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Global Education Week "Make Equality Real" ab heute

14.11.2015, Text: Lucia Paar u. Sabine Schnepfleitner, Online-Redaktion
Wie gerecht geht es in der Weltgesellschaft zu? Diese Frage steht im Mittelpunkt der diesjährigen Global Education Week vom 14. bis zum 22. November. (Serie: Europäisches Jahr der Entwicklung 2015)
  • Südwind-Agentur
    Global Education Week vom 14.-22. November
Die Ressourcen in der Weltbevölkerung sind ungleich verteilt, nach wie vor findet Ausbeutung auf der einen Seite zugunsten von Wohlstand auf der anderen Seite statt. Der Zugang zu Bildung ist auch heute noch nicht für alle möglich und eine Geschlechtergerechtigkeit ist noch lange nicht erreicht. Mit dem Motto „Make Equality Real - Wie gerecht geht es in der Weltgesellschaft zu?" stellt die Global Education Week (GEW) 2015 diese Herausforderungen unserer globalisierten Welt in den Mittelpunkt ihrer Informationen und Aktivitäten.

Jedes Jahr setzt sich die GEW einen neuen Schwerpunkt aus dem globalen Diskurs und fordert damit ihre TeilnehmerInnen auf, sich mit globalen Fragestellungen auseinanderzusetzen, um somit kritisches Bewusstsein für globales Denken zu fördern und globales Lernen zu ermöglichen. In 36 Ländern des Europarates finden daher vom 14. bis 22. November unterschiedlichste Veranstaltungen zu den Themen der Bildungs-, Verteilungs- und Geschlechtergerechtigkeit statt.

Globale Diskussion in Österreich
Während bisher die schulische Bildungsarbeit im Rahmen der GEW im Vordergrund gestanden ist, zeigt der diesjährige Veranstaltungskalender ein weitaus breiteres Spektrum an Veranstaltungen und Angeboten. Bei Tagungen, Ausstellungen, Vorträgen oder Filmvorführungen haben vor allem auch PädagogInnen, MultiplikatorInnen sowie Interessierte die Möglichkeit sich mit globalen Fragen zu beschäftigen.

Im Linzer Wissensturm steht beispielsweise die Frage im Fokus: „Glück, Wachstum, Wohlstand - kann man Entwicklung messen?“. An der Uni Salzburg erfahren die TeilnehmerInnen mehr über das Verhältnis von Bildung und Entwicklung, beim Vortrag „Bildungszusammenarbeit - ein Liebkind der internationalen EZA?“. Für CineastInnen gibt es in Wien und Graz zudem die „Global Campus Filmtage“. Vorgeführt werden Dokumentarfilme, die globale Herausforderungen unserer Zeit thematisieren und alternative Lösungsmöglichkeiten zeigen.

Globales Lernen und Erwachsenenbildung
Die GEW bietet vor allem auch den Raum für globales Lernen. Dabei geht es um tiefgehende Lern- und Erfahrungsprozesse zu Themen und Fragen der entwicklungspolitischen Bildung, der Umweltbildung, des interkulturellen Lernens sowie der Friedens- und Menschenrechtsbildung. Globales Lernen bedeutet auch, mit globaler Komplexität und Wandel umgehen zu lernen. Es zeichnet sich dadurch aus, die Welt erfahrbar zu machen und weltweite Zusammenhänge zu verstehen.

Auch für die Erwachsenenbildung bedeutet globales Lernen weit mehr als beispielsweise entsprechende Bildungsangebote zu entwickeln. Denn die Erwachsenenbildung ist selbst in globale Prozesse eingebunden und befindet sich damit in einem stetigen Wandel, wie zum Beispiel auch die europäischen Entwicklungen zum lebenslangen Lernen zeigen.

17 Jahre Global Education Week
Leitgedanke der GEW ist es einen zeitlichen und inhaltlichen Rahmen für die kritische Auseinandersetzung mit globalen Fragestellungen zu geben. Sie findet seit 1999 jährlich immer in der dritten Novemberwoche statt und beschäftigt sich jedes Jahr mit einem anderen Schwerpunktthema. International wird die GEW vom North-South Centre des Europarates in Lissabon koordiniert. In Österreich koordiniert die Agentur Südwind die GEW. Gefördert wird die Initiative durch das österreichische Bundesministerium für Bildung und Frauen(BMBF).