Wissenschaft im Kaffeehaus: Das Format „Science Café“
In gemütlicher Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee oder Tee im Kaffeehaus sitzen und mit Expert*innen über aktuelle Themen plaudern: Das Format der Science Cafés ermöglicht eine niederschwellige und partizipative Form der Wissenschaftskommunikation. Es kann Räume für lebhafte Diskussionen zwischen Bürger*innen und Wissenschaftler*innen eröffnen und so den Zugang zu Wissen auf informelle Weise fördern.
Niederschwellige Wissenschaftskommunikation
Science Cafés sind Orte, an denen sich Interessierte über aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaften austauschen können. Im Zentrum des Formates steht die offene Kommunikation zwischen Zivilbevölkerung und Vertreter*innen verschiedener Wissenschaften. Die Teilnehmenden können sich dabei niederschwellig und spielerisch mit wissenschaftlichen Themen auseinandersetzen, die von Zoologie über Quantenphysik bis hin zu politischen Theorien der Gegenwart reichen können.
Dialoge statt klassischer Fachvorträge
Unabhängig vom Vorwissen sind alle willkommen, die Interesse am Thema mitbringen. In der Regel geben Expert*innen einen kurzen Input von maximal zwanzig Minuten. Dieser soll Anstoß für weitere Diskussionen, Reflexionen und Fragen geben. In diesem Format ist nämlich nicht der Vortrag des*der Expert*in zentral, sondern der interaktive Austausch zwischen allen Teilnehmer*innen.
Wissenschaften außerhalb akademischer Kontexte
Damit das Gespräch auf Augenhöhe gelingt, spielt der Ort eine zentrale Rolle. So finden Science Cafés immer außerhalb des akademischen Rahmens, in informellen Kontexten statt. Wie schon der Name des Formats verrät, etwa in Kaffeehäusern, Bibliotheken oder auch im Freien.
Drei Science Cafés von COMMIT
Zwischen Mai und Juni 2025 veranstaltet der Verein COMMIT drei Science Cafés in Österreich. Beim ersten Termin diskutierte Lukas Wohofsky (FH Kärnten) mit Teilnehmer*innen über Autismus, ADHS und Neurodiversität. Anfang Juni folgte ein Austausch mit dem Ernährungswissenschaftler Christian Csida zu Fitness- und Ernährungstrends in sozialen Medien. Das dritte Treffen Mitte Juni widmet sich dem Thema Medienvielfalt und Unabhängigkeit in der Demokratie, mit Medienwissenschaftlerin Petra Herczeg.
Magazin erwachsenenbildung.at über Wissenschaftskommunikation
Wer in der Wissenschaftsvermittlung auf Beteiligung und Alltagsnähe setzt, ist auf dem richtigen Weg. Zu diesem Ergebnis kommen die Autor*innen mehrerer Artikel der Ausgabe 52 des Magazin erwachsenenbildung.at, die sich mit der Frage auseinandersetzt, wie Wissenschaftskommunikation in der Erwachsenenbildung gelingen kann. Das Format "Science Café" setzt genau hier an.
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