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Magazin erwachsenenbildung.at

Arbeitsmarktorientierte Erwachsenenbildung

Im Spannungsfeld von Verwertbarkeit und Emanzipation

Nr.38 | Oktober 2019 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Für den Arbeitsmarkt "Verwertbares" zu erlernen, ist zu einer Direktive (bildungs-)politischer Programme geworden. Wo bleibt unter diesem Fokus aber die historische Kernaufgabe von Erwachsenenbildung: die Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu bestärken?

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Cäcilia Weiermair-Märki

Lernen mit Arbeitsplatzbezug direkt im Betrieb

Erfahrungen aus der Schweiz mit dem GO Modell

Der vorliegende Beitrag beschreibt die Ausgangslage, die einzelnen Prozessschritte und die vielgestaltige Umsetzung des seit 2009 in der Schweiz erfolgreich durchgeführten GO Modells. In kurzen Schulungen im Ausmaß von ca. 30 Stunden werden dabei für Mitarbeitende mit geringen Grundkompetenzen – ganz praktisch und zielorientiert für den konkreten Arbeitsplatz – in den Betrieben vor Ort arbeitsplatzbezogene Weiterbildungen angeboten. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden sind weitgehend positiv: Sie fühlen sich gesehen, ernst genommen und wertgeschätzt. Das Schweizer Beispiel zeigt aber auch, wie die Autorin ausführt, dass ein Förderschwerpunkt „Grundkompetenzen am Arbeitsplatz“ alleine nicht ausreicht, das Lernen an die Arbeitsplätze jener Mitarbeitenden zu bringen, die ansonsten in den Betrieben kaum weitergebildet werden. Es gibt zusätzliche Hürden, die es zu nehmen gilt: Die Betriebe müssen das Angebot kennen. Weiterbildungsanbieter brauchen starke Anreize, um das neue Angebot in die Betriebe zu tragen. Und, nach den kurzen Maßnahmen im Betrieb braucht es Anschlusslösungen, damit der Impuls zum Weiterlernen nicht ungenutzt verpufft. (Red.)
  1. Cäcilia Weiermair-Märki
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