Aktuelles aus der ÖFEB-Sektion Berufs- und Erwachsenenbildung
Die BBFK behandelte heuer das Thema "WIE wollen wir ARBEITEN? Berufliches Lernen zwischen Tradition und Transformation". Bei der Begrüßung griff die Sektionsvorsitzende Monika Kastner mit dem Begriff "Ungewissheitsgewissheit" das übergeordnete Motiv der Veranstaltung auf. Dabei ist es weniger der Wandel an sich als vielmehr die Geschwindigkeit, mit der sich technologische und soziale Transformationen vollziehen. Die Arbeitswelt und berufliche Bildung sind davon massiv betroffen, wie Begriffe von "new work" oder "new learning" indizieren.
In welchem Verhältnis Arbeit und Bildung zueinanderstehen, war dann Thema der ersten Keynote von Bernd Gössling. Er verdeutlichte dabei die Unterschiede von Arbeit und Bildung sowie die Implikationen für die betriebliche Bildungsarbeit im Spannungsfeld neuer Arbeitskonzepte und -realitäten und individueller Bildungsbedürfnisse und Erfahrungen in digitalen Lebenswelten. In der (neuen) Arbeitswelt finden sich sowohl Entwicklungen, die Lernchancen erweitern, als auch solche, die Lernchancen verengen. Die Relation von Arbeit und Bildung ist also komplex und vielschichtig.
Wahl des ÖFEB-Vorstands und der Sektionsleitung
Auch die Sektionssitzung selbst war von neuen Arbeitsformen betroffen: wie die gesamte BBFK fand sie pandemiebedingt erstmalig online statt. Da sich durch die Corona-Pandemie auch die Wahl des ÖFEB-Vorstandes verschoben hat, weil der ÖFEB-Kongress, bei dem traditionell gewählt wird, auf 2022 verschoben werden musste, wurde auch eine Verschiebung der Wahl der Sektionsleitung diskutiert. Diese steht turnusmäßig in diesem Jahr an und ist an die Wahl des ÖFEB-Vorstands gekoppelt. Die derzeitige Leitung der Sektion Berufs- und Erwachsenenbildung bestehend aus Monika Kastner, Karin Gugitscher, Kurt Schmid und Birgit Schmidtke (Rechnungsprüferin) hat sich bereit erklärt, bis zur Neuwahl 2022 im Amt zu bleiben. Das Prozedere zur Briefwahl der Sektionsleitung wird im kommenden Frühjahr starten. Vorschläge für KandidatInnen können von den mittlerweile knapp über 100 Sektionsmitgliedern eingebracht werden.
Kommunikationskonzept und überarbeitete Website der Sektion
Der ÖFEB-Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, die öffentliche Sichtbarkeit der Aktivitäten der ÖFEB zu verbessern. Forschungsleistungen der Bildungsforschung sollen anschaulich und für die breite Öffentlichkeit dargestellt werden. Dazu hat die ÖFEB ein Kommunikationskonzept entwickelt, das unter anderem vorsieht, dass die einzelnen Sektionen stärker an die Öffentlichkeit treten. Die Leitung der Sektion Berufs- und Erwachsenenbildung hat in diesem Zusammenhang die Website der Sektion überarbeitet. Die Sektionsseite wurde aktualisiert und mit Informationen zur Sektion ergänzt. Sie bietet einen Überblick über das Selbstverständnis der Sektion, die Leitung und Sektionsordnung sowie über Veranstaltungen und aktuelle Publikationen.
Ausblick I: 2022 sowohl ÖFEB-Kongress als auch BBFK
Im kommenden Jahr werden sowohl der ÖFEB-Kongress als auch die 8. Berufsbildungsforschungskonferenz stattfinden. Der ÖFEB-Kongress 2022 wird gemeinsam von der KPH Graz und der PH Steiermark veranstaltet und findet vom 20. bis 23. September 2022 in Graz statt. Unter dem Thema "Bildungsforschung in und für Zeiten der Veränderung" werden gesellschaftliche und bildungspolitische Veränderungen sowie Entwicklungen in Bezug auf Forschungstraditionen in den Blick genommen.
Die nächste Berufsbildungskonferenz ist bereits für kommendes Jahr geplant. Die 8. BBFK wird am 7. und 8. Juli 2022 an der Universität Klagenfurt und voraussichtlich wieder in persönlicher Begegnung stattfinden.
Ausblick II: Werkstattgespräche Weiterbildungsforschung ab 2022 in neuem Format
Die von der Sektion gemeinsam mit dem Forschungsnetzwerk Erwachsenenbildung veranstalteten Werkstattgespräche Weiterbildungsforschung werden aktuell neu gestaltet. Dazu hat eine Initiativgruppe, bestehend aus Philipp Assinger, Irene Cennamo, Simone Müller, Daniela Savel und Stefan Vater im Juni einen virtuellen Ideenaustausch durchgeführt. Bislang stand beim Werkstattgespräch vor allem die Diskussion von laufenden Forschungsprojekten von WissenschaftlerInnen in der Qualifizierungsphase und die standortübergreifende Vernetzung von Promovierenden in der Erwachsenen- und Weiterbildung im Vordergrund. Im Zuge der Weiterentwicklung des Formats will die Initiativgruppe einen breiten Diskurs und die Kooperation von Wissenschaft und Praxis fördern. Angedacht ist auch ein Stammtisch zum regelmäßigen Austausch. Konkrete Vorschläge für das nächste Werkstattgespräch, das für Frühjahr 2022 geplant ist, erarbeitet die Initiativgruppe derzeit.
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