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Lernen bewegt!

10.08.2009, Text: Michaela Slamanig, VHS Völkermarkt, Redaktion: Barbara Kreilinger, VÖV
Um mögliche Hürden des Lernens am PC für Frauen im ländlichen Bereich abzubauen, starten die Kärntner Volkshochschulen das Projekt "Lernen bewegt - Innovative Lernformen am Computer für Frauen im ländlichen Raum". (Grund-/Basisbildung an Öst. Volkshochschulen, Teil 9)
Ein mobiles, aufsuchendes Bildungsangebot
Weiterbildungsinteressierte Frauen im ländlichen Raum sind mit Hürden konfrontiert, die nicht selten unüberwindbar scheinen:
  • schlechte Busverbindungen
  • kein eigenes Auto
  • Kurszeiten, die sich nicht mit der Betreuung oder Pflege von Familienmitgliedern vereinbaren lassen
  • scheinbar wenig Übung im Lernen
  • Zweifel, ob der Computer überhaupt verstanden werden kann


Das Projekt „Lernen bewegt!“ der Volkshochschule Völkermarkt ist ein mobiles, aufsuchendes Bildungsangebot direkt in der Gemeinde und verfolgt das Ziel, bestehende Bildungsbarrieren bei Frauen überwindbar zu machen. Konzipiert um bildungsbenachteiligten Frauen einen Zugang zur Informationsgesellschaft zu eröffnen, Lernen mit motivierenden Faktoren zu verknüpfen und erste Schritte für das selbst gesteuerte Lernen zu setzen, leistet „Lernen bewegt!“ einen wichtiger Beitrag zur Förderung der Teilhabe von Frauen am Lebensbegleitenden Lernen.

Die Gemeinde als Mittlerin
Die Gemeinde als vertraute Ansprechpartnerin vor Ort fungiert als „Mittlerin“ zwischen der VHS und den Frauen. Sie sendet die Einladung zur Informationsveranstaltung aus und nimmt die Anmeldungen entgegen. Die Gemeinde stellt auch die Räumlichkeiten für die Umsetzung zur Verfügung. So können Frauen dort ihre Lernerfahrungen machen, wo sie ein vertrautes Umfeld vorfinden.

Wir wenden uns an Frauen

  • mit niedriger Basisqualifizierung (Pflichtschulabschluss, Abschluss einer berufsbildenden mittleren Schule oder einer Lehre) und an Frauen mit einer Erstausbildung, die am Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt ist.
  • die selten an beruflicher Weiterbildung teilnehmen, sowie
  • jeden Alters, die keine oder nur sehr geringe Computer-Kenntnisse haben und dadurch sowohl in ihren beruflichen Möglichkeiten begrenzt als auch von zeitgemäßen Instrumenten der Weiterbildung ausgeschlossen sind.


Den Computer zum Lernen nutzen

Die Umsetzung erfolgt durch das  Modell der mobilen IKT-Lernwerkstatt. Selbstgesteuertes Lernen und der sichere Umgang mit dem PC stehen an erster Stelle. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Einstieg ins e-government – verschiedene Behördenwege sollen durch die Nutzung des Internets erledigt werden können. Geschulte Lernprozessmoderatorinnen begleiten die Frauen bei ihrem Lernprozess. Insgesamt werden in 25 Unterrichtseinheiten IKT-Kompetenzen aufgebaut. In 26 Unterrichtseinheiten "Lernnetzwerk" wird vor allem das selbst gesteuerte Lernen gefördert.

Ein Höhepunkt des Angebotes ist die Präsentation des Gelernten im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung, bei der Familienmitglieder, Interessierte aber auch regionale EntscheidungsträgerInnen und MultiplikatorInnen teilnehmen.

Ziele der Lernwerkstatt
Insgesamt soll die IKT-Lernwerkstatt Frauen dazu befähigen:

  • mit dem Computer und dem Internet umgehen zu können
  • Behördenwege von zu Hause aus sicher und schnell erledigen zu können
  • den Vorteil von neuen Lernformen kennenzulernen und diesen für sich nutzen zu können


Die Laufzeit des gesamten Projektes beträgt drei Jahre, während dieser Zeit werden in allen 31 Gemeinden der Regionalkooperation Unterkärnten (Bezirke Wolfsberg und Völkermarkt sowie Carnica Region Rosental) Lernwerkstätten stattfinden.
 
Ansprechperson:
Dr.in Michaela Slamanig
mailto: vhs-voelkermarkt@vhsktn.at
Tel: 0043/50/477 7500

gefördert durch:

  • LEADER
  • Land Kärnten


Das vorliegende Modell wurde im Rahmen der Equal-Partnerschaft learn forever entwickelt und aus Mitteln des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur sowie des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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