Wie der Berufseinstieg in der Erwachsenenbildung gelingen kann

07.11.2019, Text: Lucia Paar, Redaktion/CONEDU
Darüber diskutierten ErwachsenenbildnerInnen in Ausbildung mit erfahrenen KollegInnen beim vergangenen wEBtalk. Die Aufzeichnung dazu ist jetzt online!
Video-Aufzeichnung vom wEBtalk "Ein Studium in Erwachsenenbildumg - und dann?" (CC BY 4.0 CONEDU)
Vier erfahrene ErwachsenenbildnerInnen stellten sich am 30. Oktober beim wEBtalk der Frage, wie es gelingen kann, in der Erwachsenenbildung beruflich Fuß zu fassen.
Aus ihrer Erfahrung berichteten die Bildungsmanagerin Monika Sträußlberger, der Business Trainer und Coach Winfried Hofer, der langjährige Online-Bildungsberater und auch Bildungsmanager Stefan Csacsinovits und die Pädagogische Mitarbeiterin eines Bildungshauses Sabine Molterer. Durch das Gespräch führte Wilfried Frei, Geschäftsführer CONEDU und Redaktionsleiter von erwachsenenbildung.at.

So klappt's mit dem Berufseinstieg

In einem Punkt waren sich die DiskutantInnen einig: Interessante Stellen werden oft gar nicht erst ausgeschrieben, sondern im Netzwerk vergeben.

 

Um als Erwachsenenbildnerin oder Erwachsenenbildner Fuß fassen zu können, müsse man sich daher Gelegenheiten suchen, um in Kontakt zu treten und sich zu bewähren. Praktika etwa böten eine gute Gelegenheit, um mit potentiellen ArbeitgeberInnen in Kontakt zu kommen und ihnen zu zeigen, was man kann.

 

Außerdem könne es nützlich sein, der Einrichtung etwas anzubieten, was sie für ihre Entwicklung brauchen kann. Beispielsweise könne man im Rahmen einer Abschlussarbeit ein spezifisches Anliegen der Organisation untersuchen und dabei Wissen generieren, das deren Bedarf deckt.

 

Ein weiterer Tipp lautete, zu Beginn keine Scheu vor losen Vertragsverhältnissen zu haben und zunächst zum Beispiel mit einer Honorartätigkeit in den Beruf einzusteigen, um später vielleicht in ein festes Dienstverhältnis übernommen zu werden. Freiberufliche Tätigkeit schafft Zugänge, auch wenn sie im Kontext prekärer Arbeitsverhältnisse durchaus auch kritisch zu bewerten ist.

 

Bei der Bewerbung helfe es, wenn man über aktuelle Entwicklungen und Trends im Arbeitsfeld Bescheid weiß und Kompetenzen mitbringt, die konkret damit zu tun haben - wie etwa der technologiegestützten Lehrtätigkeit. Über die gegenwärtige Förderpolitik und deren Schwerpunkte informiert zu sein und sich darauf beziehen zu können, bringe ebenfalls Pluspunkte.

Noch mehr Videos und Beiträge zum Thema

Wer nicht nur wissen will, wie der Berufseinstieg in die Erwachsenenbildung gelingen kann, sondern auch, worauf man sich dabei einlässt, findet dazu Informationen in unserer vierteiligen Videoreihe zum Beruf ErwachsenenbildnerIn. Vier ErwachsenenbildnerInnen erzählen darin, wie ihr Arbeitsalltag aussieht und was ihnen an ihrem Beruf gefällt.

 

Interessant für QuereinsteigerInnen ist auch dieser Beitrag: In einem aufschlussreichen Interview beschreibt die Erwachsenenbildnerin Brigitte Lackner, wie sich der Weg zu ihrem Beruf gestaltet hat.

Weitere Informationen:
Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

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