„Frauenrechte sind Menschenrechte"
Konsequent und ausdauernd für Frauenrechte, Gleichstellung und Demokratie
Manuela Vollmann setzt sich seit nunmehr 30 Jahren für Frauenrechte und die Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Bereits 1987 erwirkte sie als Studierendenvertreterin, dass am Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Wien mehrere gleichstellungsorientierte Lehrveranstaltungen etabliert wurden. Später setzte sie sich mittels Weiterbildungsveranstaltungen für LehrerInnen und durch die (wissenschaftliche) Reflexion der Koedukation für die Gleichstellung von Buben und Mädchen in Schulen ein.
Seit der Gründung von abz*austria, Verein zur Förderung von Arbeit (a), Bildung (b) und Zukunft (z) von Frauen 1992 geht es ihr verstärkt um Frauen am Arbeitsmarkt. „Oberstes Ziel ist für mich die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt, in der Wirtschaft und in der Bildung", so Vollmann. Nur durch Gleichstellung sei Demokratie möglich.
„Geflüchtete Frauen brauchen adäquate Bildungsmaßnahmen und müssen entmarginalisiert werden"
Bildung ist für Manuela Vollmann ein zentrales Mittel, um ihre Ziele zu erreichen. „Bildung – und damit meine ich sowohl die Erstausbildung als auch die Erwachsenenbildung im weitesten Sinne – trägt maßgeblich dazu bei, dass Gleichstellung erreicht wird. Bildung bedeutet Empowerment und ist etwa für die Integration von geflüchteten Frauen wesentlich." Geflüchtete Frauen nachhaltig und qualitätsvoll in die Gesellschaft zu integrieren, sieht Vollmann auch als zentrale, aktuelle Herausforderung der Erwachsenenbildung: „Dafür braucht es neben adäquaten Bildungsmaßnahmen auch eine Entmarginalisierung dieser Zielgruppe", so Vollmann.
Exemplarisch nennt sie den abz*Kompetenzcheck berufliche Integration, der Migrantinnen mit Erstsprache Farsi, Dari oder Arabisch in ihrer Muttersprache dabei unterstützt, ihre beruflichen Kompetenzen und Erfahrungen sichtbar zu machen. In Schnupperpraktika können die Frauen ihre vorhandenen Kenntnisse erproben und weitere Erfahrungen sammeln.
Arbeitsplatznahe Bildung durch Kooperation und Vernetzung
Als Geschäftsführerin von abz*austria versucht Manuela Vollmann Bildung und Arbeiten miteinander zu verbinden und so – gemeinsam mit ihren rund 150 MitarbeiterInnen – die Bildungsarbeit von abz*austria möglichst arbeitsplatznah zu gestalten. Zentraler Fokus der arbeitsmarktpolitischen Bildungsarbeit sei dabei die Ressourcenorientierung: die Talente, Kompetenzen und Potenziale der Lernenden.
So entwickelte sie in der 25-jährigen Geschichte von abz*austria Bildungsprogramme für Wiedereinsteigerinnen, um eine zukunftsorientierte Rückkehr karenzierter Frauen zu unterstützen. Sie schaffte niedrigschwellige, mobile und aufsuchende Bildungsangebote für Frauen sowie Lernsettings für vielfältige Zielgruppen wie ältere oder bildungsbenachteiligte Frauen. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, baute sie Bildungsangebote mit integrierter Kleinkinderbetreuung auf.
Zentral ist in ihrer Arbeit bzw. für die Entwicklung der Bildungsangebote von abz*austria die Kooperation mit Unternehmen. Nicht nur Frauen als Zielgruppe, sondern auch die Unternehmen selbst stehen daher im Fokus der Arbeit von Manuela Vollmann. Beratungen, Workshops und Trainings für Führungskräfte und MitarbeiterInnen zu Themen wie Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben, Frauen in Führungspositionen, gleichstellungsfördernde Unternehmensstrukturen gehören ebenso zum Portfolio von abz*austria wie berufliche Orientierung, Karrierecoaching, Beratungen, Workshops, Lehrgänge sowie Aus- und Weiterbildungen für Frauen.
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