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Magazin erwachsenenbildung.at
Christine Zeuner

Krisen? – Nachdenken über Bildung als Gegenbewegung

Welche Bedeutung hat Bildung für die Bewältigung gesellschaftlicher Umbrüche und Krisen? Welche spezifischen Bildungskonzepte wurden und werden entwickelt, um gesellschaftliche Krisen zu bewältigen? Um zu zeigen, dass Bildung nicht nur individuelle und vor allem neoliberale Zielsetzungen verfolgen muss, und um zu zeigen, dass vielfältige Denktraditionen in ihren bildungstheoretischen Konzepten und in ihrer praktischen Umsetzung schon seit jeher über eine ökonomische und „neoliberale Verengung“ hinausweisen, greift der vorliegende Beitrag auf die Darstellung und Diskussion zweier historischer Praxisbeispiele der Erwachsenenbildung zurück. Aus Deutschland ist das die „Akademie der Arbeit in Frankfurt am Main“ (gegr. 1921) und aus Kanada die „Antigonish-Bewegung“ bzw. „Antigonish-Movement“ (seit 1928). Im Anschluss wird eine Brücke zu Oskar Negts emanzipatorischer Arbeiterbildung und Paulo Freires kritisch emanzipatorischem Bildungskonzept geschlagen. Fazit der Autorin: Bildung kann auf unterschiedliche Art und Weise zur Lösung von Krisen beitragen. Sie sollte nicht für funktionale Ad-hoc-Lösungen missbraucht werden, sondern auf langfristige Wirkungen zielen – auf strukturelle und politische ebenso wie auf individuelle und kollektive. (Red.)
  1. Christine Zeuner
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