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Magazin erwachsenenbildung.at

Öffentlichkeit und Markt: Wozu ein öffentliches Bildungswesen?

Nr.32 | Oktober 2017 | ISSN 1993-6818

Kurzzusammenfassung

Ausgabe 32 des Meb stellt sich in fünfzehn Beiträgen den Privatisierungstendenzen in der Erwachsenenbildung und einer vertieften Auseinandersetzung zwischen Öffentlichkeit, Markt und Bildung.

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Birge Krondorfer

Öffentlichkeit-Lernen statt simulierter Demokratie

Ein Plädoyer für Pluralität

Hat das inhaltslose Lernen der (Schlüssel-)Kompetenzen das Erkennen und Analysieren gesellschaftspolitischer Umstände verdrängt? Machen sich Bildungsinstitutionen noch öffentlich Gedanken über das eigene und gesellschaftliche Selbstverständnis oder wird Bildung be- und vertriebslogisch be- und gehandelt und werden damit Reflexion, Verstehen, Erkenntnis, eigenes Denken zum Luxus? Der vorliegende Beitrag plädiert für die Bejahung einer Pluralität, die mehr ist als eine bunte harmonische Blase und argumentiert für eine Bildung als dialogischen Prozess, der Zugeneigtheit und Verstörung ermöglicht. Was es braucht, ist ein Öffentlichkeit-Lernen als politische Öffentlichkeit. Denn Menschen, so ein Fazit, werden genau genommen erst zu BürgerInnen durch ihr Eintreten in den öffentlichen Raum, in dem sich für sie die Möglichkeit eröffnet, unterschiedliche Positionen einzunehmen und sich von diesen aus zu artikulieren. Merkmal von politischer Öffentlichkeit ist die Vielfalt der verschiedenen Perspektiven, das, was besprech- und hörbar wird. (Red.)
  1. Birge Krondorfer