Aktuelle SORA-Studie zur beruflichen Weiterbildung
Das Berufsförderungsinstitut (BFI) Österreich beauftragte das SORA Institute for Social Research and Consulting im Frühjahr 2015 zum dritten Mal mit einer Untersuchung der Situation am Weiterbildungsmarkt und der Positionierung des BFI. Die Vergleichsstudien fanden in den Jahren 2005 und 2008 statt. Befragt wurden jeweils rund 2.000 Personen zwischen 19 und 65 Jahren, repräsentativ für die österreichische Erwerbsbevölkerung, ausgenommen Vorarlberg, wo erst kürzlich ein BFI gegründet wurde.
Hohe Weiterbildungsbeteiligung - mit Unterschieden
Die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung blieb relativ stabil. 14 % nahmen zum Befragungszeitpunkt an einem Kurs teil, weitere 28 % hatten in den letzten drei Jahren eine Weiterbildung besucht und 6 % planten für die nächsten zwölf Monate eine Kursteilnahme. Die Anzahl der "Bildungsinteressierten" liegt somit bei insgesamt 48 %. Nach wie vor beteiligen sich Jüngere, höher Gebildete und leitende Angestellte bzw. öffentlich Bedienstete intensiver an beruflicher Weiterbildung als der Durchschnitt. Mehr als 80 % der Weiterbildungsinteressierten erachten lebenslanges Lernen für die Bewältigung beruflicher Aufgaben und den beruflichen Aufstieg als wichtig, drei Viertel für die persönliche Weiterentwicklung.
Internet ist Hauptinformationsquelle
In den letzten sieben Jahren hat das Internet gedruckte Medien als Informationsquellen für Weiterbildung weit hinter sich gelassen. Jede/-r Zweite informiert sich im Internet, 2008 war es jede/-r Zehnte. Man recherchiert meist direkt auf den Websites der Anbieter oder man sucht über Google. Fachspezifische Websites werden von 15 %, Weiterbildungsportale und -datenbanken von 12 % als Informationsquellen genannt. Soziale Medien spielen hingegen so gut wie keine Rolle. Wichtige Quellen sind außerdem Vorgesetzte und KollegInnen: 35 % informieren sich am Arbeitsplatz bzw. werden dort informiert. Kursbuchungen werden ebenfalls zunehmend über das Internet abgewickelt. Zwei von drei Befragten würden Kurse über Internet buchen, jeder Dritte hat das bereits getan.
Berufliche Weiterbildung wird meist aus mehreren Töpfen finanziert
In zwei von drei Fällen wird berufliche Weiterbildung aus mehreren Quellen finanziert. Nur bei 14 % bezahlte ausschließlich der Betrieb die Weiterbildung, bei 11 % wurde sie zu 100 % vom Arbeitsmarktservice (AMS) finanziert, 9 % bezahlten ihre Weiterbildung zur Gänze selbst. In vier von zehn Fällen beteiligte sich der/die ArbeitgeberIn an der Finanzierung, drei von zehn Befragten zahlten selbst mit und bei 27 % trug das AMS zumindest einen Teil der Kosten.
So gut wie alle Weiterbildungsinteressierten kennen das BFI
Auf die Frage nach österreichischen Weiterbildungsanbietern nannten 36 % das BFI an erster Stelle. In Summe fiel das BFI zwei von drei Befragten
(69 %) spontan ein, weitere 24 % kannten das BFI nach Namensstützung. Nur 7 % der bildungsinteressierten ÖsterreicherInnen hatten noch nie vom BFI gehört. Auch bei der letzten Befragung war das BFI insgesamt 93 % bekannt, spontan fiel es jedoch nur jedem/jeder Zweiten ein. In allen acht untersuchten Bundesländern ist das BFI ein Begriff. Über dem Durchschnitt liegt die Bekanntheit in der Steiermark, in Tirol und in Kärnten.
Deutliche Imageverbesserung
Im Vergleich zur letzten Befragung konnte das BFI auch sein Image verbessern - sowohl bei seinen KundInnen als auch bei jenen, die es nur dem Namen nach kennen. Alle abgefragten positiven Eigenschaften wurden dem BFI wesentlich häufiger zugeordnet als 2008. Besonders hervorzuheben sind der gute Ruf und die anerkannten Abschlüsse, die gute Beratung, die Praxisnähe der Kursinhalte sowie die große Kompetenz der TrainerInnen. Auch die Eigenschaften "erfolgbringend", "aktuell" und "qualitätsvoll" wurden deutlich öfter zugeordnet. "Die gemeinsame Arbeit der BFIs an einem starken, einheitlichen Marktauftritt hat Wirkung gezeigt", freut sich der Geschäftsführer des BFI Österreich, Michael Sturm. "Dass auch die Bewertungen der BFI-KundInnen, die bereits sehr positiv waren, noch besser geworden sind, beweist außerdem: Hinter den guten Imagewerten stehen Qualitätsangebote und engagierte, kompetente BeraterInnen und TrainerInnen."
BFI-Kurse bringen berufliche und persönliche Vorteile
Fast jede/-r dritte Bildungsinteressierte hat schon einen oder mehrere Kurse am BFI besucht. Die Zufriedenheit ist hoch: Fünf von zehn waren mit dem besuchten Kurs "sehr zufrieden", weitere vier von zehn "ziemlich zufrieden". Hauptmotive für den Kursbesuch waren die Erweiterung von Kompetenzen für den derzeitigen Beruf und die Verbesserung der Karriereaussichten bzw. der Chancen bei der Jobsuche. Die Erwartungen wurden erfüllt: Auf die Frage, was ihnen die Weiterbildung am BFI gebracht hat, nannten 35 % bessere Kompetenzen und 20 % neue Aufgaben im derzeitigen Beruf. 26 % verhalf ihr Kurs zu einem neuen Job, 16 % zu mehr Einkommen. 31 % hat ihr Kursbesuch auch persönliche Vorteile gebracht: Man traf interessante Menschen und hatte Spaß beim Auffrischen von Wissen oder Erlernen von Fähigkeiten, auch für den privaten Gebrauch. "Eine Bestätigung dafür, dass das BFI hält, was unser Claim verspricht", bemerkt Sturm zufrieden: "Bildung. Freude inklusive."
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