BFI Oberösterreich startet pädagogische Schriftenreihe "Sektor 4"
Die neue Schriftenreihe, in der all dies nachzulesen ist, wird von Katja Hemedinger und Leonhard Niederwimmer herausgegeben. Sie ist kostenlos online verfügbar.
Anforderungen der Internationalisierung an die Bildung
Die Internationalisierung stellt Schneeberger zufolge zwei wesentliche Anforderungen an Bildung: Zunächst müsse Erwachsenenbildung interkulturelle Handlungsfähigkeiten und IKT-Kompetenzen vermitteln. Denn basale Kenntnisse der Umgangssprache und die Anerkennung der mitgebrachten Kenntnisse und Fähigkeiten seien wichtige sozio-kulturelle, arbeitsmarkt- und weiterbildungsbezogene Integrationselemente.
Weiters brauche es Vergleichbarkeit und Transparenz der Qualifikationen. Damit bezieht sich Schneeberger auf den Nationalen Qualifikationsrahmen, der erst jüngst im Nationalrat die Zustimmung erhielt. "Wir brauchen in Zukunft einen Qualifikationsrahmen, der international leichter verständlich ist", meint Schneeberger. Und weiter: "Trotz Dienstleistungswachstum und Informationsgesellschaft werden - so die Faktenlage - heute und absehbar mehrheitlich einfache oder mittlere Qualifikationen nachgefragt, allerdings auf Basis erweiterter Basisqualifikationen."
Nicht nur Deutschkurse, sondern auch berufliche Weiterbildung seien laut Schneeberger zentral, wenn Österreich bei einem durch die Zuwanderung steigenden Arbeitskräfteangebot ein hohes Beschäftigungsniveau erhalten will. Der Bildungsforscher schlägt zudem eine Verlängerung der Schulpflicht auf zehn Jahre vor und eine stärkere Förderung der Berufsbildenden Mittleren Schulen neben dem dualen Ausbildungssystem. Auch im Bereich der tertiären Bildung äußert er einen Vorschlag: Den Aufbau berufsbegleitender tertiärer Ausbildungen, wie es sie etwa in Dänemark oder Irland bereits gibt.
"Sektor 4": Schriftenreihe zur Erwachsenenbildung
"Sektor 4" ist eine Schriftenreihe des Berufsförderungsinstituts Oberösterreich zur Erwachsenenbildung. Sie will laut Christoph Jungwirth, Geschäftsführer des BFI Oberösterreich den wissenschaftlichen Diskurs anstoßen. "Einerseits ergänzen und vertiefen wir vorhandene Erkenntnisse, andererseits geben wir allen Interessierten Einblick und Orientierung in ein überaus breites Tätigkeitsfeld", so Jungwirth.
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