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Call for Papers: Erwachsenenbildung und Sprache

16.11.2021, Text: Simone Müller, Redaktion/CONEDU
Bis 30. Mai 2022 ist es möglich, Beiträge für das Magazin erwachsenenbildung.at einzureichen, die sich mit der Rolle von Sprache in Lern- und Bildungsprozessen Erwachsener auseinandersetzen.
  • Logo: Call for Papers Magazin erwachsenenbildung.at Grafik: CC BY, Sabine Schnepfleitner/CONEDU, auf erwachsenenbildung.at
    Die Einreichfrist für die Ausageb zu Erwachsenenbildung und Sprache endet am 30. Mai 2022.
  • Buchstaben Foto: Unsplash-Lizenz, Amador Loureiro, unsplash.com
    Die Einreichfrist für die Ausageb zu Erwachsenenbildung und Sprache endet am 30. Mai 2022.
Sprache ist Grundlage der menschlichen Kommunikation und spielt daher auch in Lern- und Bildungsprozessen eine zentrale Rolle. Sie ermöglicht es, Inhalte zu verstehen und zu lernen, kann aber zugleich ausschließend wirken, etwa wenn die sprachlichen Anforderungen der Bildungseinrichtung nicht mit dem individuellen Sprachvermögen der Lernenden zusammenpassen. Denkt man über "Erwachsenenbildung und Sprache" nach, eröffnen sich noch viele weitere Themenfacetten: Sprache als Wirklichkeitskonstruktion, Sprachunterricht, Sprachpolitik, Mehrsprachigkeit in der Erwachsenenbildung, Sprache als Mittel für die gesellschaftliche Teilhabe und Sprache als Macht- und Herrschaftsfrage.

 

Diesem breiten Themenfeld möchten Julia Schindler von der Universität Innsbruck und Annette Sprung von der Universität Graz in der Ausgabe 47 des Magazin erwachsenenbildung.at nachgehen. Es können Beiträge eingereicht werden, die sich grundsätzlich mit dem Thema "Erwachsenenbildung und Sprache" beschäftigen, oder solche, die einen praxisorientierten Blick auf das Thema werfen. Besonders erwünscht sind für diese Ausgabe international ausgerichtete oder sprachenübergreifende Beiträge.

Wie hängen Sprache, Denken und Bildung zusammen?

Eine allgemeine Auseinandersetzung mit dem Thema "Erwachsenenbildung und Sprache" könnte den Wandel von Begriffen und Terminologien in der Erwachsenenbildung untersuchen. Dahinter steht auch die Frage, welche Diskurse und Sprachpolitiken hinter begrifflichen Veränderungen stehen und was das veränderte Sprechen im Feld bewirkt. Außerdem ist von Interesse, wie gesellschaftliche Verhältnisse Sprache miterzeugen und umgekehrt. Welche Macht- und Herrschaftsaspekte treten dabei hervor?

Wie sieht Lehren und Lernen von Sprache in der Praxis aus?

Das Lehren und Lernen von Sprachen hat in der Erwachsenenbildung eine lange Tradition. Aber wie sieht die Realität im und rund um den Kursraum aus? Beiträge könnten sich mit didaktischen Konzepten und Trends im Sprach- und Schriftspracherwerb auseinandersetzen oder mit der Validierung und Zertifizierung von Sprachkenntnissen. Weitere Fragen dazu sind: Wie kann sprachsensibler Unterricht gelingen? Und wie beeinflusst die Digitalisierung Sprachunterricht und das Sprachenlernen? Welche Einstellungen und Haltungen haben ErwachsenenbildnerInnen zum Thema Sprache und wie äußern sich diese in ihren Bildungsangeboten?

Mehrsprachigkeit als Herausforderung oder Chance?

"Mehrsprachigkeit" wird im politischen Diskurs unterschiedlich bewertet. Für die Erwachsenenbildung stellen sich dazu auch zahlreiche Fragen: Welche Herausforderungen entstehen mit Bezug auf Mehrsprachigkeit in der Erwachsenenbildung? In welche (politischen) Rahmenbedingungen sind diese Herausforderungen eingebettet? Und: Wie kann Mehrsprachigkeit als Chance und Ressource für Lern- und Bildungsprozesse Erwachsener genutzt werden? In diesem Zusammenhang ist auch ein selbstreflexiver Blick von ErwachsenenbildnerInnen gefragt: Wie gehen sie mit Mehrsprachigkeit um und welche Rolle spielt diese etwa im Kontext der Professionalisierung? Und schließlich lohnt auch ein Blick auf das Feld als Ganzes: Welche Rolle spielt die Erwachsenenbildung in Sprachregimen und welche kritischen Ansätze und Praxen gibt es diesbezüglich?

Einreichung und redaktioneller Ablauf

Beiträge können bis 30. Mai 2022 in den Rubriken Thema, Praxis, Kurz vorgestellt, Porträt und Rezension übermittelt werden. Die Redaktion empfiehlt vor einer Einreichung Kontakt aufzunehmen, um sich über die geplante Einreichung mit Redaktion und HerausgeberInnen abzustimmen. Alle Einreichungen werden einem Review unterzogen und bei Aufnahme in die Ausgabe lektoriert. Die Veröffentlichung erfolgt im Oktober 2022.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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