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Magazin erwachsenenbildung.at

Arbeitsmarktorientierte Erwachsenenbildung

Im Spannungsfeld von Verwertbarkeit und Emanzipation

Nr.38 | Oktober 2019 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Für den Arbeitsmarkt "Verwertbares" zu erlernen, ist zu einer Direktive (bildungs-)politischer Programme geworden. Wo bleibt unter diesem Fokus aber die historische Kernaufgabe von Erwachsenenbildung: die Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu bestärken?

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Günter Hefler, Eva Steinheimer, Jörg Markowitsch

Erwachsene in der Berufsbildung und berufliche Erwachsenenbildung in Österreich

Von der Öffnung über die Hybridisierung zum System?

Das Berufsbildungssystem in Österreich ist seit einigen Jahren stark in Veränderung: Zu seinem Kern, der schulischen Berufsbildung (BMS und BHS) und der dualen Ausbildung (Lehre), kommen zunehmend Angebote hinzu, die schwerpunktmäßig Erwachsene adressieren. Die Berufstätigkeit wird zugunsten einer neuerlichen Ausbildungsphase (Stichwort: Mehrfachqualifikation) unterbrochen oder reduziert. Berufsbildung wird damit zunehmend zu einem wesentlichen Tätigkeitsfeld auch für Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Darüber hinaus verändert sich aber das gesamte Bildungssystem: Hatte es früher vorwiegend eine berufsvorbereitende Rolle inne – und das auch vorwiegend in einem bestimmten Lebensabschnitt, begleitet es die Menschen jetzt ein Leben lang. Diese Veränderungen wurden bislang – so die Argumentation der AutorInnen dieses Beitrages – in öffentlichen Debatten, theoretischen Abhandlungen und den landläufigen Darstellungsformen von Berufsbildung nicht ausreichend berücksichtigt. Vorliegend wird daher eine neue Form vorgeschlagen, die Berufsbildung darzustellen. Diese Darstellungsform unterstreicht, dass Erwachsene in der Berufsbildung keine Randgruppe sind, und will deren steigende Anzahl als Ausdruck einer generellen Veränderung des Bildungssystems stärker ins Bewusstsein rücken. (Red.)
  1. Günter Hefler
  2. Eva Steinheimer
  3. Jörg Markowitsch
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