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Bildungs- und Berufsberatung in Österreich - ein Netzwerk mit Geschichte

23.04.2020, Text: Bianca Friesenbichler, Redaktion/CONEDU
Die "Initiative Bildungsberatung Österreich" ist ein österreichweites Netzwerk, das Bildungs- und Berufsberatung für Erwachsene anbietet. Ein Streifzug durch ihre Geschichte zeigt ihre zentralen Errungenschaften.
  • Foto: Pixabay Lizenz, geralt, https://pixabay.com
    Mit der Bildungsberatung Österreich existiert ein bundesweites Netzwerk der Bildungs- und Berufsberatung, das sich aus mehreren Ländernetzwerken zusammensetzt.
2007-2010 - das war die erste Projektperiode der österreichischen Initiative "Bildungsberatung Österreich", damals unter dem Titel "Projektverbund Bildungsberatung". Gefördert wurde und wird sie bis heute aus Mitteln des ESF und aus Mitteln des österreichischen Bildungsministeriums. Ziel dieses Projektverbunds war der Aufbau eines leistungsfähigen, flächendeckenden und Anbieter-unabhängigen Bildungsberatungssystems in Österreich. Dies sollte durch die Neustrukturierung bzw. Weiterentwicklung bestehender Beratungsangebote in den Bundesländern erreicht werden.

Die Stärke eines Netzwerks

Heute, 13 Jahre später, existiert ein österreichweites, gut etabliertes und stark ineinander verwobenes Netzwerk der Bildungs- und Berufsberatung, das sich aus mehreren Ländernetzwerken zusammensetzt. Die Ländernetzwerke sind unterschiedlich aufgestellt und müssen sich ganz unterschiedlichen Herausforderungen stellen, fühlen sich und sind dabei aber eng miteinander verbunden. Das erkennt man in der offensichtlichen Freude, einander im Rahmen von Arbeitsgruppen- und Kooperationstreffen wieder zu sehen. Nach getaner Arbeit trinken die PartnerInnen auch gerne einmal das eine oder andere gemeinsame Bier und führen dabei intensive Gespräche über Bildungs- und Berufsberatung. Ein überaus wertschätzender Umgang miteinander und eine starke "Packen wir's an!"-Haltung sind zu spüren.

"IBOBB"-Qualitätszertifikat

In den Jahren 2007 und 2008 wurde im Rahmen der Initiative ein Qualitätssiegel für anbieterneutrale Bildungsberatung entwickelt. Ziel des Verfahrens ist eine unabhängige Überprüfung von Verlässlichkeit, Professionalität und Stimmigkeit von Beratungsangeboten. Das IBOBB-Zertifikat ist der Beleg dafür, dass eine Einrichtung Bildungs- und Berufsberatung anbieterneutral, professionell, qualitätsvoll und entwicklungsorientiert umsetzt. Seit 2009 wurden insgesamt 65 Verfahren (Erst- und Re-Zertifizierungen) durchgeführt. Insgesamt verfügen heute 30 österreichische Einrichtungen über dieses Qualitätszertifikat.

Österreichweite Datenbank zu Bildungsförderungen

Wer in der Datenbank "Kursförderungen in Österreich" nach Förderungen für eine Aus- oder Weiterbildung sucht, findet dort sowohl österreich- als auch bundeslandweite Förderungen. Beihilfen zum Nachholen der Matura, zum Lehr- und Studienabschluss wie auch zu beruflichen Weiterbildungen sind dort gesammelt. Sie wurde 2017 in das österreichische Portal für Erwachsenenbildung, https://erwachsenenbildung.at eingebunden und wird kooperativ mit den Ländernetzwerken betreut.

Format "Kompetenz+ Beratung"

Seit 2012 wird österreichweit ein institutionenübergreifendes standardisiertes Beratungsformat in Form von Workshops kostenlos angeboten: die Kompetenz+ Beratung. Es richtet sich an Menschen, die sich im Zusammenhang mit Bildung und Beruf orientieren möchten, die beispielsweise erst die "richtigen" Fragen für eine Bildungs- und Berufsberatung finden müssen. Sie werden in der Kompetenz+ Beratung als kompetente Menschen mit Lebenserfahrung angesprochen. Im Workshop erkunden sie ihre Kompetenzen und übersetzen ihr Anliegen in konkrete Ziele und erste Schritte der Umsetzung.

Angebote zur Professionalisierung, Diverstity-Standards und mehr

In den 13 Jahren der Initiative wurden darüber hinaus etwa ein Metadokumentationssystem zur Dokumentation und statistischen Auswertung von Beratungskontakten entwickelt (und ständig verbessert). Auch Gender- und Diversitystandards für die Bildungsberatung, ein Professionalisierungsangebot für BeraterInnen, ein Online-Beratungsangebot und eine Datenbank der Beratungsanbieter sind entstanden.

Quelle: EPALE E-Plattform für Erwachsenenbildung in Europa
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