„Education Permanente“ untersucht expansives Lernen
Die Schweizer Fachzeitschrift Education Permanente (EP) beleuchtet in der aktuellen Ausgabe expansive Lernprozesse. Lernen ist subjektwissenschaftlich betrachtet dann expansiv, wenn der Lernanlass und die Interessen der Lernenden miteinander verknüpft sind. Denn wenn das Lernen eine subjektive Bedeutsamkeit für die Lernenden hat, kann es ihre Handlungsmöglichkeiten erweitern und zur Selbstverwirklichung genutzt werden.
In der Praxis und Politik würde Lernen zunehmend in den Dienst wirtschaftlicher und sozialer Anforderungen gestellt, so die Ausgabe, die sich u.a. auf Klaus Holzkamps Verständnis des „defensiven Lernens“ bezieht. Wenn Menschen Weiterbildung z.B. nur aus „Angst“ vor Nachteilen besuchen, könnten sie sich demnach keine vertieften sachlichen und sozialen Bedeutungszusammenhänge aneignen. Etwa dann, wenn die Teilnahme an einem Kurs lediglich ein Bestehen am Arbeitsmarkt sichern soll und keine tiefere Bedeutung für die Teilnehmenden hat.
Die Artikel im Magazin skizzieren den theoretischen Hintergrund der subjektwissenschaftlichen Lerntheorie, setzen die Konzepte des expansiven und transformativen Lernens in Bezug zueinander und zeigen., dass zivilgesellschaftliches Engagement und der Nahraum von Menschen im höheren Alter bedeutsame Erfahrungsräume für expansives Lernen sein können. Ein Beitrag untersucht, inwiefern expansives und defensives Lernen in den Ernährungsbiographien Erwachsener stattfindet und auch die Lernwege von Personen mit geringen Grundkompetenzen rücken in den Fokus. Außerdem gibt es einen Praxisteil mit Einblicken in die Lernerfahrungen von Ausbildenden, ein Interview und mehr.
- Zur Ausgabe: Education Permanente, Ausgabe 2/2025
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