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Lernkarten zur Aktivierung, Interaktion und Kollaboration

04.03.2022, Text: Susanne Witt, Redaktion: Karin Kulmer, Redaktion/CONEDU
Ziel der offen lizenzierten Methodensammlung der "Koordinierungsstelle Qualität" ist es, mehr Austausch und Vielfalt in die eigenen Live-Online-Seminare zu bringen.
  • Stifte, Wecker und Stecker auf bunten Hintergründen Unsplash Lizenz, A. Kamil/Malvestida Magazine/M. Winkler, bearbeitet von CONEDU/Kulmer, https://unsplash.com
    Eine Methode zur Aktivierung ist der Assoziations-Basar: Die Kursleitung zeigt dabei Bilder von verschiedenen Gegenständen, die Teilnehmenden äußern ihre Assoziationen dazu.
Die Wissensvermittlung von Inhalten und Fachwissen sowie die Wissensaneignung sind zwei Schritte, die in Bildungsveranstaltungen häufig im Fokus stehen. Ein ebenso wichtiger Schritt eines erfolgreichen Lernprozesses besteht in der aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema, der Anwendung und dem Austausch mit anderen Teilnehmenden. So stellt sich die Frage: Wie können Live-Online-Seminare gestaltet werden, damit deren Teilnehmende miteinander kollaborieren und sich aktiv beteiligen können?

Aktivierung von Lernenden führt zu nachhaltigem Lernen

Die Autorinnen Lisa Kammerer und Kathrin Kochseder zeigen Möglichkeiten auf, wie Teilnehmende aktiv in Online-Seminaren eingebunden und miteinander kollaborieren können. Vorteile der Aktivierung von Lernenden sind nachhaltigeres Lernen, ganzheitliches und damit intensiveres Lernen, gesteigerte Motivation und Aufmerksamkeit, Kompetenzerwerb durch aktive Auseinandersetzung sowie lernförderliche Emotionen. Vorgestellt werden je drei Methoden entlang der folgenden sechs Seminarphasen: Warm-up, Information, Erarbeitung, Transfer, Abschluss, Energizer.

Aufbau der Lernkarten

Jede Seminareinheit ist idealerweise auf neunzig Minuten begrenzt. Sie kann einmalig oder mehrmalig mit denselben TeilnehmerInnen stattfinden. Mit Blick auf Interaktion und Kollaboration schätzen die Autorinnen eine Gruppengröße bis zu maximal 15 Teilnehmenden als optimal ein.

 

Für jede Seminarphase beschreiben die Autorinnen deren mögliche Zielsetzung und Leitfragen, die die Wahl einer passenden Methode vereinfachen. Ebenso werden Vorgehen, benötigte Tools bzw. Anwendungen und Alternativen vorgestellt. Auch wird das jeweils benötigte Zeitfenster für die einzelne Methode vorgeschlagen. Daneben finden die LeserInnen Hinweise auf den Grad der Interaktivität, die maximale Personenanzahl sowie Vorkenntnisse der Moderation und Teilnehmenden.

Beispiel: Assoziations-Basar als Warm-Up-Methode

Ein Beispiel für eine Warm-Up-Methode ist der Assoziations-Basar. Dabei bereitet die Moderation Fotos verschiedener Gegenstände vor und stellt Assoziationsfragen dazu – etwa: „Welcher Gegenstand steht für Ihr weiteres Vorgehen mit diesem Thema und warum?" Die TeilnehmerInnen können dann – verbal, mit Hilfe der Kommentarfunktion oder im Chat – ihre Assoziationen äußern.

Über die Methodensammlung

Die Methodensammlung ist im Rahmen des Projekts „Koordinierungsstelle Qualität" entstanden und steht unter der offenen Lizenz CC BY SA 4.0 International als offene Bildungsressource zur Verfügung. Die Basis dafür bildet das 2018 erschienenen Heft 12 „Webinare in der Erwachsenenbildung: Konzeption, Gestaltung und Umsetzung".

 

Die k.o.s GmbH ist eine wissenschaftsnahe Beratungseinrichtung. Das Projekt „Koordinierungsstelle Qualität" (weiter gelernt) hat zum Ziel, die Professionalisierung in der Weiterbildung und Erwachsenenbildung in Berliner Organisationen zu fördern. Hierzu entwickelt weiter gelernt Angebote und Konzepte für eine nachhaltige Erwachsenen- und Weiterbildung und unterstützt Einrichtungen bei der Gestaltung der Qualitäts- und Kompetenzentwicklung.

 

Kammerer, L. & Kochseder, K.; k.o.s GmbH (Hrsg.) (2020). Methodensammlung. Lernkarten zur Aktivierung, Interaktion und Kollaboration in Online-Seminaren. CC BY SA 4.0

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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