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Magazin erwachsenenbildung.at

Validierung und Anerkennung von Kompetenzen

Konzepte, Erfahrungen, Herausforderungen

Nr.37 | Juli 2019 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Welche Konzepte rund um Anerkennung und Validierung gelingen bereits, welche Erwartungen sind zu hoch gegriffen und wo gibt es Handlungsbedarf? Meb37 diskutiert diese Fragen und legt dabei den Finger auf die Rhetorik der Ergebnisorientierung.

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Lea Pelosi

Der Lernraum im Kontext reflexiver Lernprozesse

Eine philosophische, bildungstheoretische und erwachsenenbildungspraktische Betrachtung

Reflexives Lernen ist auf einen sozialen Raum bezogen. Denn Selbstverständnis ist sozial bedingt. Vor diesem Hintergrund ist Selbstreflexion in reflexiven Lernprozessen als eine öffentliche Handlung zu verstehen, nicht primär als etwas „Innerliches“, „Ideelles“ oder als eine private Selbstkontemplation. Reflexive Lernprozesse als diese spezifische Form von (sprachlich vermitteltem) Lernhandeln erfordern daher einen öffentlichen Handlungsraum, den sie zugleich erzeugen und mitgestalten. Aus philosophischer, bildungstheoretischer und erwachsenenbildungspraktischer Perspektive zeigt die Autorin des vorliegenden Beitrages unter Bezugnahme auf P. Bourdieu, M. Foucault und J. Butler, dass konkrete Reflexionshandlungen einen sozialen Raum eröffnen und gestalten, der zu einem Lernraum wird, wenn die Reflexion auf einen Lernanlass, ein Lernziel oder eine angestrebte Wirkung bezogen ist. Reflexives Lernen wird damit in besonderer Weise einem handlungs- und kompetenzorientierten Lernen gerecht, das sich im Spannungsfeld zwischen Selbststeuerung, Bildung und Anforderungsbezug bewegt. Erwachsenenbildungsangebote können wesentlich zur Konstitution und Gestaltung so verstandener reflexiver Lernräume beitragen. (Red.)
  1. Lea Pelosi
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