Neuer Trendreport Arbeit, Bildung, Soziales
Berufliche Weiterbildung - eine Frage des Geschlechts
Die Politikwissenschafterin Ingrid Mairhuber bspw. befasst sich in einem Kapitel des Trendreport mit Beteiligung an beruflicher Weiterbildung. Das Ergebnis, zu dem sie kommt, ist nicht unbekannt: Frauen nehmen in Österreich noch immer seltener an beruflicher Weiterbildung teil als Männer. In den meisten EU-Ländern gäbe es diesen allgemeinen geschlechtsspezifischen Unterschied nicht mehr, so Mairhuber. Eine nähere Betrachtung zeige aber, dass Frauen ohne Hochschulabschluss in vielen Ländern nach wie vor benachteiligt sind. Ausbildungssysteme, die ihren Schwerpunkt auf die duale Ausbildung bzw. auf fachspezifische Qualifikationen legen, scheinen den geschlechtsspezifischen Unterschied zu Lasten der Frauen noch zu erhöhen.
Weitere Beiträge des Hefts
Die SoziologInnen Philip Schörpf und Jasmina Steiner untersuchen das österreichische Modell der dualen Berufsausbildung und neue Modelle hinsichtlich ihrer Möglichkeiten, der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Die Bildungsforscher Stefan Vogtenhuber und Lorenz Lassnigg beschreiben in ihrem Artikel die Ergebnisse einer Detailauswertung der PIAAC-Daten zur Frage: Wie wirken sich strukturelle Unterschiede von Bildungssystemen auf die Schlüsselkompetenzen der Bevölkerung aus? Der deutsche Bildungssoziologe Uwe Bittlingmayer kommt im Interview zum Schluss, dass das Berufsbildungssystem zu Unrecht unter Druck gerate. Weitere Themen des Hefts sind: Lehre und Migrationshintergrund (Manfred Krenn), die Arbeitsmarktsituation von jungen Erwachsenen (Nina-Sophie Fritsch), Gewerkschaften und Betriebsräte (Georg Adam) sowie Schul- und Bildungsabbruch (Lukas Cerny).
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Der Trendreport Arbeit, Bildung, Soziales erscheint in einer Kooperation der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) mit der Universität Wien und der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) als kostenloses Online-Medium sowie als Print-Medium. Dies wird durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, des Bundesministeriums für Bildung und Frauen, der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie und der Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien ermöglicht.
Erschienen in Kooperation mit
EPALE E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa.
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