Digital-Dossier Österreich: Zielgruppenwissen inklusive
Digitale Kompetenzen: Österreich auf Platz 8 im EU-Vergleich
Laut Digital Economy and Society Index (DESI) weisen rund zwei Drittel der ÖsterreicherInnen mindestens digitale Grundkompetenzen auf. Österreich belegt damit Platz 8 von 28 im Vergleich mit anderen EU-Ländern. Mehr als 70% der ÖsterreicherInnen sind in der Lage, Dateien zwischen Geräten zu übertragen und Textverarbeitungsprogramme zu nutzen. 64% können Software oder Apps installieren. Besonders Jugendliche weisen hohe digitale Kompetenzen auf und eignen sich diese meist selber an.
Technologien durchdringen Lebensbereiche
Die Studie zeigt, dass österreichische Haushalte weitgehend mit Computern (85%) und Internet (89%) ausgestattet sind. 75-85% der ÖsterreicherInnen verwenden ein Smartphone, 62% aller InternetnutzerInnen verfügen über ein oder mehrere Tablets. Besonders häufig nutzen die Menschen das Internet, um miteinander zu kommunizieren oder um Informationen zu beziehen. Fast 70% der Befragten sind regelmäßig auf Social Media aktiv. Die häufigsten Smartphone-Funktionen sind Telefonieren, Fotografieren und Instant-Massaging wie z.B. Whatsapp. Auch nutzen heute doppelt so viele Menschen wie vor zehn Jahren das Web zum Einkaufen. Für ein Drittel der ÖsterreicherInnen gehören Online-Spiele zu beliebten Freizeitaktivitäten.
Ergebnisse liefern Ansätze für die Erwachsenenbildung
Aus der Studie geht hervor, dass digitale Kompetenzen nicht nur für das berufliche, sondern auch für das private Leben unentbehrlich sind. Von den 11% der Haushalte ohne Internetzugang führt ein Viertel mangelnde Kenntnisse als Grund für das Offliner-Dasein an. Besonders ältere und alleinstehende Personen mit mangelnden digitalen Kompetenzen können Anlass für die Erwachsenenbildung sein, mit gezielten Angeboten ihre Teilhabe zu fördern.
Zugleich kann man der Studie wichtige Informationen über die durchschnittlichen Digitalgewohnheiten entnehmen. Diese sind bei der Planung von Online-Einheiten in Workshops und Kursen zu berücksichtigen. Mit größter Wahrscheinlichkeit haben Kursteilnehmende ein Smartphone eingesteckt und können Apps im Kursgeschehen nutzen. Für die Installation könnte möglicherweise Hilfe nötig sein. Und die starke Social-Media-Aktivität lässt erwarten, dass Instant-Messenger in geeigneten Fällen in Workshops und Kursen gut angenommen werden.
Natürlich kann eine breite Studie keine spezifische Zielgruppenrecherche ersetzen. Ein hilfreiche Querschnitts-Information liefert das Digital-Dossier Österreich jedoch allemal.
Initiative D21, 2018: Digital-Dossier Österreich. Bestandsaufnahme zur Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft. 40 Seiten. Online kostenlos verfügbar.
Verwandte Artikel
![]()
Praxisleitfaden: Digitalkompetenz-Trainings wirkungsvoll gestalten
Es ist eine hohe Kunst, Einsteiger*innen beim digitalen Kompetenzerwerb zu begleiten und qualitätsvolle Bildungsangebote für sie umzusetzen. Ein Leitfaden des Institut CONEDU für Trainer*innen und Bildungsmanager*innen unterstützt dabei.![]()
Formatentwicklung mit KI: Erasmus+ Projekt entwickelt Lernstrecke
Ziel des Projekts von CONEDU, Qua-LiS NRW und AEWB ist ein kostenloser Selbstlernkurs für Erwachsenenbildner*innen, der zeigt, wie man digitale Lernformate mit KI-Unterstützung entwickelt.![]()
Leitfaden: Promptathons als kreatives Lernformat einsetzen
Promptathons eignen sich als kollaboratives Peer-Learning-Format in der Erwachsenenbildung. Der Leitfaden der Corporate Learning Community unterstützt bei der Planung und Durchführung.![]()
KI selbst hosten: Das geht auch als Erwachsenenbildner*in
Mehr Kontrolle über Modelle und Daten, weniger Abhängigkeit von großen Plattformen: Nele Hirsch zeigt Schritt für Schritt, wie die Gestaltung einer eigenen KI-Umgebung auch Nicht-Techniker*innen gelingt.![KI-Strategie für Einrichtungen der Erwachsenenbildung]()
Wie Erwachsenenbildungseinrichtungen ihre eigene KI-Strategie entwickeln
Mit einer klaren KI-Strategie können Bildungsanbieter die aktuellen Chancen effektiv nutzen, Risiken vermeiden und Qualität sichern. Das Institut CONEDU bietet dafür gezielte Anleitung und Begleitung.![]()
KI und Datenschutz: Worauf Erwachsenenbildner*innen achten sollten
KI-Tools können viele Arbeitsabläufe unterstützen. Gleichzeitig wirft ihr Einsatz Fragen zum Datenschutz auf. Lehrende sind gefordert, ihre Teilnehmenden für den sorgsamen Umgang mit Daten zu sensibilisieren.





