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54. Fernsehpreis der Erwachsenenbildung: Die Preisträger*innen

28.06.2022, Text: Lucia Paar, Redaktion/CONEDU
Der ORF ist heuer in zahlreichen Kategorien Preisträger – u.a. mit Sendungen über Religion, Corona und die NS-Zeit.
  • Die Goldmedaille zur Fernsehpreis-Auszeichnung Foto: Alle Rechte vorbehalten, Rafetseder, auf erwachsenenbildung.at
    Einmal jährlich vergibt die Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) den Fernsehpreis der Erwachsenenbildung.
  • Foto der Preisträger*innen, KEBÖ-Vertreter*innen und Cecily Corti. Foto: Alle Rechte vorbehalten, ORF/Günther Pichlkostner, https://ots.at
    Preisträger*innen und Vertreter*innen der KEBÖ Verbände mit Cecily Corti, Witwe des Regisseurs Axel Corti.
Am 23. Juni 2022 überreichte die Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) die 54. Fernsehpreise der Erwachsenenbildung. 18 Produktionen waren nominiert.

Gespräche in der Klosterbibliothek: In der Kategorie Diskussionssendungen/Talkformate ausgezeichnet

Die Redakteur*innen Helmut Tatzreiter und Irene Klissenbauer erhalten die Auszeichnung für die ORF-Sendung „kreuz und quer gedacht aus dem Stift Admont – Gerechtigkeit“.

 

In der ORF-Reihe „kreuz und quer gedacht“ fanden 2021 Gespräche in der Stiftsbibliothek Admont über die Tugenden Klugheit, Mäßigung, Gerechtigkeit und Tapferkeit statt. Was es heißt gerecht zu sein und wie viel Ungleichheit zwischen Menschen noch gerecht sein kann – darüber diskutierten in einer der Sendungen der Theologe und Kabarettist Stefan Haider mit der Rechtsphilosophin Elisabeth Holzleithner, der Psychiaterin und Forensikerin Adelheid Kastner und dem Sozialethiker und Theologen Clemens Sedmak.

Ex ae­quo: Ein himmlisches Kochduell

Die Filmemacher*innen Florian Gebauer und Jennifer Rezny sind Preisträger*innen in der Kategorie Diskussionssendungen/Talkformate – für die ORF-kreuz und quer-Sendung „Speisen wie die Götter – Ein himmlisches Kochduell“.

Ein Priester, ein Imam und ein Rabbiner traten in einem Kochduell gegen die Haubenköchin Sissy Sonnleitner an. Dabei tauschten sich die Geistlichen u.a. über Familie, Berufung, Speisevorschriften wie Halal und Koscher, und über die Rolle der Frau in der Religion aus.

Sendung über zwei Welten der Corona-Pandemie in der Kategorie Dokumentation ausgezeichnet

Für die ORF-Am Schauplatz-Produktion „Ein Land, zwei Welten – Eine Reportage zwischen Intensivstation und Anti-Corona-Partei“ erhält Reporter Emanuel Liedl die Auszeichnung in der Kategorie Dokumentation. Er hat sich die zwei konträren Welten während der Corona-Pandemie angeschaut. So besuchte er die größte Intensivstation Österreichs, das AKH Wien. Er trat aber auch in Kontakt mit Pandemie-Leugner*innen, Maßnahmen-Kritiker*innen und Impfskeptiker*innen.

Ex ae­quo: Porträt über den Dichter H. C. Amtmann

Der Filmemacher und Journalist Gustav W. Trampitsch erhält die Auszeichnung in der Kategorie Dokumentation. Er punktet mit der ORF-kulturMontag-Dokumentation „H. C. Artmann – Freibeuter der Sprache“. Hans Carl Artmann war ein österreichischer Lyriker, Schriftsteller und Übersetzer. Er wäre letztes Jahr 100 Jahre alt geworden. Trampitsch schilderte in seinem filmischen Porträt, wie der Dichter aus der Vorstadt aufbrach, um die Welt schreibend zu erobern.

Landkrimi „Das Flammenmädchen“ ist Preisträger in der Kategorie Fernsehfilm

Für den ORF-Landkrimi „Das Flammenmädchen“ räumen den Preis Catalina Molina (Regie und Buch), Sarah Wassermair (Drehbuch) und Klaus Lintschinger (ORF-Redaktion) in der Kategorie Fernsehfilm ab. Die Zuschauer*innen des Films finden sich dabei im Land Salzburg wieder. Dort brennen Scheunen und Häuser; und das immer wieder. Zunächst glaubt das Landeskriminalamt, dass es sich um Zufälle handelt. Doch schließlich weisen die Indizien dann in eine andere Richtung.

Reihe über Hitlers Helfer wird in der Kategorie Sendereihe ausgezeichnet

Christian Hager (Idee, Buch und Regie) erhäöt die Auszeichnung in der Kategorie Sendereihe für die zweiteilige zeit.geschichte-Produktion „Hitlers österreichische Helfer – Die Gauleiter der Ostmark“. Er porträtierte in einem Zwei-Teiler den Werdegang und die Verbrechen der NS-Funktionäre und gab Einblick in deren Schicksale nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Axel-Corti Preis ging an die Journalistin Corinna Milborn

Der Axel-Corti-Preis ist der Preis der Jury, der jährlich zusätzlich zu den Fernsehpreisen verliehen wird. Die Preisträger*innen stehen meist schon vor der Verleihung der Fernsehpreise fest. Heuer ging er an die vor allem durch Diskussionsformate bekannte Autorin, Moderatorin und Journalistin Corinna Milborn.

Über den Fernsehpreis der Erwachsenenbildung

Jedes Jahr stiften die zehn Verbände der KEBÖ den Fernsehpreis der Erwachsenenbildung. Er umfasst die vier Sparten

  • Diskussionssendungen/Talkformate,
  • Dokumentation,
  • Fernsehfilm, Serien, Fiction, Doku-Fiction, Edutainment
  • Sendeformate, Sendereihe.

 

Zusätzlich wird der Axel-Corti-Preis, ein Preis der Jury, vergeben. Der Fernsehpreis zeichnet österreichische Produktionen oder Koproduktionen aus, die nach Inhalt und Gestaltung erwachsenenbildnerisch besonders wertvoll sind.

Quelle: EPALE E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa
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