Was wäre Bildung ohne Kunst & Kultur?
Die gesammelten Beiträge gibt es jetzt als E-Paper zum » Download.
(PDF, 68 Seiten, 8 MB)
Ihr Vorjahr hatten sich KorrespondentInnen aus Einrichtungen der österreichischen Erwachsenenbildung zusammengeschlossen, um auf www.erwachsenenbildung.at– dem österreichischen Fachportal der Community von ErwachsenenbildnerInnen - einen Themenschwerpunkt anhand einer Serie von Artikeln zu bearbeiten. Dabei sind Einblicke möglich geworden, die man so bisher im Überblick nicht finden konnte. Einblicke in ein der öffentlichen Wahrnehmung zuletzt eher entgangenes Segment von Erwachsenenbildung, das die Potenziale dieses Feldes in einer Buntheit und Tiefe beschreibt, wie man sie selten erlebt: dem von Kunst und Kultur.
Wie kam es dazu?
Beginnend mit 2007 wurde das Portal erwachsenenbildung.at, dessen Medieninhaber das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) ist, sukzessive für die Mitwirkung einer breiteren Gruppe von Autorinnen und Autoren geöffnet. In der Rubrik Aktuelles erscheinen seitdem Beiträge von KorrespondentInnen. Das sind MitarbeiterInnen von Einrichtungen der österreichischen Erwachsenenbildung. Sie betätigen sich in Verbänden und Projektnetzwerken, Koordinationsstellen und Anbieterorganisationen.
Viele von ihnen betreuen die Agenden der Öffentlichkeitsarbeit und Public Relations, repräsentieren ihre Einrichtung als EntscheidungsträgerInnen nach außen oder sind pädagogische MitarbeiterInnen mit Freude daran, über das Bildungsgeschehen zu schreiben. Mit Förderung des BMBF wurden und werden sie redaktionell aus- und weitergebildet und mit dem Pouvoir ausgestattet, zu selbst gewählten Themen Artikel auf erwachsenenbildung.at zu veröffentlichen.
Alle Artikel als Broschüre jetzt auch zum Herunterladen
Die nun als Broschüre vorliegende Publikation dokumentiert das erste gemeinsamen Produkt dieser KorrespondentInnen – eine Artikelserie. Sie haben das Thema gemeinsam bestimmt und sich im selbst gewählten Rahmen und Umfang darin eingebracht. Das ergibt keinen repräsentativen Überblick über das Feld, aber einen dort oder da exemplarisch vertiefenden Einblick.
Die Mehrzahl der Beiträge, die dabei entstanden sind, stammt nicht von den KorrespondentInnen selbst, sondern von Fachleuten, die sie dafür angeworben hatten. So sind aus KorrespondentInnen unversehens RedakteurInnen geworden, die andere unterstützt haben, ihre Überlegungen, Angebote und Erfahrungen in geeigneter Form mit der Öffentlichkeit zu teilen. Zwischen März und Dezember 2015 sind diese Beiträge sukzessive auf erwachsenenbildung.at erschienen. Jetzt liegen sie in gebundener Form vor.
Die Qualität der Begeisterung
Unterschiedliche Arten von Wissen und vielfältige Weisen, es zu repräsentieren, sind wichtig für die Entwicklung der Erwachsenenbildung. Mit erwachsenenbildung.at bieten wir ihnen allen eine Plattform. Die Beiträge in dieser Zusammenstellung sind vielfach geprägt von einer deutlich wahrnehmbaren Begeisterung der Autorin oder des Autors, die oder der über das eigene Tun und Wirken berichtet. Da mögen manche beim Lesen die selbstkritische Distanz zum Thema vermissen.
Ich lade jedoch ein, sich von der Freude am Tun und Gelingen anstecken zu lassen, die eine eigene Qualität darstellt. Eine Qualität, die oft allemal inspirierender ist, als ein theoretisch unterfütterter und kritisch reflektierender Traktat. Wer danach sucht, möge ergänzend das Magazin erwachsenenbildung.at (Meb) lesen, z.B. die Ausgaben über Ästhetische Bildung oder Kunst und Literatur, oder auch zu Community Education. Durch die theoretisch gerahmte Brille gelesen, erschließen sich die vorliegenden Berichte nochmals anders – auch kritisch.
Als Redakteur und geschäftsführender Herausgeber danke ich den Autorinnen und Autoren und vor allem den mitwirkenden Korrespondentinnen und Korrespondenten sehr herzlich für diese gelungene Kooperation. Regina Rosc als Vertreterin des Medieninhabers und Fördergebers BMBF sei gedankt für die konsequente Bereitschaft zur Öffnung des ehemals ausschließlich bundesstaatlichen Mediums www.erwachsenenbildung.at, durch die solch ein Ergebnis überhaupt erst möglich wurde.
Verein CONEDU (Hrsg.) (2016): Kunst & Kultur in der Erwachsenenbildung. Dokumentation der Serie von Artikeln aus dem Jahr 2015 auf www.erwachsenenbildung.at. ISBN: 978-3-9503966-2-1
Verwandte Artikel
KI-Kompetenzen in Österreich: Studie ernüchtert
Wie fit sind die Österreicher*innen in Hinblick auf Künstliche Intelligenz? Eine Sonderausgabe des Digital Skills Barometer gibt Aufschluss darüber.Fürchtet euch nicht: Zukunft mit KI in der EB
Der Tag der Weiterbildung 2024 des Bildungsnetzwerks Steiermark beleuchtete den Einsatz von KI aus verschiedenen Perspektiven und ermutigte zu einer positiven Haltung für die Zukunft.Nominierungen für den 27. Radiopreis der Erwachsenenbildung stehen fest
Von 135 Einreichungen kamen 20 Sendungen in die engere Auswahl.Wie verändert KI die Lernkultur(en)? Sieben Thesen
Künstliche Intelligenz in der Bildung beeinflusst unser Verständnis von Lehr- und Lernprozessen. Welche Lernkulturen fördert KI, und wie können Erwachsenenbildner*innen diesen Wandel aktiv mitgestalten?Wechsel in der Geschäftsführung des BFI Österreich
Nach 30 Jahren Arbeit für das Berufsförderungsinstitut (BFI) Österreich geht Geschäftsführer Michael Sturm in Pension. Sein Nachfolger Gerald Strobel hat die Geschäfte mit 1. Oktober 2024 übernommen.KEBÖ-Jahrestagung 2024 unter dem Motto „DEMOKRATIE lernen“
Am 26. September 2024 ging die Jahrestagung der Konferenz der Erwachsenenbildung (KEBÖ) mit rund 130 Teilnehmer:innen in Wien erfolgreich über die Bühne.