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FEN-Jahrestagung: Zusammenhalt bringt die EB durch die Corona-Krise

02.11.2021, Text: Jennifer Friedl, Redaktion/CONEDU
Die Jahrestagung des Forum Erwachsenenbildung in Niederösterreich (FEN) am 8. Oktober 2021 beschäftigte sich mit dem Einfluss der Pandemie auf die Erwachsenenbildung.
  • Foto: Alle Rechte vorbehalten, FEN, www.fen.at
    Der FEN-Vorstand mit den ReferentInnen
  • Foto: Alle Rechte vorbehalten, FEN, www.fen.at
    Arbeitsgruppe im Zuge der Jahrestagung
Im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten veranstaltete das Forum Erwachsenenbildung in Niederösterreich (FEN) eine Jahrestagung unter dem Titel "Erwachsenenbildung nach Corona – was bleibt vom Online-Lernen?". Die Moderation erfolgte durch Klaus Thien vom Österreichischen Institut für Erwachsenenbildung.

Herausforderungen gemeinsam meistern

Im Zentrum der Jahrestagung stand der Einfluss der Corona-Pandemie auf die Erwachsenenbildung. Der Vorsitzende des Forum Erwachsenenbildung in Niederösterreich, Bundesrat Karl Bader, wies in seiner Begrüßung auf gesellschaftliche Herausforderungen hin, die Corona nochmals deutlich hervorgehoben hat. Trotz der individuellen Handhabungen und Bedürfnisse, so Bader, sei es notwendig, zu einem "Wir" in der Gesellschaft zu kommen – und Erwachsenenbildung spiele dabei eine zentrale Rolle. Besonders das Engagement der MitarbeiterInnen im Bereich der Erwachsenenbildung wurde im Zuge der Tagung geehrt.

Erhebung zeigt: Digitale Tools haben sich in täglicher Bildungsarbeit etabliert

Karin Gugitscher vom Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung präsentierte im Rahmen der Tagung eine aktuelle empirische Erhebung zu den Auswirkungen der Pandemie auf die österreichische Erwachsenenbildung. Erkenntnisse daraus belegen, dass digitale Tools aus der täglichen Bildungsarbeit vieler ErwachsenenbildnerInnen nicht mehr wegzudenken sind. Laut Alexander Sladek von der Werbeakademie des WIFI-Wien sind manche Aspekte, die sich im Zuge der Pandemie in unser aller Lebensführung eingerichtet haben, "gekommen um zu bleiben".

 

Die Ergebnisse der empirischen Erhebung zeigen nach Gugitscher allerdings auch die Schwierigkeit, besonders benachteiligte Gruppen angemessen zu erreichen. Zudem stützen die Erkenntnisse die Worte Baders, dass vor allem engagierte MitarbeiterInnen die Erwachsenenbildung durch die Herausforderungen der Pandemie tragen. Auch ein deutlicher wirtschaftlicher Einbruch für das Feld der Erwachsenenbildung zeigte sich in der Erhebung.

Erfahrungsberichte aus allgemeiner Erwachsenenbildung und beruflicher Weiterbildung

Ursula Liebmann (Treffpunkt Bibliothek), Hubert Petrasch (KBW) und Therese Reinel (BhW NÖ) gaben Einblicke in die ehrenamtliche Mitarbeit im Bereich der allgemeinen Erwachsenenbildung. Demnach ergab sich die Herausforderung, Ehrenamtliche im Zuge der Pandemie weiterhin zu motivieren bzw. zu erreichen. Die Zuständigen verzeichneten ebenso einen Einbruch bei Veranstaltungen und Teilnahmen in der allgemeinen Erwachsenenbildung.

 

Andreas Hartl (WIFI), Michael Jonach (bfi) und Johann Schlögelhofer (LFI) führen für die berufliche Weiterbildung an, dass Online-Formate und Homeoffice im Zuge der Pandemie hilfreich waren.

Verbindung von Präsenz- und Online-Formaten ist zentrale Frage für die Zukunft

Laut der Pressemitteilung beschäftigt die beteiligten Verbände vor allem die Frage, wie sich Präsenz- und Online-Formate auch in Zukunft gut miteinander verbinden lassen und wann Teilnehmende wieder mit vermehrten Präsenz-Veranstaltungen rechnen können. Des Weiteren seien finanzielle Ressourcen notwendig, um angemessene Rahmenbedingungen in der Erwachsenenbildung zu schaffen.

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