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Methode "Fuß und Stimme" - Abstimmen mit den Füßen

08.04.2015, Text: Online-Redaktion
Die Methode "Fuß und Stimme" verknüpft Feedback mit TeilnehmerInnenaktivierung.
  • Foto: (C) iStockphoto.com/Silvia Jansen auf erwachsenenbildung.at
    Feedback und Aktivierung verknüpfen
Feedback kann Verhalten steuern und hilft, zielgerichtet zu arbeiten. Soweit die Theorie. In der (Bildungs-)Praxis klingt "Feedback" jedoch allzu oft nach umfangreichen Papierbögen, die es am Ende eines Seminars oder Trainings auszufüllen gilt und die dann doch nur selten Anlass für Veränderungen sind. Aktivierende Methoden wie "Fuß und Stimme" können den Feedbackprozess auflockern und den TrainerInnen wertvolle Rückmeldung zu ihrem Kurs liefern.

 

Zustimmung durch Bewegung ausdrücken

Bei "Fuß und Stimme" stellen sich alle im Kreis auf und geben der Reihe nach kurze Rückmeldungen zum Kurs. Jene TeilnehmerInnen, für die ein Statement zutrifft, bewegen sich Richtung Kreismitte - je stärker sie mit der Aussage übereinstimmen, desto mehr Schritte machen sie. Wer gar nicht zustimmt, bleibt auf dem eigenen Platz stehen. Die/der TrainerIn beobachtet und macht sich Notizen, die im Anschluss mit allen TeilnehmerInnen diskutiert werden können.

 

Variationsmöglichkeit: Stimmungsbarometer

Als Alternative zu persönlichen Statements können TrainerInnen auch die Stimmung der Teilnehmenden abfragen. Dazu bereiten sie drei Papierblätter mit einem lachenden, einem neutralen und einem traurigen Smiley vor, die sie in gleichmäßigem Abstand auf den Boden legen. Nun werden die TeilnehmerInnen gebeten, sich zu dem Smiley zu stellen, der ihre momentane Stimmung am besten darstellt. Das Stimmungsbarometer lässt sich auch als Tafel- oder Flipchartzeichnung durchführen, indem die TeilnehmerInnen Punkte neben den zutreffenden Smiley malen.

 

Aus Zwischenfeedback lernen

Neben der klassischen Einsatzmöglichkeit am Ende eines Seminars eignet sich aktivierendes Feedback auch für eine Bestandsaufnahme zwischendurch - etwa während länger dauernder Kurse. Die TeilnehmerInnen können so ihren eigenen Lernprozess reflektieren und Schwierigkeiten ausdrücken. Kommen durch das Feedback gravierende Probleme ans Tageslicht, können diese im Anschluss besprochen und die Kursgestaltung gegebenenfalls adaptiert werden. Egal ob zwischendurch oder nach einem Kurs - beim Überarbeiten soltle man zunächst nur einige wenige, wichtige Änderungen durchführen. Die so verbesserte Bildungsveranstaltung kann man dann wiederum einer Feedbackrunde unterziehen und sich so kontinuierlich weiterentwickeln.

 

Serie "Methoden der Erwachsenenbildung"

Die Serie "Methoden der Erwachsenenbildung" ist ein Service von und für Studierende und EinsteigerInnen in das Berufsfeld der Erwachsenenbildung. Im Rahmen der Serie stellen wir einzelne Lehr-Lernmethoden sowie deren Varianten und Einsatzmöglichkeiten vor. Wir unterscheiden dabei, welche Funktion die jeweilige Methode im Lehr-Lernprozess hat, zum Beispiel Informieren, Motivieren usw. Alle Beiträge zur Serie finden Sie hier.