Flucht und Asyl aus der Perspektive der politischen Bildung
60 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht; davon 20 Millionen über die nationalen Grenzen ihres Landes hinweg. Spätestens seit dem verstärkten Ankommen von Flüchtlingen in Europa dominiert die „Flüchtlingskrise“ die politische, mediale und öffentliche Diskussion in Österreich und der EU.
Diese Situation fordert auch die politische Bildung heraus, mit Wissen, Fakten und Gesprächsangeboten Asyl im international-juridischen Zusammenhang als ein Menschenrecht erscheinen zu lassen und die Öffentlichkeit über aktuelle Fragen aufzuklären.
Um hier einen Beitrag zu leisten, hat die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) zwei Fach-Organisationen angefragt, ein Training zu entwickeln: asylkoordination österreich ist die zentrale Anlaufstelle für Flüchtlingsorganisationen, BAOBAB – als Einrichtung des Globalen Lernens – bietet didaktische Reflexionen und Anregungen zum Thema.
Train-the-Trainer-Workshop
In der zweitägigen Veranstaltung werden die TeilnehmerInnen die Möglichkeit erhalten, mit den TrainerInnen der beiden Organisationen, MMag.a Magdalena Emprechtinger, Dr.in Mag.a Hildegard Hefel (BAOBAB) und Dr. Herbert Langthaler (asylkoordination österreich), Hintergründe sowie Methoden zur Thematisierung der (globalen) Ursachen von Flucht und der Rechtslage im europäischen Kontext kennenzulernen.
Ebenso wird angesichts der Diskussionen rund um eine „Willkommenskultur“ und der zugleich zunehmenden Ängste und Verunsicherungen die Rolle der (sozialen) Medien in diesem oft polarisierenden Diskurs hinterfragt. Dazu erfolgt mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden eine Auseinandersetzung mit Vorurteilen und (Falsch-)Informationen.
Serie: Erwachsenenbildung in der Migrationsgesellschaft
Integrationskurse und Spracherwerb mögen ein Anfang sein. Doch wenn es um den sozialen Wandel geht, der mit Zuwanderung verbunden ist, sind die Menschen mit Migrationserfahrung nur eine der Zielgruppen von Erwachsenenbildung. Die Anforderungen der Migrationsgesellschaft betreffen uns alle. Fragen nach Teilhabe, Verständigung und Zusammenleben stellen sich immer wieder neu. Wie Erwachsenenbildung diese Anforderungen beschreibt, reflektiert und deutet, und welche Angebote für Lernen und Bildung sie ihnen entgegen bringt, ist Gegenstand einer Serie von Artikeln auf erwachsenenbildung.at. Alle Beiträge in der Serie finden Sie hier.
Verwandte Artikel
![]()
"Erwachsenenbildung ist politisch am wenigsten sichtbar"
Elke Gruber im Interview zur Emeritierung: über ihren außergewöhnlichen Bildungsweg, das Window of Opportunity der 2000er-Jahre und darüber, warum Erwachsenenbildung heute klarer denn je positioniert werden muss.![]()
Global Education Week widmet sich einer friedlichen Zukunft
Die Global Education Week steht in diesem Jahr unter dem Motto „Hope in Action – Shaping a just, peaceful and sustainable future“. Workshops und Beiträge fördern Engagement für globale Gerechtigkeit, Solidarität und Nachhaltigkeit.![Graffiti-Schriftzug Human Rights auf Mauer]()
Kultur der Menschenrechte und politische Erwachsenenbildung
Gibt es eine Kultur der Menschenrechte? Kann diese eine effektive Brandmauer gegen autoritäre Tendenzen bilden? Die ÖGPB veranstaltet im Herbst 2025 eine Vortragsreihe zu aktuellen Fragen rund um das Thema Menschenrechte.![Stempel mit Schriftzug gefördert]()
Rekord an ÖGPB-Einreichungen
Die Projektausschreibung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung stieß heuer auf besonders großes Interesse. Von 316 eingereichten Projekten fördert die ÖGPB 215, darunter viele zum Jahresschwerpunkt "Menschenrechte heute".![]()
Coaching für eine diverse Gesellschaft – Kompetenzen für die Zukunft
„Transkulturelles und Interkulturelles Coaching“ ist ein neues Weiterbildungsangebot zu migrationsrelevanten Themen, angeboten vom Bundesinstitut für Erwachsenenbildung und der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung aus Deutschland.![Notebook mit Headset]()
Streitfragen unserer Gegenwart
Die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung setzt im Mai und Juni die Dienstagsvorlesungen zu polarisierenden politischen Themen fort.





