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Weiterlernen mit Erklärvideos in der Erwachsenenbildung

10.06.2022, Text: Susanne Witt, Redaktion: Karin Kulmer, Redaktion/CONEDU
EduTuber stellen auf Videoplattformen wie YouTube Lerninhalte zur Verfügung, die jederzeit flexibel angesehen werden können.
  • Person mit Laptop Foto: Pixabay Lizenz, Peter Olexa, https://pixabay.com
    Informelles Lernen mit Videos liegt im Trend – das bestätigt auch das mmb-Institut in einer aktuellen Studie.
YouTube ist mehr als Katzenvideos. Formeln, Reparaturanleitungen oder Medizin – es gibt quasi kein Thema, welches nicht in einem YouTube-Video erklärt wird. Der Trend zum informellen Lernen mit Erklärvideos nimmt zu – das bestätigt auch die Trendstudie "mmb Learning Delphi 2022". Lehrende und Lernende haben mit der Plattform als Informationskanal eine weitere Möglichkeit der Wissensvermittlung bzw. -aneignung entdeckt, die ihnen mit Internet 24/7 zur Verfügung steht. EduTuber sind häufig Personen, die Lehr- oder Trainertätigkeiten nachgehen und ihr Fachwissen einem größeren Kreis Interessierter mitteilen wollen. Mit YouTube steht ihnen ein weitbekannter Kanal zur Wissensvermittlung zur Verfügung. Ziel dieser Bildungsanbieter ist es, Lerninhalte anschaulich zu vermitteln.

 

Hierzu produzieren Lehrende Videos und stellen diese online. Die oft unterhaltsamen Videos variieren von kurzen Erklärfilmen über animierte Videos bis hin zu gesungenen Erzählungen. Diese so multimedial aufbereiteten Videos stellen die EduTuber in eigenen Kanälen auf YouTube frei und kostenlos zur Verfügung. Laut der aktuellen Trendstudie „mmb Learning Delphi“ gehen 91% der befragten Expert*innen von einem deutlichen Wachstum in diesem Bereich aus. In der Trendstudie übernahm das informelle Lernen via Microlearning (94%) sowie Videos und Erklärfilme (93%) die Spitzenposition der Lerntrends und verdrängt bisherige Formate wie Blended Learning und Webinare. Einen Grund hierfür sehen die Autor*innen der Trendstudie in der Covid-19-Pandemie und dem daraus entstandenen Druck, sich im Homeoffice selbst Informationen zu beschaffen.

YouTube-Kanäle zu Mathematik, Wissenschaft und Erwachsenenbildung

Auf der Plattform YouTube steht ein stetig wachsendes Angebot verschiedener EduTuber zur Verfügung. Bekannte Kanäle sind etwa das „maiLab“ der Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim oder „Mathe by Daniel Jung“. Im Bereich Erwachsenenbildung produziert z.B. Tobias Albers-Heinemann (Erwachsenenbildung EKHN) zahlreiche Videos rund um digitale Themen. Dazu zählen Erklärfilme zu Videokonferenz- oder Whiteboard-Tools, aber auch Online-Diskussionen mit Expert*innen zu aktuellen Themen.

Edutube als Alternative zu YouTube

Die österreichische Bildungsplattform Edutube bietet Kurzvideos und Dokumentationen, die thematisch für den digitalen Unterricht geeignet sind. Das Angebot steht österreichischen Schulen, Hochschulen sowie Einrichtungen der KEBÖ für nichtkommerzielle Bildungszwecke zur Verfügung. Edutube ist eine Plattform des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Zusammenarbeit mit dem ORF.

Erklärvideos in der Erwachsenenbildung einsetzen

Erwachsenenbildner*innen können Erklärvideos zum Beispiel als Vorentlastungsaufgabe in Blended Learning-Formaten wie Flipped Classroom oder als abwechslungsreiches Medium in Präsenz-Workshops einsetzen. Etliche virtuelle Boards für kollaborative Arbeit – etwa Padlet oder TaskCards – ermöglichen inzwischen das Hochladen und Einbinden von Videos und weiteren multimedialen Formaten. Mit  Tools wie z.B. "Loom" oder "Simpleshow" lassen sich eigene kurze Erklärfilme gestalten. Tipps für die Aufnahme und Gestaltung der Videos bietet ein Podcast von wb-web.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.
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