Jetzt noch schnell den EBmooc abschließen und KI im Kurs reflektieren

04.12.2025, Text: Gunter Schüßler, Redaktion/CONEDU
Wie wirkt KI auf Kursteilnehmende und wie reflektiert ist der Zugang von Erwachsenenbildner*innen? Die vierte Lektion des EBmooc 2025 widmet sich psychologischen Effekten, Bias und der verantwortungsvollen Verwendung von KI im Kurs.
Teilnehmende im Kursraum tauschen sich aus
Noch bis 31.12.2025 können Kursteilnehmende den EBmooc 2025 abschließen, sich ihr Zertifikat holen und KI im Kurs kritisch-konstruktiv thematisieren und anwenden.
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Für Lehrende ist es unentbehrlich, den Einsatz von KI im Kurs zu reflektieren. Die vierte Lektion des EBmooc 2025 vermittelt Erwachsenenbildner*innen daher Wege, sich gemeinsam mit Lernenden im Kurs über KI auszutauschen und dabei gesellschaftliche wie individuelle Auswirkungen zu beleuchten.

Was Kursteilnehmende über KI denken

Lernende haben unterschiedliche Vorannahmen in Bezug auf KI: von euphorischer Begeisterung bis hin zu expliziter Ablehnung. Diese Heterogenität sollten Erwachsenenbildner*innen im Kurs produktiv nutzen, indem sie die verschiedenen Meinungen der Kursteilnehmenden sichtbar machen und gemeinsam in den Austausch gehen.

Für eine kritische Auseinandersetzung mit KI eigenen sich unterschiedliche Methoden, wie etwa die 12 Denkanstöße oder die Meinungskarten zum Thema KI von Nele Hirsch. Auf diese Weise können Teilnehmende ihre Einschätzungen teilen und sich in der Gruppe kritisch-konstruktiv mit KI befassen – ein idealer Kurseinstieg.

Den eigenen Umgang mit KI hinterfragen

Wie nutze ich KI-Tools bisher und was möchte ich zukünftig bei der Verwendung von KI stärker berücksichtigen? Das sind wesentliche Fragen, die sich alle Nutzer*innen von KI-Tools stellen sollten. Sie eigenen sich zudem sehr gut für Kursteilnehmende, um sich gemeinsam in Kleingruppen oder Tandems auszutauschen. Das Workflow-Video in Lektion vier des EBmooc hält Reflexionsfragen bereit, die auch als konkrete Anhaltspunkte für gemeinsame Diskussionen dienen können. 

Wie Erwachsenenbildner*innen den Einsatz von KI reflektieren können

Lehrende können Kursteilnehmende dafür sensibilisieren, auch Nachhaltigkeitsaspekte und ethische Überlegungen mitzuberücksichtigen. KI-Rechenzentren benötigen etwa riesige Mengen an Strom und Wasser. Weitere Reflexionsfragen, die insbesondere für Erwachsenenbildner*innen relevant sind, betreffen u.a. den Datenschutz, das Urheberrecht, die Sinnhaftigkeit einzelner KI-Anwendungen und den didaktischen Mehrwert für die Lernenden.  

Darüber hinaus sollten Lehrende und Bildungsmanager*innen auch darauf achten, ob in den Kursen wie auch in den Ausschreibungen, eine Sprache Verwendung findet, die KI realistisch beschreibt, anstatt sie zu mystifizieren.

Bias in KI-Modellen: Ungerechten Mustern entgegenwirken

Die Daten, mit denen KI-Modelle trainiert wurden, sind teilweise fehlerhaft, stereotyp und diskriminierend. Diese systematischen Verzerrungen, genannt Bias, werden in KI-generierten Outputs reproduziert. Davon sind aber nicht nur generierte Inhalte betroffen: Bias kann prinzipiell in allen algorithmischen Abläufen auftreten, wie etwa in KI-gestützten Bewerbungsverfahren.

Teilnehmende für solche fehlerhaften Darstellungen zu sensibilisieren, war auch eines der Themen im Webinar am 14.10.: Jennifer Fritz, Expertin für Storytelling und MOOC-Macherin (KI-Biases verstehen und vermeiden), zeigte den Kursteilnehmenden, dass einfache Begriffe wie etwa „Führungskraft“ meist zu stark verzerrten Ergebnissen in der KI-Bildgenerierung führen. Die KI-Bilder zeigten hauptsächlich Männer oder andere stereotype Merkmale, wie etwa einen dunklen Geschäftsanzug. Nutzer*innen können in ihren Eingaben KI-Chatbots auf Stereotype aufmerksam machen und diversitätssensible Darstellungen einfordern – eine Möglichkeit, um dem KI-Bias praktisch entgegenzuwirken.

Psychologische Effekte im Umgang mit KI

Bias findet sich auch im menschlichen Denken. Folgende kognitive Verzerrungen sind im Umgang mit KI besonders relevant:

Der Automation Bias beschreibt die menschliche Tendenz, maschinelle Antworten zu überschätzen. Das zeigt sich auch im Umgang mit KI-Systemen, die wir häufig nicht hinterfragen und deren Antworten wir trauen. Diese klingen nämlich überzeugend, auch wenn sie falsch sind.

Nicht selten anthropomorphisieren Nutzer*innen KI. Das bedeutet: Sie schreiben ihnen fälschlicherweise menschliche Eigenschaften, wie Intelligenz oder Emotionen, zu. Dadurch wirkt KI sympathischer. Tech-Unternehmen nutzen und bestärken diesen Effekt, um die Verkaufszahlen zu erhöhen.

Jetzt noch schnell den EBmooc abschließen und Zertifikat sichern

Der beliebte EBmooc 2025 verzeichnet derzeit fast 1700 Teilnehmende. Damit treffen die didaktisch fundierten KI-Workflows auf eine bemerkenswerte Resonanz. Kursteilnehmende und Interessierte können noch bis 31.12. den EBmooc absolvieren und ihr persönliches Zertifikat erwerben.

Weitere Informationen:
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