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Eine neue App und eine starke Community: Ziele für die Zukunft von EPALE

23.10.2019, Text: Lucia Paar, Online-Redaktion
Wie sich die europäische E-Plattform für Erwachsenenbildung (EPALE) weiter entwickeln soll, erfuhren und diskutierten Interessensgruppen aus verschiedenen Ländern auf der EPALE Stakeholder Konferenz.
  • Foto: CC BY, CONEDU/Paar, auf erwachsenenbildung.at
    Die EPALE Stakeholder Konferenz fand von 1. bis 2. Oktober 2019 in Warschau statt.
  • Foto: Alle Rechte vorbehalten, PETER SADOWSKI PHOTOGRAPHER, https://petersadowskiphotographer.pixieset.com
    Die Moderatorin Tamsin Rose führte durch die Konferenz.
"Hahahaha ... Mhhhh ...Ping", tönt es aus dem Saal. Die Moderatorin Tamsin Rose dirigiert die TeilnehmerInnen vom Podium aus und lässt sie im Chor eine Geräuschkulisse kreieren. Die Leute lachen. Der Ice-Breaker zur EPALE Stakeholder Konferenz, die von 1. bis 2. Oktober 2019 stattfand, hat funktioniert.

 

RepräsentantInnen aus Ministerien der verschiedenen Länder, EPALE-Mitglieder, europäische Stakeholder und VertreterInnen der Europäischen Kommission diskutierten an diesen beiden Tagen in Warschau/Polen über die zukünftige Entwicklung der EPALE-Plattform.

EPALE plant App für ErwachsenenbildnerInnen

40% der EPALE UserInnen greifen mit Mobilgeräten auf die Website zu. Dem will EPALE nachkommen und plant eine App, erzählte Wilhelm Vukovich aus der Generaldirektion Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Europäische Kommission. UserInnen sollen dort auf einfache Weise wichtige Inhalte abrufen und bei Diskussionen mitmachen können. Auch Push-Benachrichtigungen soll es geben. Dabei erhalten die UserInnen aktuelle Informationen direkt als Meldung auf ihr Smartphone.

 

Zukünftig will man auch noch stärker auf digitale Lernressourcen setzen: mehr Webinare, offene Bildungsressourcen und Moocs will man den UserInnen bieten. Darüber hinaus soll es einen Online-Kurs Katalog geben, die Suche nach ProjektpartnerInnen soll verbessert und an der Benutzerfreundlichkeit gearbeitet werden: weitere Sprachversionen, eine verbesserte Suchfunktion und ein neues Aussehen wurden angekündigt.

Ein gemeinsames "Lagerfeuer" als Schlüssel für EPALE

Für eine Plattform wie EPALE sei eine aktive Community das A und O, da waren sich die Gäste bei der Podiumsdiskussion einig. "Wir glauben, dass Netzwerke wichtig sind, um die Dinge voranzubringen," sagte etwa Gina Ebner, Generalsekretärin des Europäischen Verbandes für Erwachsenenbildung EAEA. Was EPALE dabei leisten könne, sei die Verbindung der Stakeholder auf europäischer und nationalen Ebene mit der Zivilgesellschaft in der Erwachsenenbildung, so Ebner.

 

Von einem "gemeinsamen Lagerfeuer" sprach Christian Friedrich, Referent für Wissenschaft und Bildung bei Wikimedia Deutschland. Dieses brauche es für eine lebendige Gemeinschaft. Damit wolle er aussagen, dass es eine gemeinsame Sache, ein gemeinsames Problem und gemeinsame Lösungen braucht, die den Menschen eine Art Identität verleihen. Darüber hinaus betonte er, dass auch ein niederschwelliger Zugang für die Menschen, die beitragen sollen, wichtig ist und nannte Wikipedia als Beispiel. Hier könne man einfach beitragen, auch ohne Login.

 

Filiz Keser-Aschenberger vom Zentrum für Bildungsmanagement und Hochschulentwicklung an der Donau-Universität Krems/Österreich sieht die Verantwortung für eine aktive Community auch bei der Gemeinschaft selbst; "Als Forscherin forsche ich. Aber was hat das für eine Bedeutung, wenn das die PraktikerInnen nie erreichen wird?", fragte sie. Sie finde es wichtig, dass man als WissenschaftlerIn nicht nur in wissenschaftlichen Magazinen veröffentlicht, sondern auch dort, wo die Inhalte jene ErwachsenenbilnderInnen erreichen kann, die in der Praxis tätig sind.

Die Mehrheit der EPALE-UserInnen sind Bildungsanbieter

Einen Überblick darüber, wie und welche UserInnen EPALE derzeit in der europäischen Erwachsenenbildungslandschaft nutzen, gab Faye Hindle-Lewis vom Central Support Service (CSS). Demnach gibt es mit Stand August 2019 56.750 registrierte Mitglieder. Die meisten davon stammen aus der Türkei, Italien und Polen.

 

Eine Umfrage unter den UserInnen ergab, dass die meisten bei Erwachsenenbildungsanbietern tätig sind. Auch ForscherInnen, Studierende, Erasmus+ ProjektpartnerInnen, PolitikerInnen und andere Stakeholder nutzen die Website, sagte Hindle-Lewis.

 

Als Hauptgrund für die Nutzung nannte die Mehrheit der UserInnen, dass auf EPALE praktische Informationen zu finden seien, die für den eigenen Job relevant sind. Sich über aktuelle Nachrichten und Veranstaltungen zu informieren, ist ebenso ausschlaggebend, das ergab die Umfrage.

Quelle: EPALE E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa
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