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Bildungsferne Zielgruppen in der arbeitsmarktorientierten Weiterbildung

28.07.2014, Text: Rene Sturm, AMS Forschungsnetzwerk
Aktueller Report des AMS untersucht, wie Bildungsfernen der Zugang zu Weiterbildung besser ermöglicht werden kann.
  • Foto: (C) EDUCON/Hackl Foto: Wilfried Hackl/EDUCON
    Der aktuelle AMS Report: Nachlesen über Erreichung Bildungsferner
Der Wettbewerb um Arbeits- und Ausbildungsplätze und die Bedeutung von Weiterbildung und Lebenslangem Lernen nehmen stetig zu. Jugendliche wie auch Erwachsene sind heute mit einer sehr dynamischen Berufs- und Arbeitswelt konfrontiert, deren Entwicklungen oftmals schwer zu prognostizieren sind (z.B. Beschäftigungsformen, »neue« Berufsfelder).

 

Die Berufswahl soll die eigenen Interessen und Neigungen treffen, gleichzeitig aber auch die Arbeitsmarktchancen bzw. die Verwertbarkeit am Arbeitsmarkt mitberücksichtigen. Personen müssen mithin zunehmend stärker in der Lage sein (»kompetent sein«), ihre berufliche Biographie selbst zu gestalten, und stehen damit vor der Herausforderung, in einem dynamischen Umfeld vielfältige Übergänge zu meistern.

 

AMS report 98/99: „Bildungsferne Zielgruppen in der arbeitsmarktorientierten Weiterbildung“. 

Bildungsfernen Personen droht im Zuge dieser Trends in besonderem Maße die Abkoppelung vom Arbeitsmarkt und damit auch eine massive Gefährdung ihrer sozialen Teilhabechancen. Der aktuelle AMS report 98/99 „Bildungsferne Zielgruppen in der arbeitsmarktorientierten Weiterbildung“ der Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich setzt es sich daher zum Ziel, folgende Fragstellungen eingehend zu diskutieren: 

 

  • Welche Auswirkungen hat »Bildungsferne« nicht nur auf die Chancen der Einzelnen am Arbeitsmarkt, sondern auch hinsichtlich der generellen gesellschaftlichen Teilhabechancen? Angesichts einer geschätzten Quote von 20 Prozent funktionaler AnalphabetInnen in Österreich rückt damit auch das Thema »Basisbildung« stärker in den Mittelpunkt.

  • Wie sind bildungsferne Gruppen zu charakterisieren? Welche Möglichkeiten der Charakterisierung, Abgrenzung und Typologisierung kommen in der verfügbaren Literatur und in Statistiken zur Anwendung? Daran schließt sich auch die Frage nach Möglichkeiten des zielgruppenspezifischen Marketings an.

  • Welche Barrieren hindern bildungsferne Personen an einer (Weiter-)Bildungsteilnahme? Welche Rolle spielt dabei die Lebenswelt (das »Milieu«), in der die als bildungsfern einzustufenden Gruppen verortet sind?

  • Wie kann in der Bildungsberatung und in der Gestaltung der Angebote auf diese Hürden und Hemmnisse reagiert werden?

  • Welche Ansätze, in Form von Good-Practice-Beispielen, wurden in den letzten Jahren in Österreich realisiert, die bildungsferne Zielgruppen erfolgreich ansprechen, für eine Teilnahme gewinnen und auch in einen nachhaltigen Bildungsprozess »hineinbegleiten«? 

 

Der AMS report 98/99 steht als Volltext-Download in der E-Library des AMS-Forschungsnetzwerkes zur Verfügung. Zusätzlich bietet das AMS als Download auch ein eigenes Praxishandbuch „Methoden in der Berufs- und Arbeitsmarktorientierung für Bildungsferne" an. 

 

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