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wba-Diplom auf Stufe 6 des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR)

01.12.2021, Text: Giselheid Wagner, wba, Redaktion: Karin Reisinger, wba
Das wba-Diplom ist damit auf gleicher Stufe wie ein Bachelor- und Ingenieursabschluss. Es baut auf das wba-Zertifikat der NQR-Stufe 5 auf.
  • Puzzle, auf einem Puzzel-Teil steht "Qualifikation" Montage: Pixabay Lizenz,  422737, bearb. durch CONEDU, https://pixabay.com
    Der NQR dient dazu, Qualifikationen besser einordnen und miteinander vergleichen zu können.
Mit der erfolgreichen Einordnung des wba-Diploms in den NQR ist der wba ein weiterer wichtiger Schritt bei der Platzierung ihrer Abschlüsse im europaweit genutzten Transparenzinstrument des NQR gelungen: Nach dem wba-Zertifikat, das bereits im Juli 2020 auf Stufe 5 zugeordnet wurde, ist das wba-Diplom nun auf der strategisch wichtigen Stufe 6 eingeordnet – und befindet sich damit auf der gleichen Stufe wie der universitäre Bachelor und die Ingenieursqualifikation.

 

Logo: NQR Stufe 6

Professionalisierende Wirkung

Die wba-Abschlüsse sind Professionsmarker für die österreichische Erwachsenenbildung: Mit ihrem lernergebnisorientierten Qualifikationsprofil haben sie seit Jahren professionalisierende Effekte auf die gesamte Branche und stellen einen umfassenden Kompetenznachweis für ErwachsenenbildnerInnen dar. Sie bilden zudem weit über die gemeinnützige Erwachsenenbildung hinausgehende Anreize zur Weiterentwicklung des Personals in der Erwachsenenbildung. Die Einordnung in den NQR unterstreicht dies umso mehr.

Qualifikationsprofil extra weiterentwickelt

Für die Einreichung des Ansuchens wurde das wba-Diplom weiterentwickelt. Ziel war es, den Abschluss stärker auf die NQR-Stufe 6 auszurichten, stringenter zu gestalten und klarer vom wba-Zertifikat abzugrenzen. In einem einjährigen Entwicklungsprozess arbeiteten VertreterInnen des Kooperativen Systems der österreichischen Erwachsenenbildung gemeinsam mit der wba daran, die Zielgruppe des wba-Diploms heraus zu arbeiten, eine eigene Praxisdefinition für das wba-Diplom zu formulieren und sämtliche Kriterien aufeinander abzustimmen. Herausgekommen ist eine stimmige Qualifikation, die sich an langjährig in der Erwachsenenbildung tätige Personen mit Leitungs- und Führungserfahrung wendet.

Anerkennung von Kompetenzen

Das Besondere an den wba-Abschlüssen ist der Weg, auf dem sie erworben werden: Statt einer klassischen Ausbildung oder eines Lehrgangs bietet die wba ein Anerkennungsverfahren an, im Fachjargon auch Validierung genannt. TeilnehmerInnen reichen bereits absolvierte Aus- und Weiterbildungen ein und beschreiben ihre erwachsenenbildnerische Praxis und Berufserfahrung. Anerkannt wird, was sich mit dem wba-Qualifikationsprofil deckt; noch offene Bereiche werden in Form von modularen Weiterbildungen nachgeholt. Durch jeweils passende Feststellungsverfahren (z.B. Assessment, schriftliche Arbeit, mündliches Gespräch) werden die Anforderungen in der Praxis überprüft und bestätigt.

Aufeinander aufbauend: wba-Zertifikat und wba-Diplom

Während sich das wba-Zertifikat als breite Basisqualifikation an alle ErwachsenenbildnerInnen richtet, spezialisieren sich KandidatInnen im wba-Diplom auf ihr Tätigkeitsfeld. Zur Auswahl stehen: Lehren/Gruppenleitung/Training, Beratung, Bildungsmanagement oder Bibliothekswesen. Neben umfassenden Kompetenzen im gewählten Schwerpunkt sind Leitungs- und Führungskompetenz, Bildungstheoretische Kompetenz, Soziale sowie Personale Kompetenz nachzuweisen. Mit einer Diplomarbeit zeigen KandidatInnen, dass sie ein berufs- und praxisbezogenes Thema unter Einbezug von Fachliteratur schriftlich bearbeiten können; im abschließenden Fachgespräch stellen sie ihre auf langjähriger Erfahrung basierende Leitungs- und Führungskompetenz unter Beweis.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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