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Magazin erwachsenenbildung.at

Arbeitsmarktorientierte Erwachsenenbildung

Im Spannungsfeld von Verwertbarkeit und Emanzipation

Nr.38 | Oktober 2019 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Für den Arbeitsmarkt "Verwertbares" zu erlernen, ist zu einer Direktive (bildungs-)politischer Programme geworden. Wo bleibt unter diesem Fokus aber die historische Kernaufgabe von Erwachsenenbildung: die Menschen in ihrer Selbstbestimmung zu bestärken?

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Krista Susman

Die Wirkmächtigkeit impliziter Menschenbilder in der arbeitsmarktpolitischen Erwachsenenbildung

Der vorliegende Beitrag reflektiert jene Widersprüche, Spannungen und Ambivalenzen, die den gegenwärtig dominanten Diskurs zum Thema Arbeit und Bildung charakterisieren. Dabei wird die Frage aufgegriffen, welche Menschenbilder für die Handlungen der AkteurInnen im arbeitsmarktpolitischen Bildungsbereich schlagend werden und welche Konsequenzen sich daraus für Individuen innerhalb und außerhalb des Arbeitsmarktes ergeben. Der Verein zb zentrum für beratung vertritt hier eine personzentrierte Grundhaltung, die durch Prozessorientierung, Ergebnisoffenheit und Freiwilligkeit charakterisiert ist. Denn, wie die Autorin ausführt, die Tatsache der Arbeitslosigkeit an sich konstituiert keine ausreichende Problembeschreibung, um verpflichtende Inhalte für alle zu rechtfertigen – auch nicht im Bereich Persönlichkeitsbildung. Dafür sei es notwendig, den Prozess nicht von seinem vordefinierten, erwünschten Ende her zu gestalten, im vorgeblichen Wissen um das „richtige“ Ergebnis, sondern zu akzeptieren, dass die Teilnehmerin selbst die Expertin für ihre Perspektivengestaltung ist. Den Abschluss bildet das Plädoyer, Ambivalenzen anzuerkennen, statt sie zu negieren oder auslöschen zu wollen, und Bedingungen für Vertrauen den Vorrang vor Kontrolle zu geben. (Red.)
  1. Krista Susman
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