Freewriting fürs Klima – Meine Zukunft
In Gesprächen rund ums Klimathema fehlt es oft an positiven Zukunftsvisionen und Diskussionen rund um Lösungen. Freewriting kann dabei helfen, sich dem Thema zunächst kreativ zu widmen ohne dass die Probleme rund um den Klimawandel im Vordergrund stehen.
Voraussetzungen für das Freewriting
Damit das Freewriting funktioniert, müssen folgende Prämissen berücksichtigt werden:
- Lernende schreiben die Texte in erster Linie für sich selbst
- Teilnehmende dürfen alles aufschreiben, was ihnen durch den Kopf geht
- Ziel ist, die eigenen Worte und Gedanken auszuformulieren
So geht Freewriting
Das ist der Ablauf, den der*die Trainer*in zuerst erklärt:
- Der*die Trainer*in stellt die Stoppuhr auf 10 Minuten (Dauer ist variabel).
- Die Lernenden schreiben darauf los, was zum Thema durch den Kopf geht.
- Die schreibende Hand bleibt immer in Bewegung.
- Die Teilnehmenden schreiben die ganze Zeit weiter und lesen nicht, was sie schon geschrieben haben.
- Die Schreiber*innen löschen und streichen nichts.
- Die Schreiber*innen müssen nicht auf Rechtschreibung, Satzzeichen und Grammatik achten.
- Sie folgen den eigenen Gedanken– Exkurse sind willkommen.
- Wenn nichts mehr einfällt, wiederholen die Schreiber*innen das Thema oder den letzten Satz, bis ein neuer Gedanke kommt.
- Wenn die Zeit um ist, schreiben die Teilnehmenden den angefangenen Gedanken fertig und dann stoppen danach.
Für die Kreativität kann es förderlich sein, ein angenehmes Ambiente zu schaffen. Dies kann zum Beispiel auch durch eine Dekorierung des Raumes mit Bildern der Zukunftstapete geschehen.
Beim Schreiben ans Klima denken
Nach der allgemeinen Freewriting-Erklärung startet die Freewriting-Session zum Klima. Der*die Trainer*in stellt dazu für das Schreiben anleitende Sätze und Fragen zum Thema vor, die die Teilnehmer*innen beim Schreiben ergänzen bzw. beantworten. Zum Beispiel:
- So stelle ich mir meine klimaneutrale/klimapositive/klimafreundliche/ klimafitte Zukunft vor…
- Mein idealer klimafitter Lebensort schaut so aus…
Ergänzend dazu können Trainer*innen Folge-Fragen bzw. -Sätze formulieren. Zum Beispiel:
- Spannend finde ich hier...
- Herausfordernd ist, dass...
- Als nächstes werde ich...
- Ich sehe in meiner Vorstellung folgende Farben, Dinge, …
- Ich rieche Folgendes…
- Ich schmecke…
Ziel ist, dass sich die Teilnehmenden ihre klimafreundliche Zukunft vorstellen und erträumen können. Im nächsten Schritt gilt es, konkrete Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten, wie diese Vorstellungen erreicht werden könnten.
Über die Autorin: Marianne Dobner ist Mitgründerin, Trainerin und Multiplikatorin des Vereins "Hallo Klima!" und der Unternehmensberatung "Future Minds".
Serie und Dossier zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Hochwasser, Waldbrände, Hungersnot – Expert*innen der Klimaforschung warnen vor den Folgen extremer Wettereignisse durch den Klimawandel. Verschiedene politische Strategien wie etwa der UN-Aktionsplan Agenda 2030 versuchen, dieser Herausforderung zu begegnen. Dabei sehen sie auch Bildungsinstitutionen gefordert, Aufklärungsarbeit zu leisten, Diskurse zu ermöglichen und "grüne" Kompetenzen zu fördern. Wo setzt hier die Erwachsenenbildung an? In der Serie "Klima- und Umweltschutzbildung" versammeln wir Beiträge, die sich dieser Frage widmen und Antworten geben.
Was können wir in der Erwachsenenbildung in unserem eigenen Wirkungsbereich noch für den Klimaschutz tun? Tipps und Hintergründe rund um Klimaschutz in der Erwachsenenbildung – unter dem Dach der Nachhaltigkeitsperspektive – finden Sie in unserem Dossier "Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Erwachsenenbildung"!
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