Wie Erwachsenenbildungseinrichtungen ihre eigene KI-Strategie entwickeln
Eine eigene KI-Strategie – warum?
Die zunehmende Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert nicht nur Lernprozesse, sondern auch Organisations- und Steuerungsstrukturen in der Erwachsenenbildung. Um auf diesen Wandel nicht nur zu reagieren, sondern ihn bewusst zu gestalten, benötigen Einrichtungen eine eigene KI-Strategie.
Eine organisationsspezifische KI-Strategie verankert den KI-Einsatz im Leitbild, schafft Klarheit über Rollen, Verantwortungen und Handlungsfelder und ermöglicht einen ausgerichteten, nachvollziehbaren Umgang mit KI-Technologien. Darüber hinaus hilft sie, ethische, rechtliche und datenschutzbezogene Aspekte systematisch zu berücksichtigen und so Risiken zu minimieren.
Sie hat also viele Vorteile. Im Dialog zweier virtueller Bildungsmanager*innen hört sich das so an: Avatare im Dialog.
Der Weg zur eigenen KI-Strategie
Lektion 5 des EBmooc 2025 von CONEDU zeigt den praxisorientierten Weg zur eigenen KI-Strategie eines Bildungsanbieters. Grundlage ist ein Miro-Board, das durch sieben Schritte führt. Jede Phase enthält Leitfragen, Ressourcen und einen Vorschlag für konkrete Arbeitsergebnisse.
Gestartet wird mit einer Bestandsaufnahme: Wo steht die Einrichtung derzeit im Hinblick auf Künstliche Intelligenz – welche Haltung wird vertreten, welche Kompetenzen sind vorhanden und welche Infrastruktur steht zur Verfügung? Darauf folgt die Zieldefinition. Durch sie wird festgelegt, welche übergeordneten Ziele mit dem Einsatz von KI verfolgt werden sollen, etwa die Steigerung der Qualität, eine effizientere Organisation oder mehr Inklusion. Anschließend richtet sich der Blick auf die Bildungs- und Lernprogramme: Wie sollen KI-Kompetenzen für Teilnehmende konkret aussehen, und welche neuen oder angepassten Angebote braucht es dafür?
Ein weiterer wichtiger Schritt betrifft die Organisation und ihre Prozesse. Dabei geht es um die Frage, in welchen internen Bereichen – etwa Verwaltung, Marketing oder Evaluation – KI künftig eingesetzt werden soll und wie Datenschutz sowie Datensicherheit gewährleistet werden. Ebenso zentral ist der didaktische Einsatz: Wie wird KI in Lernangeboten sinnvoll genutzt, und welche Rahmenbedingungen gelten für Lehrende und Teilnehmende?
Darauf aufbauend folgt die Personalentwicklung. Hier wird bestimmt, welche Kompetenzen Mitarbeitende und Lehrende benötigen, um mit KI souverän umgehen zu können, und wie diese systematisch aufgebaut und gefördert werden.
Abschließend geht es um die Umsetzung und die Weiterentwicklung: Die Strategie wird implementiert, ihre Wirkung regelmäßig überprüft und bei Bedarf an neue technische und rechtliche Entwicklungen angepasst. So entsteht ein lebendiger, kontinuierlicher Prozess, der den verantwortungsvollen und wirksamen Umgang mit KI in der Erwachsenenbildung langfristig sichert.
Mit Unterstützung ans Ziel
Eine KI-Strategie zu entwickeln, ist kein theoretisches Unterfangen. Sie entsteht im Team – mit Leitung, Planung, Lehrenden und Qualitätsmanagement.
Das Miro-Board von CONEDU bietet dafür eine strukturierte Arbeitsunterlage mit Leitfragen, Beispielen und Ressourcen. Der Aufbau des Boards und die Schritte zur Erarbeitung der Strategie werden auch in einem Video vorgestellt.
CONEDU begleitet Einrichtungen auf Wunsch auch durch den gesamten Prozess: von der ersten Standortbestimmung bis zur Einführung der Strategie. So wird aus Unsicherheit Orientierung – und aus spontanen Experimenten ein nachhaltiger, rechtssicherer und wertegeleiteter Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
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