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Call verlängert: Anerkennung von Kompetenzen

28.09.2018, Text: Christine Bärnthaler, Online-Redaktion
Die Validierung und Anerkennung von Kompetenzen gibt der Erwachsenenbildung einen neuen Impuls. Der Call des Magazin erwachsenenbildung.at wurde bis 25.01.2019 verlängert. Vielfältige Einreichungen zu konzeptionellen und praktischen Aspekten sind gefragt.
  • Foto: CC0 Public Domain, https://pixabay.com
    Call zu Validierung und Anerkennung von Kompetenzen wurde verlängert – reichen Sie noch bis 25.01.2019 einen Beitrag ein!

Beiträge zu spezifischen Anerkennungsverfahren und Beratungsangebote sind gefragt

Die Erfassung von informell oder non-formal erworbenen Kompetenzen und Arbeitserfahrungen und die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen (Validierung) stellen eine Herausforderung für die Erwachsenenbildung dar. Besonders in Hinblick auf eine gelingende Integration von MigrantInnen in den Arbeitsmarkt sind spezifische Anerkennungsverfahren und Beratungsangebote gefragt, die auf länderübergreifende Kompetenz- und Qualifikationserfassung abzielen und eine zielgruppengerechte Kompetenzerfassung ermöglichen. Neuzugewanderte bringen vielfältige Erfahrungen, Fähigkeiten und Qualifikationen mit, die mit den Kompetenzprofilen der Berufsbilder in den EU-Ländern in der Regel nicht vergleichbar sind. Die 2017 von einer Arbeitsgruppe des österreichischen BM für Bildung erstellte Strategie zur Validierung nicht-formalen und informellen Lernens (Validierungsstrategie) lässt erwarten, dass auch in Österreich in nächster Zeit Konzepte und Verfahren entwickelt und umgesetzt werden, die Bildungsabschlüsse leichter objektivieren und vergleichbar machen.

 

Call zu Validierung und Anerkennung – Aufruf zu vielfältigen Einreichungen

Die kommende Ausgabe 37 des Magazin erwachsenenbildung.at widmet sich den Themen Validierung und Anerkennung von Kompetenzen. AutorInnen aus Wissenschaft und Praxis sind eingeladen, noch bis 25. Januar 2019 Beiträge in verschiedenen Rubriken einzureichen, die Konzepte und Erfahrungen sowie Herausforderungen rund um diesen Themenkreis vorstellen bzw. diskutieren. Die Veröffentlichung erfolgt im Juni 2019. HerausgeberInnen dieser Magazin-Ausgabe sind Bildungsexpertin Julia Schindler vom Verein Frauen aus allen Ländern und Bildungsforscher Lorenz Lassnigg vom Institut für Höhere Studien. Fragestellungen des Calls sind u.a.:

  • Welchen Stellenwert hat die Validierung und Anerkennung im Rahmen der Bildungspolitik und –theorie und welche Ziele, Funktionen und Folgewirkungen sind damit verbunden?
  • Welche Herausforderungen treten für die an Lern- und Bildungsprozessen beteiligten AkteurInnen und deren Institutionen auf?
  • Welche speziellen Instrumente zur Validierung und Anerkennung sind verfügbar und gibt es national und international Forschungsergebnisse zu ihrer Wirksamkeit?
  • Wo steht Österreich im europäischen und internationalen Vergleich?

 

Zum Beispiel: Projekt SCOUT entwickelt Instrumente zur Kompetenzerfassung

In den letzten Jahren sind in Europa im Themenbereich Validierung und Anerkennung zahlreiche Initiativen entstanden. Das Erasmus+-geförderte Projekt SCOUT („aSsessing Competences fOr fUTure") richtet sich z.B. an BildungsberaterInnen in sechs europäischen Ländern, die mit zugewanderten Menschen arbeiten. Zugewanderte sollen durch eine Analyse ihrer vorhandenen Kompetenzen und eine anschließende fundierte (Bildungs-)Beratung passende Bildungsangebote finden und dadurch erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt erlangen. Im 2017 bis 2019 laufenden Projekt wird dazu ein Methodenkoffer für die BeraterInnen erstellt und das EU-weit bewährte Instrument des ProfilPASS zielgruppenspezifisch weiter entwickelt. Eine wesentliche Herausforderung bei der Erfassung von Kompetenzen ist die Sprachbarriere. Daher wird der ProfilPASS in Einfache Sprache übersetzt und der Zugang zu diesem zentralen Kompetenzerfassungsinstrument durch ein passendes Layout mit graphischen Elementen und Visualisierungen erleichtert. Ratsuchende sollen dadurch befähigt werden, selbständig mit den Instrumenten zu arbeiten und eine erste Bestandsaufnahme ihrer Kompetenzen machen zu können.

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