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Tipps zur Moderation von Webinaren mit vielen Teilnehmenden

21.04.2020, Text: Antonia Pichler, Redaktion/CONEDU
Gerade große Webinare sind besonders anspruchsvoll zu moderieren. Eine gute Planung und ein paar wichtige Moderationsregeln können dabei helfen.
  • CC BY, Foto: Unsplash,Austin Distel, bearbeitet von CONEDU, https://unsplash.com/, https://unsplash.com
    Mit guter Vorbereitung können große Webinare erfolgreich durchgeführt werden
Die didaktische Gestaltung eines Webinars ist unter anderem auch von der Gruppengröße abhängig. Bei einer TeilnehmerInnenzahl von etwa 40-400 Personen ist es kaum noch möglich, auf alle persönlich einzugehen – als Format für große Webinare bieten sich hier eher Vorträge oder Podiumsdiskussionen an, die mit interaktiven Elementen angereichert werden.

 

Durch eine gute Vorbereitung Inhalte bündeln

Eine sorgfältige Planung des Webinars ist essenziell. So sollten sich ModeratorIn und ReferentInnen rechtzeitig vor dem Webinar intensiv mit dem genutzten Tool vertraut machen und alle Funktionen, die im Webinar zur Anwendung kommen, vorab testen. Ein gemeinsamer Techniktest aller ReferentInnen kann im Rahmen einer Vorbesprechung im Online-Raum erfolgen.

 

Bei großen Webinaren empfiehlt es sich, die Moderation zusätzlich durch Chat- bzw. Techniksupport zu unterstützen. Für den Chatsupport kann man bereits vorab Textbausteine, Links und Materialien sammeln, die während des Webinars mit den Teilnehmenden geteilt werden sollen - das erspart während des Webinars kostbare Zeit. Zur gemeinsamen Kommunikation „hinter dem Vorhang" kann ein Tool wie Edupad oder CryptPad vorbereitet werden. In manchen Videokonferenzsystemen wie etwa Adobe Connect ist für diese Zwecke ein eigener Moderationsbereich integriert. Dort kann der Chat für die Moderation aufbereitet werden, und die „ReferentInnen" können sich bei Bedarf austauschen. Erfahrungsgemäß ist das weniger fehleranfällig als ein privater Chat im jeweiligen Videokonferenzsystem.

 

Der Einsatz eines Votingtools vor dem Webinar kann bei der Schwerpunktsetzung helfen. Hier haben die Teilnehmenden die Möglichkeit Fragen vorab zu stellen oder hochzuvoten. So können sie den Fokus des Webinars mitbestimmen.

 

Kurz vor Start des Webinars: die heiße Phase beginnt

Noch bevor das Webinar inhaltlich startet, kann ein kurzes Technik- Intro ungeübten Teilnehmenden helfen, sich im Webinar zurechtzufinden.

 

Bei sehr großen Webinaren ist es ratsam die Videos und Mikrophone von Teilnehmenden ohne Sprechrolle stumm zu schalten. So lassen sich Störungen durch Hintergrundgeräusche vermeiden und die Beteiligten können sich auf die Diskussion konzentrieren. Wichtig hierbei ist, die Teilnehmenden darauf aufmerksam zu machen und sie zu bitten über den Chat zu kommunizieren.

 

Für frei zugängliche Webinare kann als zusätzlicher Service ein Livestream eingerichtet werden. Dieser bietet die Möglichkeit dem Webinarinhalt auch außerhalb des Webinarraumes folgen zu können – etwa bei Verbindungsproblemen seitens der Teilnehmenden.

 

Während des Webinars: Teilnehmende aktivieren und Inhalt vermitteln

Mit der Funktion „Bildschirm teilen" können auch punktuell Präsentationen, Videos oder andere Materialien gezeigt werden.

 

Eine gute Aufgabenteilung im Team kann helfen, eine lebendige Diskussion gut zu bewältigen: Während die Moderation den ReferentInnen Raum zum Diskutieren gibt, beantwortet der Chatsupport Fragen im Chat oder gibt diese „hinter dem Vorhang" an die Moderation weiter. Fragen technischer Natur übernimmt der Techniksupport.

 

Zur aktiven Beteiligung aller können auch Whiteboards oder Umfragen benutzt werden. Beide sind in vielen Videokonferenztools bereits integriert. Umfragen sollte man bereits vor dem Webinar entsprechend vorbereiten; sie eignen sich vor allem für Abstimmungs-Fragen. Offene Fragen kann man als „Umfrage für den Chat" formulieren - mit einem entsprechenden Moderations-Support sind die Antworten auch in großen Webinaren gut zu erfassen und in die Diskussion zu überführen.

 

Manche Videokonferenzsysteme bieten auch die Möglichkeit zur Bildung von Untergruppen. Je nach Thema können sie gerade in großen und längeren Webinaren gut zum Austausch genutzt werden.

 

Nach dem Webinar ist vor dem Webinar

Zum Zweck der Qualitätssicherung sollte man am Ende des Webinars zur Beteiligung an der Evaluations-Umfrage einladen – ein Link im Chat weist den Weg dorthin.
Öffentlich zugängliche Webinare können mittels Screencast aufgenommen und zum Nachsehen zur Verfügung gestellt werden. Wenn ein Chat bzw. eine TeilnehmerInnenliste mit Klarnamen mitgefilmt werden, sollten die Teilnehmenden unbedingt vorab darüber informiert werden. Alternativ kann man wichtige Links, die im Chat geteilt wurden, zu einer Linkliste zusammenfassen und mitliefern.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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