 5: Erwachsenen bei Entscheidungen Orientierung bieten
Es ist ein schönes Gefühl, wenn man jemandem bei einer Entscheidung helfen kann. Bildungsveranstaltungen geben Menschen Orientierung, sodass sie bessere Entscheidungen für sich und die Gesellschaft treffen können.
Eva Höll, Bildungswerkleiterin von Rußbach, erklärt es so: „Ich sehe eine ausgewogene Bildung als Voraussetzung, um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. Die Digitalisierung und der Klimawandel bringen viele Zukunftsängste mit sich und damit auch jede Menge Fake News und Verschwörungstheorien. Wir als wahlberechtigte Erwachsene entscheiden, in welche Richtung es geht. Aus diesem Grund engagiere ich mich in der Erwachsenenbildung, denn Bildung ist das einzige wirksame Gegenmittel.“
Grund 6: Demokratie fördern
In der Erwachsenenbildung stehen immer wieder politische Themen auf der Agenda. Wer in einer Gemeinschaft freiwillig mitarbeitet und über politische Themen aufklärt, trägt seinen, bzw. ihren Teil zu einer funktionierenden Demokratie bei.
Christine Noppinger, Bildungswerkleiterin von Göming, führt immer wieder Veranstaltungen der politischen Bildung mit ihrem Mann durch: „Eine funktionierende Demokratie braucht Menschen, die freiwillig in der Gesellschaft mitarbeiten. Mit der Veranstaltung ‚Putins neue Weltordnung‘ gelang es meinem Mann und mir, ganz viele Menschen anzusprechen. Eine Zuhörerin meinte nachher, dass sie dem Vortrag noch viel länger zuhören hätte können! Was gibt es Schöneres als zufriedene Besucher!“
Grund 7: Menschen zusammenbringen
Bildung im Salzburger Bildungswerk bedeutet auch immer Begegnung. Diese stärkt das Gemeinschaftsgefühl im Ort.
Josef Noppinger, Bildungswerkleiter von Göming, : „Ich selbst versuche, Senior*innen digitale Themen näherzubringen und behandle in anderen Veranstaltungen Themen, die ich für wichtig halte. Dabei freut es mich immer, wenn viele Besucher*innen in unserer Gemeinde kommen.“
Inspiriert? In Salzburg sowie in anderen Bundesländern gibt es Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit. Weitere Informationen finden Sie, wenn Sie unten auf die Links klicken.
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