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Das sind die PreisträgerInnen des Fernsehpreises der Erwachsenenbildung

21.09.2021, Text: Lucia Paar, Redaktion/CONEDU
Die Jury vergab den Fernsehpreis an Produktionen von ORF und Okto-TV. Die Preisverleihung gibt’s online zum Nachsehen und -hören.
Video: Standard-YouTube-Lizenz, Produktion ORF für das Büro Medienpreise der Konferenz der Erwachsenenbildung (Verband Österreichischer Volkshochschulen)
Mit dem Fernsehpreis der Erwachsenenbildung vergeben die zehn Verbände der Erwachsenenbildung (KEBÖ) jedes Jahr Auszeichnungen für erwachsenenbildnerisch wertvolle Produktionen in vier Kategorien sowie einen Preis der Jury, den Axel-Corti-Preis. Das sind die PreisträgerInnen des 53. Fernsehpreises der Erwachsenenbildung:

Über Gebärdensprache lernen: Sendung von Okto-TV prämiert

"Behinderung nicht als etwas Besonderes zu zeigen, sondern als Aspekt menschlicher Vielfalt, als Aspekt des Alltags: Das ist die Grundidee hinter der Sendereihe Perspektivenwechsel von Okto-TV", sagte Preisträgerin Ivana Veznikova auf der Bühne bei der Verleihung des Fernsehpreises vergangenen Freitag. Die Sendung "Gebärdensprache" der Reihe gibt Einblick in die Gehörlosen-Community. Zusehende und -hörende erfahren u.a., wie Gebärdensprachen entstanden sind und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es gibt. Die MacherInnen der Sendung – Antina Zlatkova und Thomas Lindermayer (Sendungsverantwortliche), Ivana Veznikova (Moderation) – erhalten den Preis in der Kategorie Diskussionssendungen/Talkformate.

Wie schnell wir rassistisch werden: ORF gewinnt Kategorie Dokumentation

Ein Experiment: 23 Menschen werden in zwei Gruppen geteilt – in Blauäugige und Braunäugige. Die Blauäugigen erfahren von Beginn an Diskriminierung, die Braunäugigen Privilegien. Was passiert? Wie schnell verlieren Menschen ihr Mitgefühl? Sind die Menschen, und somit wir alle, bereit andere zu diskriminieren, sie rassistisch zu beleidigen? Die ORF-DOK 1 Spezial-Produktion "Sind wir Rassisten? – Der Test" zeigt: Niemand ist davor gefeit, selbst rassistisch zu sein. Die Sendungsgestalterin Lisa Gadenstätter erhät dafür den Preis in der Kategorie Dokumentation.

Krimi bringt Tabuthema in die Öffentlichkeit: ORF-Produktion ausgezeichnet

Aus einem Tiroler Bergsee wird die Leiche einer Prostituierten geborgen. Selbstmord? Nein, so sollte es nur aussehen – die Obduktion sagt etwas anderes. Frau Hauptmann Lisa Kuen übernimmt die Ermittlungen. Der Fall entwickelt sich in eine unerwartete Richtung und führt zu einem dunklen Geheimnis der Familie der Frau Hauptmann selbst.
Für den ORF-Landkrimi "Das Mädchen aus dem Bergsee" erhalten Mirjam Unger (Regie), Eva Testor (Drehbuch und Kamera) und Klaus Lintschinger (ORF-Redaktion) den Fernsehpreis der Erwachsenenbildung in der Kategorie Fernsehfilm. Der Film spreche ein Thema an, das nach wie vor stark tabuisiert wird – den sexuellen Missbrauch in der Familie, sagte Gerhard Bisovsky, Sprecher der Jury bei der Verleihung. Dem Thema in einem populären Genre wie einem Krimi zu begegnen, trage zu einer verbreiterten Auseinandersetzung bei, so Bisovsky.

Wissenschaft verständlich: ORF-Wissensmagazin erhält Fernsehpreis in der Kategorie Sendereihe

Das ORF-Wissensmagazin "Fannys Friday" gibt Antworten auf Fragen aus allen Lebensbereichen und geht Trends auf den Grund – mit Reportagen, Selbstversuchen und Porträts. Die Sendungsverantwortliche Irina Oberguggenberger erhält dafür den Fernsehpreis in der Kategorie Sendereihe. "Alles, was wir noch nicht wissen, läuft auf Fannys Friday", sagte Jury-Sprecher Bisovsky bei der Verleihung. Zeitgemäß und verständlich behandle die Sendereihe wissenschaftliche Themen und räume mit Mythen und Falschinformationen auf, so Bisovsky.

Axel-Corti-Preis geht an ORF-Journalistin Lou Lorenz-Dittlbacher

Lou Lorenz-Dittlbacher erhält den Axel-Corti-Preis 2021. Die Journalistin und Fernsehmoderatorin erhält den Preis laut Jury vor allem für ihre hartnäckige und kritische Interviewführung.

Gala verpasst? Die Verleihung online nachholen

Wer die Clips der gewinnenden Sendungen anschauen möchte und wissen will, welche Produktionen noch nominiert waren, kann die Preisverleihung des Fernsehpreises online über den YouTube-Kanal von erwachsenenbildung.at nachsehen- und hören.

Quelle: EPALE E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa
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