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Durch Sprachenlernen zu mehr Nachhaltigkeit

08.01.2016, Text: Elisabeth Feigl, VÖV, Redaktion: Barbara Kreilinger, VÖV
Die Anliegen der UN-Klimakonferenz nach einem nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen sind noch in vielen Köpfen. Wie kann man sie beim Sprachenlernen integrieren?
  • Foto: Vojtech Chejka
    reuse, reduce and recyle
Die UN-Klimakonferenz ist kaum vorbei und das Thema Nachhaltigkeit in unser aller Köpfe. Doch was kann jede/r einzelne von uns dazu beitragen, dass unser Planet lebenswert bleibt? Wie können wir auch andere zum Nachdenken bewegen über unsere Ressourcenverwendung? Und wie kann Nachhaltigkeit in ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht ermöglicht werden?

 

„Nachhaltig“ Sprachenlernen


Das Sprachenlernen- und lehren bietet eine gute Gelegenheit, das Thema als Querschnittsmaterie einfließen zu lassen. Aus diesem Grund wurden im Erasmus+ Projekt "SustAEnable" Übungen und Aufgaben zum Einsatz im Sprachenunterricht in der Erwachsenenbildung entwickelt. Sie können auf unterschiedlichen Niveaustufen je nach Kenntnissen und Interessen eingesetzt werden.


So erforschen die TeilnehmerInnen etwa den Inhalt ihres Kühlschranks, diskutieren über smarte Häuser der Zukunft oder spielen Saison-Gemüse-Domino. Die Materialien wurden für für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, Englisch, Spanisch, Tschechisch und Schwedisch entwickelt; viele der Aktivitäten können aber auch für andere Sprachen oder die Basisbildung adaptiert werden.

 

Da das Thema Nachhaltigkeit sehr umfangreich ist, konzentrieren wir uns im Projekt auf die drei Themengebiete:

  • was wir essen
  • unsere technische Welt
  • wie wir leben.

 

Im Online-Ressourcenpool finden sich dazu rund 100 detailliert beschriebene Aktivitäten.


Warum Nachhaltigkeit mit Sprachenlernen verbinden


Das Erlernen von Sprachen ist ein komplexes Unterfangen: Die intellektuellen Fähigkeiten, Denkprozesse und Meinungen eines erwachsenen Lernenden fast immer höher entwickelt sind als die Kenntnisse in der Fremdsprache. So kann es eigenartig erscheinen, die Komplexität des Sprachlernprozesses mit einem komplizierten Thema wie Nachhaltigkeit zu verbinden.


Die Erfahrungen im Projekt SustAEnable haben aber gezeigt, dass diese Methode funktioniert: Das Erlernen einer Fremd- oder Zweitsprache bietet ausgezeichnete Möglichkeiten, das Themengebiet der Nachhaltigkeit zu erkunden. Denn: fast jeder Mensch hat eine eigene Meinung dazu. Das Thema regt zur Diskussionen an und ruft Meinungsverschiedenheiten hervor, wodurch es sich als perfektes Werkzeug zum Sprachenlernen eignet und auf einfache Weise in den Unterricht eingebaut werden kann. Die Aneignung einer Fremdsprache ist eine bereichernde und lebensbejahende Erfahrung, wobei die Sprache der Nachhaltigkeit wichtigen und interessanten Lehrstoff bietet und für Lernende mit Sicherheit auf ihrem Weg von Nutzen sein wird.


Warum setzen wir uns mit diesem Thema auseinander


Nachhaltigkeit bedeutet für uns, darüber nachzudenken wie wir leben, welche Ressourcen wir verwenden und was unser Lebensstil für andere Menschen, Tiere und Pflanzen (auf anderen Kontinenten) bedeutet und was für die nach uns kommenden Generationen übrig bleiben wird. Nachhaltigkeit ist ein komplexer Begriff, der sowohl ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte miteinschließt.


Nachhaltig leben bedeutet auch, sich immer stärker dessen bewusst zu sein, wie unser alltägliches Leben die Welt um uns beeinflusst und zu lernen mit nicht nachwachsenden Rohstoffen sowie wertvollen Ressourcen achtsamer und sparsamer umzugehen. Beim Lernen der Sprache/n von Ländern, die wir besuchen oder in denen wir (als MigrantInnen) leben, können wir ein neues Verständnis von Nachhaltigkeit entwickeln und uns so aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligen, indem wir ein erfülltes und reiches Leben als kurzer Gast oder ständige/r BewohnerIn führen. Das heißt, das Thema geht uns alle an.

Weitere Informationen:

 

This project has been funded with support from the European Commission. This publication [communication] reflects the views only of the author, and the Commission cannot be held responsible from any use which may be made of the information contained therein.

 

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