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Wo die steirische Erwachsenenbildung steht

01.08.2022, Text: Lucia Paar, Redaktion/CONEDU
Ein Monitoring-Bericht zeigt, inwieweit die Handlungsempfehlungen aus der steirischen LLL-Strategie umgesetzt wurden. Die Ergebnisse geben Einblick insbesondere in die letzten beiden Pandemiejahre.
  • Hand hält einen Kompass Foto: Pexels Lizenz, Valentin Antonucci, https://pexels.com
    Wo steht die steirische Erwachsenenbildung? Der Monitoringbericht gleicht Erreichtes mit den Zielsetzungen der LLL-Strategie ab.
Seit sechs Jahren gibt es die steirische Strategie für Lebenslanges Lernen – LLL-Strategie 2022, in der Handlungsempfehlungen für die Erwachsenenbildung in der Steiermark beschrieben sind. Nun hat die Fachabteilung Gesellschaft des Landes einen Monitoringbericht (PDF) herausgegeben, der analysiert, inwieweit es Entwicklungen in den empfohlenen Handlungsfeldern gegeben hat. Die Ergebnisse geben Einblick insbesondere in die letzten beiden Pandemiejahre.

 

Der Bericht ist Grundlage für die Weiterentwicklung der LLL-Strategie.

125 Basisbildungsangebote

Ein Handlungsfeld im Rahmen der Strategie ist das Nachholen von grundlegenden Bildungsabschlüssen sowie Basisbildung und Schlüsselkompetenzen. Ein Ziel war es hier, kostenfreie Kurse für Basisbildung zur Verfügung zu stellen. Davon gab es zwischen 2019 und 2021 in der ganzen Steiermark 125 mit 1.738 Teilnehmer*innen. Am meisten Kurse gab es im Steirischen Zentralraum und in der Oststeiermark.

 

Schätzungen zufolge gibt es in der Steiermark fast 35.000 Personen mit Basisbildungsbedarf (PDF). Angesichts dieser Zielgruppengröße brauche es noch weitere Angebote und Sensibilisierungsmaßnahmen, heißt es im Monitoring-Bericht.

Lernräume in den Regionen

Das zweite Handlungsfeld betrifft den Bereich "Regionales und kommunales Erwachsenenbildungsangebot". Eines der Ziele war es hier, nicht-traditionelle Lernräume außerhalb klassischer Bildungsorganisationen zu stärken. Hier zeigt sich, dass Einrichtungen der Erwachsenenbildung mit ihren Teilnehmer*innen immer noch am häufigsten eigene Räume nutzen. Vergleicht man die Jahre 2020 und 2021 zeigt sich, dass der Anteil der Organisationen, die öffentlichen Raum nutzen, im Jahr 2021 von 35,5% auf 42,4% gestiegen ist. Zudem zeigt sich der Einfluss der Pandemie deutlich in der Nutzung von digitalen Räumen: 2018 gaben nur 11,3% der teilnehmenden Organisationen an, virtuelle Lernräume zu nutzen, zuletzt waren es 70,7%.

418 Beratungsangebote

Im dritten Handlungsfeld "Lernen und Bildung über die gesamte Lebensspanne inkl. Neuorientierung im (Berufs-)Leben" sollten in allen Regionen kostenfreie Angebote der Bildungsberatung zur Verfügung stehen. 418 Beratungsangebote gab es dazu 2021 in der Steiermark, am meisten in der Südoststeiermark, gefolgt vom Steirischen Zentralraum. 2021 fanden auch insgesamt 13 Bildungsberatungsmessen statt – bis auf eine Ausnahme in allen steirischen Regionen.

52,6% der Einrichtungen haben das Qualitätssiegel Ö-Cert

Im Handlungsfeld "Qualität, Qualitätsentwicklung und -sicherung" war eines der Ziele, den Anteil der steirischen Erwachsenenbildungseinrichtungen mit Ö-Cert zu erhöhen. Hier zeigt sich, dass mit Stand Februar 2022 in der Steiermark 92 Einrichtungen mit Ö-Cert zertifiziert sind. Das ist eine Steigerung gegenüber 2020 um 13%. Mit Jahresbeginn 2020 waren erst 81 Organisationen mit Ö-Cert zertifiziert. Somit tragen insgesamt 52,6% der Einrichtungen der Erwachsenenbildung in der Steiermark das Qualitätssiegel.  

 

Viele der herangezogenen Ergebnisse stammen aus der Basisdatenerhebung durch das Bildungsnetzwerk Steiermark.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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