DISKIT Lernprogramm absolvieren und Medienbildung in der Praxis stärken
Medienbildung ist ein Teilbereich der Medienpädagogik. Die Medienkompetenz der Lernenden zu stärken, ist eines ihrer Ziele. Im Fokus stehen dabei die Persönlichkeitsbildung und die Selbstbefähigung der Lernenden in der digitalen Welt.
Im kostenlosen DISKIT Online-Lernprogramm vermittelt das Modul „Medienbildung“ Lernenden ein Grundlagenwissen, schafft Orientierung in Hinblick auf gängige Begriffe der Medienpädagogik, informiert über rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit Medien und zeigt Digitalkompetenztrainer*innen Wege auf, um die Medien- und Informationskompetenz von Lernenden zu stärken.
Kompetent im Umgang mit Medien
Im digitalen Zeitalter ist es unerlässlich, mediale Inhalte und Informationen zu beurteilen, also etwa zu fragen, wer einen konkreten Inhalt verfasst hat oder welche Interessen dahinterstehen. Die im Modul bereitgestellten Kursübungen zur Quellen- und Informationsbewertung helfen Lernenden dabei, ihre Informationskompetenz zu erweitern. Das geht z.B. indem Kursteilnehmende unterschiedliche Medienartikel auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen oder ein Quiz zu Fake News absolvieren.
Die eigene Mediennutzung reflektieren
Insbesondere Soziale Medien bedürfen der Reflexion durch die Nutzenden. Algorithmen treffen auf Basis des bisherigen Online-Verhaltens, Vorhersagen über die Interessen der Nutzenden. Die Folge: Man bekommt bestimmte Inhalte zu sehen und andere nicht. Lernende darüber aufzuklären ist ebenso wichtig, wie sie für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren.
Desinformation entgegnen: Was Trainer*innen tun können
Manipulierte Inhalte zu erkennen und effizient dagegen vorzugehen, ist eine weitere Fähigkeit, die Lernende im Rahmen der Medienbildung erwerben bzw. stärken können. Trainer*innen können in mehrfacher Hinsicht Lernende dabei unterstützen, z.B. präventiv, indem sie ihnen vermitteln, wie man Desinformation erkennen kann. Dazu gehört auch, Lernende über sog. „Deepfakes“ zu informieren. Das sind mediale Manipulationen, die mit KI erzeugt werden. Teilnehmende können etwa versuchen herauszufinden, woran sich KI-generierte Inhalte erkennen lassen – was oft gar nicht möglich ist. Aber auch den Kontext einer medialen Darstellung kritisch zu hinterfragen, kann aufschlussreich sein.
Teilnehmende tauschten sich live-online zu Kritischer Medienkompetenz aus
Im Webinar am 24.11. mit dem Titel „Kritisch, reflektiert und kompetent: Digitale Medien verstehen“ hatten Teilnehmende Gelegenheit, ausgewählte Inhalte aus dem Modul „Medienbildung“ zu vertiefen. Der Fokus lag dabei auf dem reflexiven Umgang mit Medien und wie Digitalkompetenztrainer*innen die Kritische Medienkompetenz der Lernenden fördern können. In Breakout-Rooms diskutierten die Teilnehmenden unterschiedliche Vorschläge, um Lernende für Desinformation zu sensibilisieren.
Das nächste DISKIT-Webinar findet bereits am 15.12. zum Thema „Digitale Kompetenzen erfolgreich in Präsenz vermitteln“ statt.
Das Online-Lernprogramm für Digitalkompetenztrainer*innen
Das kostenlose Lernprogramm DISKIT Digital Skills Trainer besteht aus 13 Modulen, die bis März 2026 sukzessive freigeschaltet werden. Die bereits veröffentlichten Module widmen sich u.a. den Themen digitale Kompetenzen, Didaktik oder Künstliche Intelligenz.
Derzeit sind bereits knapp 1120 Personen in das Lernprogramm eingeschrieben, ein Beitritt ist weiterhin laufend möglich. Legen Sie dazu einfach ein Nutzerkonto für die Lernplattform Digital Austria an. DISKIT wird vom Institut CONEDU im Auftrag des OeAD mit Finanzierung durch das Bundeskanzleramt umgesetzt.
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